Neuer Trainer für die zweite Mannschaft

TSV Neuried II: Georg Bakalorz übernimmt - Offensiv, integrativ und impulsiv

„Kennenlern-Phase“: Am Dienstag hielt Georg Bakalorz (vorne) seine erste Trainingseinheit als neuer Coach des TSV Neuried II ab.
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„Kennenlern-Phase“: Am Dienstag hielt Georg Bakalorz (vorne) seine erste Trainingseinheit als neuer Coach des TSV Neuried II ab.

Nachdem Trainer Zgud zum Bezirksliga-Team aufgerückt ist, übernimmt Georg Bakalorz die zweite Mannschaft des TSV Neuried. Der 57-Jährige möchte offensiv spielen lassen.

Neuried – Im Trainergeschäft ist Georg Bakalorz, der neue Coach der zweiten Herrenmannschaft des TSV Neuried, schon eine ganze Weile tätig. Zu seiner ersten Station kam er auf einem im Amateurfußball häufigen Weg: Die Bambini-Mannschaft seines Sohns Thomas beim SC Unterpfaffenhofen-Germering benötigte einst einen Trainer, und Papa Georg, der bereits als Spieler für den SCU aufgelaufen war, erklärte sich bereit auszuhelfen. „Das war die klassische Vater-Sohn-Geschichte“, erinnert sich der 57-Jährige.

Zwar trainierte Vater Georg schon ab der E-Jugend nicht mehr seinen Sohn (Bakalorz: „Es ist auch gut, wenn es dann mal einen Cut gibt“), dem Trainerjob blieb er dennoch treu. In Unterpfaffenhofen, beim SV Germering und dem FC Puchheim hat er, wie er selbst sagt, „schon alles von Bambini bis U19 trainiert“. Im Herrenbereich war Bakalorz außerdem für verschiedene zweite Mannschaften im Spielklassenbereich B- und C-Klasse verantwortlich: beim FC Traubing, beim FC Puchheim und zuletzt bei der SG Söcking/Starnberg.

„Der Verein macht eine klasse Jugendarbeit und es ist mir wichtig, die Jugendspieler, die rauskommen, einzubauen und zu integrieren“

Georg Bakalorz über seine neuen Spieler

Nun also die Reserve des TSV Neuried, die nach dem Abstieg aufgrund der Quotienten-Regelung (QR) in der kommenden Saison wohl in der Kreisklasse antreten wird. „Natürlich hat man hier größere Möglichkeiten und kann die Dinge besser umsetzen als in der B-Klasse, wo manches etwas lockerer gesehen wird“, sagt Bakalorz. Die lange Zeit im Jugendbereich sieht er als Vorteil für seine zukünftige Aufgabe, da die Mannschaft hauptsächlich aus jungen Spielern besteht. „Der Verein macht eine klasse Jugendarbeit, und es ist mir wichtig, die Jugendspieler, die rauskommen, einzubauen und zu integrieren“, so Bakalorz.

Zum Kontakt mit dem TSV kam es – wie einst bei den Bambini – über seinen Sohn Thomas. Den lotste der damalige Trainer der zweiten Mannschaft, Maximilian Zgud, vor gut einem Jahr nach Neuried, nachdem er zwischenzeitlich eine Fußball-Pause eingelegt hatte. Da Zgud zur Bezirksliga-Mannschaft aufrückte (wir berichteten), wo sich auch Thomas Bakalorz in der Vorbereitung beweisen darf, fragte der Ex-Coach bei Georg Bakalorz an, ob er sich seine Nachfolge vorstellen könnte – und stieß auf offene Ohren.

Georg Bakalorz: Impulsiv, Disziplin und Offensive

Als Trainer sei er in gewissen Dingen ähnlich wie sein Vorgänger und künftiger Trainerkollege, findet der neue Coach: „Wir sind beide ziemlich impulsiv und wollen zu 150 Prozent den Erfolg.“ Darüber hinaus charakterisiere ihn, dass er hohen Wert auf Disziplin und eine hohe Trainingsbeteiligung lege. In Sachen Spielstil beschreibt sich Bakalorz als Freund des Offensivfußballs: „Lieber bekomme ich ein, zwei Tore mehr und schieße dafür vier oder fünf.“

Sein neues Team ist eine der Mannschaften, die unter der nach Paragraf 93 getroffenen Abstiegsregelung zu leiden hatte und trotz noch sieben ausstehenden Partien mit einem Quotienten von 0,58 als Vorletzter aus der Kreisliga 2 abstieg. „Wir nehmen das sportlich und gehen damit positiv um“, sagt der neue Trainer und kündigt gleichzeitig an: „Wir wollen angreifen und natürlich so schnell wie möglich den Wiederaufstieg schaffen.“ Der Grundstein dafür soll während der Anfang Juli startenden Vorbereitung gelegt werden. Zuvor steht laut Georg Bakalorz jedoch erst einmal eine „Kennenlern-Phase“ mit dem Team an.

(Tobias Empl)

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