Online-Jahreshauptversammlung

TSV Isen plant eine Beachvolleyballanlage

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Der Nachbar aus St. Wolfgang hat bereits eine Beachvolleyballanlage.

Die Mitglieder segnen bei der Jahreshauptversammlung ein 50 000-Euro-Budget ab. Weitere Projekte könnten ein Kunstrasenplatz und die Erweiterung des Freizeitheims werden.

Isen – Die Kasse des TSV Isen ist gut gefüllt. Laut Schatzmeister Olaf Textor hatte der solide wirtschaftende Club zum 31. Dezember 2020 rund 342 000 Euro auf dem Konto. „Gemeinnützige Vereine sollen nicht Vermögen aufbauen“, sagte er, fügte aber sofort hinzu: „Für das, was wir vorhaben, bedarf es auch des Kapitals.“ Deshalb habe der TSV Rücklagen gebildet. Denn der 1500 Mitglieder starke und rührige Verein hat einiges vor. Den Anfang will der TSV mit einer Beachvolleyballanlage machen.

Der ohne Gegenstimme wiedergewählte Vorsitzende Lutz Seeger (Bericht folgt)teilte in der Jahreshauptversammlung, die via Zook-Konferenz abgehalten wurde, die Wünsche des TSV in Träume und konkrete Pläne ein. Den Bau eines neuen Sportgeländes oder eines weiteren Fußballplatzes hält er als „für die nahe Zukunft unrealistisch“. Sehr gut könne er sich aber vorstellen, einen Kunstrasen auf einem bereits bestehenden Platz oder auf der Spitzwiese zu verlegen. „Dadurch könnten wir die Anzahl der Trainingsstunden und somit auch die Kapazitäten erhöhen“, erklärte Seeger. Zudem soll das Freizeitheim erweitert werden, um die Schulturnhalle zu entlasten – zugunsten der Badminton-, Tischtennis- und Volleyball-Abteilung. Seeger zeigte sich fest entschlossen, diese Vorhaben anzugehen. Das Wohlwollen der Gemeinde bekam er am Freitagabend von Bürgermeisterin Ingrid Hibler auch schon mal zugesichert.

Aber jetzt ist erst einmal der „Beachvolleyballdoppelplatz“ an der Reihe. Er soll westlich der Isen entstehen und vom Sportgelände aus über eine Brücke erreichbar sein. Der Grundstücksbesitzer würde den Boden zur Verfügung stellen, berichtete Seeger. Die Gespräche mit der Bürgermeisterin seien erfolgt, erste Anträge lägen bereits bei den zuständigen Behörden, denn die Ideen des Vereins sind schon weit gereift. Praktischerweise ist einer der Volleyballer im Verein auch Architekt, der schon konkrete Zeichnungen anfertigte. „So eine Anlage braucht ein ordentliches Fundament und eine Umzäunung, damit es nicht zum Katzenklo wird“, erklärte Seeger. Das Tor werde aber immer geöffnet sein, damit neben den TSV-Mitgliedern auch die Allgemeinheit dort spielen kann. Für die Freizeitspieler wäre einer der beiden Plätze frei, während der andere den TSV-Volleyballern das Training garantiere. Detailfragen zu Wasseranschluss und möglichem Geräteschuppen. würden noch geklärt.

In der Jahreshauptversammlung bat der Vorstand die Mitglieder, ein Budget von 50 000 Euro sowie 15 Prozent Spielraum zu gewähren. Hinzu kämen noch die vom BLSV koordinierten staatlichen Zuschüssen und eventuell noch finanzielle Unterstützung von der Kommune.

Die rund 50 anwesenden Mitglieder stimmten bis auf eine Gegenstimme und ein paar Enthaltungen für den Antrag. Einige Mitglieder der Fußballabteilung wiesen aber darauf hin, dass auch bei ihnen dringender Handlungsbedarf bestehe. „Ihr könnt gern mal am Montagabend vorbeischauen“, erzählte Manfred Grosse vom Training mit 60 Leuten auf zweieinhalb Plätzen.

Seeger zeigte Verständnis für die Situation der Fußballer, man müsse aber auch das Gesamtangebot des Vereins im Auge haben. „Wir haben weit über 100 Volleyballer und sieben Mannschaften im Spielbetrieb. Der Kunstrasen sei eine Lösung für den Fußball, aber man müsse schon auch den Kostenrahmen sehen. „Die Beachanlage hat mit 50 000 Euro die Größenordnung eines Neuwagens, beim Kunstrasen liegen wir zwischen 300 000 und 600 000 Euro. Das ist ein Eigenheim.“  pir

Freizeitheim soll
erweitert werden

Nur eine
Gegenstimme

Quelle: Merkur.de

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