TSV Jetzendorf-Coach Schäffler bekommt seine Wunschlösung

Daniel Stampfl wird Co-Spielertrainer beim TSV Jetzendorf

Eine wichtige Personalentscheidung im Hinblick auf die Saison 2020/2021 hat der TSV Jetzendorf getroffen. Daniel Stampfl (grünes Trikot, hier im Duell mit dem damaligen Sulzemooser Spielertrainer Michael Stiller) wird neuer Co-Spielertrainer und löst so im Sommer den beruflich stark eingespannten Martin Schröder ab.
+
Eine wichtige Personalentscheidung im Hinblick auf die Saison 2020/2021 hat der TSV Jetzendorf getroffen. Daniel Stampfl (grünes Trikot, hier im Duell mit dem damaligen Sulzemooser Spielertrainer Michael Stiller) wird neuer Co-Spielertrainer und löst so im Sommer den beruflich stark eingespannten Martin Schröder ab.

Der TSV Jetzendorf hat bekannt gegeben, dass Daniel Stampfl zur kommenden Saison neuer Co-Spielertrainer wird. Der 29-Jährige war die Wunschlösung.

JetzendorfDer Fußball-Landesligist TSV Jetzendorf hat eine wichtige Position für die kommende Saison neu besetzt – und das intern: Daniel Stampfl, der erst im vergangenen Winter als Spieler zu den Grün-Weißen zurückgekehrt ist, wird Co-Spielertrainer. Er folgt auf Martin Schröder, der den Jetzendorfern als Spieler erhalten bleibt.

Für Coach Alexander Schäffler ist Stampfl die perfekte Lösung: „Ich schätze Daniel extrem, was das Fachwissen betrifft – und als guten Freund. Das ist eine super Geschichte für den Verein und für mich.“

Schröder muss aus beruflichen Gründen kürzertreten

Auch Schröder gehört zu Schäfflers engen Freunden. Beide kennen sich seit frühester Kindheit. Sie lernten gemeinsam in der F-Jugend des SV Weichs und kicken seit der Saison 2012/2013 gemeinsam für den TSV Jetzendorf. Als Schäffler vor der vergangenen Saison Spielertrainer wurde, hatte er Schröder als Co-Trainer an seiner Seite. Und beide führten in ihrer Premierensaison den TSV erstmals in dessen Vereinshistorie in die Landesliga. „Es hätte nicht besser laufen können“, so Schäffler.

Da der 31-Jährige den gleichaltrigen Schröder bestens kennt, war er nicht überrascht, als der ihm mitteilte, dass er sein Co-Traineramt abgeben würde. „Martin muss aus beruflichen Gründen kürzertreten. Der Aufwand als Co-Trainer ist zu groß, als Spieler wird er aber weiter machen“, berichtet Schäffler.

Stampfl war die Wunschlösung

Ein Glücksfall, dass dem TSV kurz zuvor mit Stampfl der Nachfolger zugeflogen ist. „Nachdem Martin gesagt hat, dass er das Amt abgeben muss, war Daniel die Wunschlösung“, sagt Schäffler.

Wie Schröder zählt er auch den 29-jährigen Stampfl zu seinen engen Freunden. Beide spielten mehrere Jahre gemeinsam im Mittelfeld des TSV Jetzendorf, ehe sich Stampfl im Sommer 2016 verabschiedete und Spielertrainer beim TSV Gerolsbach wurde. In seiner ersten Saison führte Stampfl die Gerolsbacher zur Meisterschaft und stieg in die Kreisliga Ostschwaben auf; in der zweiten hielt er die Klasse. In Sachen Trainererfahrung ist er damit dem zwei Jahre älteren Schäffler etwas voraus. Auch deshalb der über seinen neuen Assistenten: „Ich kann auf jeden Fall auch von Daniel lernen.“

Nachdem Stampfl eine Auszeit vom Fußball genommen hatte, wurde es im Sommer konkreter mit einem Wechsel nach Jetzendorf. „Wir haben locker darüber geredet“, so Stampfl. Mehr war erst einmal nicht. Doch Schäffler ließ nicht locker: „Im Winter habe ich Daniel dann soweit gehabt – und ich habe gemerkt, dass er Verantwortung übernehmen will.“ Stampfl war jedoch als Verstärkung für die Rückrunde eingeplant. Er machte die komplette Vorbereitung mit und sagt, dass er bereit gewesen wäre. Dann kam die Unterbrechung aufgrund der Coronavirus-Pandemie.

Stampfl: „Wichtig ist, dass wir mit einem Plan ins Spiel gehen“

Es wird von Woche zu Woche wahrscheinlicher, dass Stampfl nicht als Spieler, sondern in seiner Funktion als Co-Spielertrainer startet, wenn es weiter geht. Ob er und Schäffler dann gemeinsam auf dem Platz stehen werden, entscheiden beide situationsbedingt.

„Wir werden vor jedem Spiel versuchen, die beste Lösung zu finden. Ob wir beide spielen oder nur einer und wer das dann ist, werden wir vor jedem Spiel entscheiden. Vielleicht wechseln wir uns auch ab“, sagt Stampfl.

In Gerolsbach legte er großen Wert darauf, dass seiner Mannschaft eine klare Struktur anzumerken ist. „Wichtig ist, dass wir mit einem Plan ins Spiel gehen – und dass man das auch von außen sieht“, so der 29-Jährige. Beim TSV Gerolsbach war ihm dies innerhalb kurzer Zeit gelungen.

Schäffler und Stampfl sind auf einer Wellenlänge

Auch deshalb erhofft sich Schäffler einen positiven Impuls für den TSV. „Ich bin total überzeugt von Daniel. Wir hoffen alle, dass wir mit ihm noch einmal eine Stufe drauflegen können“, so der Cheftrainer. Und weiter: „Was Fußball betrifft, liegen wir ohnehin auf einer Wellenlänge.“

Das merkte er während der gemeinsamen Zeit im Mittelfeld der Jetzendorfer. „Schon damals haben wir uns über die Spielweise Gedanken gemacht“, so Schäffler.

Mit den Winterabgängen Rene Hamann (Pipinsried) und Stefan Kellner, der Spielertrainer bei seinem Heimatverein DJK Langenmosen wird, können beide nicht mehr planen. „Alle anderen Spieler bleiben nach jetzigem Stand an Bord“, sagt Schäffler. Doch dabei soll es nicht bleiben. „Wir werden uns nach neuen Spielern umschauen - derzeit ist die Situation jedoch unklar“, so der Trainer weiter. Sicher ist, dass der TSV auch in der kommenden Saison sehr junges und ambitioniertes Trainer-Duo stellen wird.

Text: Moritz Stalter

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare