Zwei Teams außer Form

Würmtal-Derby als Krisenhelfer: TSV Neuried II und TSV Gräfelfing brauchen dringend Punkte

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Im Hinspiel gewann Gräfelfing um Michael Gruber (vorne) gegen Neurieds Reserve mit Dominik vom Hau.

Im Derby treffen mit TSV Neuried II und TSV Gräfelfing zwei formschwache Teams aufeinander. Während Neuried tief im Abstiegskampf steckt, wollen die Wölfe diesem entgehen.

Neuried/Gräfelfing – Dass der TSV Neuried II auf einem Abstiegsplatz überwintern wird, ist bereits klar. Aktuell weisen die Neurieder fünf Punkte Rückstand auf die Relegationsränge auf, die direkten Nichtabstiegsplätze sind bereits zehn Punkte entfernt. Mit einem Sieg im letzten Spiel vor der Winterpause, dem Derby zu Hause gegen den TSV Gräfelfing, könnte sich das Team von Coach Hüseyin Sözer in eine bessere Ausgangslage für die erhoffte Aufholjagd im Frühjahr bringen (Samstag, 17.30 Uhr, Am Sportpark). Doch dafür müssen die Neurieder ihren Negativlauf durchbrechen. 0:6, 1:4 und 1:4 lauteten die jüngsten Ergebnisse.

Gegenfurtner sieht ausgeglichene Verhältnisse - Sözer widerspricht

Auch Gräfelfing ist außer Form, verlor zuletzt ebenfalls dreimal am Stück und muss bei nur noch sechs Punkten Vorsprung auf die Relegationsränge aufpassen, nicht tiefer in den Abstiegskampf zu geraten. Bernd Gegenfurtner sieht sein Team beim Tabellenvorletzten nicht in der Favoritenrolle. „Ich denke, dass das ein Spiel auf Augenhöhe ist“, sagt der Wölfe-Coach.

Sein Neurieder Pendant, Sözer, stimmt da nicht zu: „Formschwach hin oder her, auf dem Papier sind sie der Favorit.“ Chancenlos sieht Sözer sein Team aber keineswegs. „Sie haben ein, zwei individuell sehr gute Spieler, mit dem Rest der Mannschaft können wir aber mithalten.“

Das Hinspiel entschied Gräfelfing durch zwei Tore von Jose Vieira mit 2:0 für sich. Neuried hatte damals mehr Spielanteile, wurde aber von den Wölfen ausgekontert. „Neuried wird seine Art, Fußball zu spielen, nicht ändern. Sie werden über die Außen spielen und versuchen, ihre Verteidiger nach vorne zu bringen“, sagt Gegenfurtner.

Sözer bestätigt diese Vermutung zumindest teilweise und kündigt an: „Wir werden wie immer versuchen, das Spiel zu machen.“ Sein Team hat in dieser Saison bei aller spielerischen Klasse mit zwei Problemen zu kämpfen: der mangelnden Torgefahr (nur neun Tore in 13 Spielen) und individuellen Fehlern in der Defensive.

Gräfelfing machen die Ausfälle zu schaffen

Den Gräfelfingern macht vor allem die Personalsituation zu schaffen. In der Defensive ist nach den schweren Verletzungen von Kapitän Simon Schmidt und Rechtsverteidiger Florian Holztrattner (beide Kreuzbandriss) Not am Mann. Auch Sedin Karahasan fällt mit Bänderriss aus. „Uns fehlen zwei aus der Viererkette. Und gerade, wenn Innenverteidiger fehlen, hat das bei uns meist nicht gut ausgeschaut“, sagt Gegenfurtner.

Philipp Vogel wird wohl ins Abwehrzentrum rücken, seinen Platz links in der Kette wird Thomas Bartmann einnehmen. Den ausgedünnten Kader wird Gegenfurtner mit Spielern aus der Reserve auffüllen, etwa Mateo Pranjic oder Kadir Sönmezcicek. Der ehemalige Neurieder Florian Falkenhain konnte nach seinem Wadenbeinbruch erstmals wieder trainieren und wird auch auf der Bank Platz nehmen.

na

Quelle: Merkur.de

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