Basketball

TSV Jahn Freising: Das bange Warten geht weiter

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„Wir haben eigentlich alles richtig gemacht.“ Jahn-Trainer Holger Prote sah das vielleicht beste Spiel seines Teams in dieser Saison. Die anschließende Nachricht vom Sieg der Milbertshofener musste auch er erst einmal verdauen.

Spiel gewonnen – und am Ende doch alles verloren? So lautet die bange Frage im Lager der Basketballer des TSV Jahn Freising. In der letzten Saisonpartie siegten sie bei München Basket zwar souverän mit 94:81 (21:19, 41:36, 63:57). Das große Aber: Zeitgleich bezwang Mitkonkurrent MIL Baskets Milbertshofen den Tabellendritten Dachau Spurs mit 78:74. Die Freisinger sind im Endklassement der 2. Regionalliga Süd damit Vorletzter. Ob sie nun definitiv in die Bayernliga absteigen, entscheidet sich Anfang Mai.

Freising – Fast zwei Stunden dauerte das Match am Samstagabend in München. Und am Ende feierten die mitgereisten Fans und das Jahn-Team zunächst den Sieg über die Gastgeber. Es war eines der besten Saisonspiele, vielleicht sogar das beste. Dem Jubel beigemengt war natürlich die bange Frage: Wie hat Milbertshofen gegen Dachau gespielt? Zur Erinnerung. Die Freisinger benötigten Dachauer Schützenhilfe, um mit Milbertshofen gleichzuziehen, dann wegen des gewonnenen direkten Vergleichs Drittletzter zu sein und somit den Erhalt der 2. Regionalliga in der Tasche zu haben.

Jahn-Trainer Holger Prote hatte im Vorfeld allen strikt verboten, während der Partie einen Kontakt nach Milbertshofen herzustellen. Seine Akteure sollten sich bis zur letzten Minute auf ihr Spiel konzentrieren. Prote hatte mit Dachaus Headcoach Igor Jurakic vereinbart, dass er unmittelbar nach Ende des Matches anruft. Und dann die bittere Nachricht: Die Milbertshofener hatten das Fernduell für sich entschieden.

Prote saß nach dieser Botschaft noch minutenlang einsam und verlassen auf seinem Trainerstuhl, um das alles zu verarbeiten. „Wenn man bei München Basket so klar gewinnt, hat man eigentlich alles richtig gemacht. Das war ein sehr, sehr gutes Spiel unserer Mannschaft“, so Protes erste Stellungnahme.

Die Freisinger hatten in den ersten Minuten etwas Probleme, ihren Rhythmus zu finden, gingen jedoch engagiert und couragiert zur Sache. Die demoralisierende 77:78-Heimniederlage vor Wochenfrist gegen Weilheim war offensichtlich verarbeitet. Allerdings bestimmten die Münchner zunächst das Geschehen und lagen in der Anfangsphase in Führung. Dank einer konsequenten Mann-Mann-Verteidigung bekamen die Jahn-Basketballer ihren Gegner aber immer besser in den Griff: Bereits am Ende des ersten Viertels lagen sie vorne und bauten dann den Vorsprung kontinuierlich aus. „Die Mannschaft hat sehr clever gespielt – und vor allem nervenstark“, lobte Prote. Seine Jungs ließen sich auch nicht aus dem Konzept bringen, als München zwischenzeitlich versuchte, das Match zu drehen. Im Gegenteil: Die Jahn-Jungspunde konnten in der Schlussphase noch zulegen. „Unsere kleinen Durchhänger hatten wir sehr gut im Griff“, urteilte Prote.

Wie schon in einigen Spielen zuvor stand den Freisinger Korbjägern das Glück nicht unbedingt zur Seite. So ein Saisonende schmerze schon sehr, sagte Prote. Nachdem er sich gesammelt hatte, wartete er auf seine Spieler, um danach bei einem gemeinsamen Essen den Sieg bei München Basket richtig zu feiern. Jetzt hoffen die Freisinger, dass sich – wie in den vergangenen Jahren – nur ein Team aus der Liga verabschieden muss.

Quelle: Merkur.de

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