TSV Murnau - DJK Otting 3:2

TSV Murnau: Auf das Sturmtrio ist Verlass

Der Tabellenführer hat gut lachen: Franziska Fischer (r.), Simone Goldhofer (M.) und Annika Doppler (l.) vom TSV Murnau.
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Der Tabellenführer hat gut lachen: Franziska Fischer (r.), Simone Goldhofer (M.) und Annika Doppler (l.) vom TSV Murnau.

Trotz 3:2 Sieg ist Coach Tobias Weber unzufrieden: „Mit großem Abstand unsere schlechteste Leistung.“

Murnau –- Direkt nach dem 3:2-Sieg vermeldete der TSV Murnau im Internet: Die Fußball-Frauen sind Tabellenführer der Bezirksoberliga. Die Kulisse passte zu diesem freudigen Ereignis. 100, vielleicht gar 150 Gäste standen am Sportplatz. Im Grunde stimmte alles - nur der Auftritt nicht.

„Mit großem Abstand unsere schlechteste Leistung“, sagt Trainer Tobias Weber. Er war dem Team nicht böse, das ganze Duell war wie verhext gewesen. Praktisch keine Minute verging ohne Unterbrechung. Zweimal ließen sich Spielerinnen lange behandeln. Es wurde viel mit dem Schiedsrichter geschimpft. Für Weber fühlte es sich an, als würde sein Team „90 Minuten in Unterzahl“ agieren. Nicht nur einen Schritt, sondern gleich fünf Meter seien die Murnauerinnen von Otting entfernt gewesen. „Ich habe keine Erklärung dafür – und die Spielerinnen auch nicht“, sagt er.

Auf das Sturmtrio ist Verlass

Ein großer Anteil gebührt den Gästen. Warum die DJK-Fußballerinnen nur auf Rang acht stehen, konnte sich keiner erklären. Erfrischend offensiv gingen sie Murnau an, furchtlos vor dem TSV und seiner Tormaschine. „Die waren richtig gut“, fand der TSV-Coach. Bei beiden Gegentoren nutzten sie grobe Schnitzer der Murnauerinnen. Eine Fehlerkette wie beim 2:3 mit vier Kurzschlüssen hintereinander „habe ich noch nie gesehen“, bestätigt Weber. Einzig Marlene Reindl als Linksverteidigerin habe Normalform erreicht. Einen positiven Aspekt fand Weber dann doch: die Chancenverwertung. Murnaus Sturmdreieck - bestehend aus Annika Doppler, Franziska Fischer und Eva Zöller - schlug zu. Gemeinsam haben die drei Frauen nun schon 32 Mal getroffen (in 13 Partien). Die ersten beiden Tore von Zöller (5.) und Fischer (9.) waren ansehnlich herausgespielt. Das entscheidende gelang Doppler nach einem Freistoß.

Insgesamt gesehen nicht schön. Aber wie sagt Weber: „Man muss auch schlechte Spiele gewinnen.“  

Andreas Mayr

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