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„Einstellung und Leistung waren in Ordnung“ – TSV Grünwald verteilt Geschenke und verliert

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Von: Umberto Savignano

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Auf Abstiegskampf eingestellt: Florian de Prato, Trainer des TSV Grünwald.
Auf Abstiegskampf eingestellt: Florian de Prato, Trainer des TSV Grünwald. © bro

Trotz einer ordentlichen Vorstellung ging der TSV Grünwald zum Rückrundenstart der Landesliga Südost beim FC Unterföhring mit einem 1:3 (0:0) leer aus.

Grünwald – „Einstellung und Leistung waren in Ordnung, aber es war wieder so, dass wir zwei Tore fangen, die nicht sein müssen“, beklagte TSV-Sprecher Jochen Joppa im Isarderby, das auf Kunstrasen ausgetragen wurde, einmal mehr unnötige Gegentreffer. Allerdings strahlten die Grün-Weißen auch zu wenig Gefährlichkeit in der Offensive aus.

„Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgespielt, aber mit dem Tore machen ist es halt schwierig“, so Joppa. Dabei hatten die Grünwalder durchaus ihre Möglichkeiten, die beste durch Luca Tschaidse, der seinen Kopfball freistehend in die Arme von FCU-Keeper Sebastian Fritz beförderte (32.). Zehn Minuten zuvor hatte Andreas Faber die größte Chance der Gastgeber versiebt, als er alleine durch war, aber daneben schoss. Nach der ausgeglichenen ersten Hälfte halfen die Grün-Weißen einmal mehr dem Gegner auf die Sprünge: Zwei Abwehrspieler rutschten weg, ein dritter hätte noch eingreifen können, trotzdem kam Torwart Kevin Mertes etwas voreilig aus seinem Gehäuse, was es dem Schützen Sali Aliji einfacher machte, Unterföhring in Führung zu bringen (57.).

„Ein vermeidbares Tor“, ärgerte sich Joppa. Das 2:0 durch Fabers präzisen Kopfball ins lange Eck nach einem schönen Spielzug über die rechte Seite war hingegen kaum zu verhindern (65.). Im 3:0 sah Joppa dann aber „wieder ein typisches Grünwald-Geschenk. Unsere Hintermannschaft spielt nach einem abgewehrten Ball hin und her, bis Bastian Fischer dazwischen spritzt.“

Der Unterföhringer sorgte so in der 79. Minute für die endgültige Entscheidung, obwohl die Gäste gegen Ende dann doch noch Zug zum Tor entwickelten: Harouna Boubacar verkürzte nach einem Einwurf von der Eckfahne mit einem Treffer aus spitzem Winkel (86.) und Luis Heinzlmeier hatte Pech mit einem Schuss an die Unterkante der Latte (90.). „Wenn der reingeht…“, ließ Joppa anklingen, dass er sich von der vierminütigen Nachspielzeit dann noch echte Spannung versprochen hätte.

So aber blieb es bei einer 1:3-Niederlage, die nicht nötig gewesen wäre: „Wir waren spielerisch nicht schlechter als Unterföhring, allerdings haben sie ein paar Zweikämpfe mehr gewonnen und waren irgendwie konsequenter“, sagte Joppa mit Blick auf die eigenen Schwächen in den entscheidenden Zonen vorne und hinten. (um)

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