Noch Hoffnung auf den Aufstieg 

TSV Hartpenning und TSV Schliersee: Bereit für die Kreisklasse

Werner Klinke, Trainer des TSV Hartpenning (links) und Sebastian Fischer, Trainer beim TSV Schliersee (rechts) hoffen beide noch auf den Aufstieg.
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Werner Klinke, Trainer des TSV Hartpenning (links) und Sebastian Fischer, Trainer beim TSV Schliersee (rechts) hoffen beide noch auf den Aufstieg.

Der TSV Hartpenning und TSV Schliersee würden sich freuen, wenn sie doch aufsteigen dürften. Die beiden Vereine sind momentan noch in der A-Klasse zu Hause, die Hoffnung ist noch da. 

Hartpenning/Schliersee – Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) lässt den Vereinen die Wahl, will nicht von oben delegieren, sondern die Stimme der Basis hören. Die Verantwortlichen geben die Entscheidung darüber, wie die abgebrochene Saison 2019/21 nun endgültig gewertet werden soll, jedenfalls wieder zurück in die Hände der Vereine. Sie können nun darüber abstimmen, ob es nach der Tabelle nach Quotienten-Regelung Auf- und Absteiger geben soll oder eben nur Aufsteiger – dafür dann allerdings nicht nur diejenigen Teams auf den direkten Aufstiegsrängen, sondern eben auch die auf Plätzen, die zur Relegation berechtigen würden (wir berichteten).

Davon profitieren würden im Landkreis Miesbach zwei Mannschaften aus den A-Klassen. Der TSV Schliersee würde hinter dem SV Bayrischzell als designierter Vizemeister aus der A-Klasse 3 aufsteigen. In der benachbarten A-Klasse 4 liegt nach der Quotienten-Rechnung (eingefahrene Punkte geteilt durch absolvierte Spiele) der TSV Hartpenning hauchdünn als Tabellenzweiter vor dem SV Wackersberg, der gleich fünf Partien weniger auf dem Konto hat. 

„Uns kommt jetzt zugute, dass wir im Herbst unsere Spiele gespielt haben“, sagt Hartpennings Trainer Werner Klinke, dem aber auch bewusst ist, dass letztlich nach dieser Saison keine zu 100 Prozent faire Lösung gefunden werden kann. Denn die Wackersberger entschieden sich als Vorsichtsmaßnahme im vergangenen Herbst dagegen, am Spielbetrieb teilzunehmen.

„Wir wären natürlich lieber sportlich als am grünen Tisch aufgestiegen“

In den bisher absolvierten Spielen seit Herbst 2019 hat derTSV Hartpenning 2,17 Punkte pro Spiel geholt, der SV Wackersberg 2,15 Punkte pro Spiel. „Ich bin sehr überrascht und hätte nicht damit gerechnet, dass wir noch die Chance auf den Aufstieg bekommen“, erzählt Klinke, betont aber gleichzeitig: „Wir wären natürlich lieber sportlich als am grünen Tisch aufgestiegen.“

Dennoch wolle er seinen Spielern den Aufstieg nicht verwehren und die Herausforderung Kreisklasse annehmen, sollten die Vereine überwiegend für die Lösung votieren. „Nach den vergangenen Jahren, in denen es bei uns häufig in der Rückrunde sowohl nach unten als auch nach oben nichts mehr möglich war, will ich ihnen das nicht nehmen“, sagt Klinke.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass wir ein Stockwerk höher auch mithalten können“

Auch beim TSV Schliersee nehme man den Aufstieg gerne mit, erzählt Trainer Sebastian Fischer. Auch verbunden mit dem höheren Abstiegsrisiko, das durch mehr Absteiger in den kommenden Saisons entstehen würde. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir ein Stockwerk höher auch mithalten können“, sagt Fischer. Außerdem würden die Ligen bei womöglich mehr Aufsteigern auch tendenziell etwas schwächer. „Ich bin schon aufgestiegen und auch abgestiegen“, erklärt Fischer weiter. „Und rückblickend war es das auf jeden Fall wert.“

Nach mehr als zehn Jahren in der A-Klasse würde der TSV Schliersee die Liga verlassen und in der Kreisklasse spielen. Hartpenning würde nach dem Abstieg in der Saison 2015/16 nach fünf Jahren Abstinenz wieder in die Kreisklasse zurückkehren. Die Vereine können zwischen 14. und 18. Mai bei einer Online-Abfrage abstimmen. Die Entscheidung fällt per einfacher Mehrheit, also ab 50,1 Prozent. 

(MICHAEL EHAM)

Quelle: Merkur.de

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