Grünwalder Stadion: Nun ist klar, wie viele Zuschauer maximal reinpassen könnten

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Der 28-Jährige ist seit seiner Geburt Vereinsmitglied beim TSV

Stefan Heller: Der Vollblut-Neurieder

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Ob als Trainer oder als Spieler -  Stefan Heller (l.) blieb dem TSV Neuried immer treu. 

Neuried – Seit der Geburt ist Stefan Heller Vereinsmitglied beim TSV Neuried, und das Prädikat „Vollblut-Neurieder“ hat er sich redlich verdient

VON TOBIAS EMPL

Von seinen 28 Lebensjahren hat er über zwei Drittel für den TSV Fußball gespielt und war mehr als die Hälfte davon als Trainer tätig.

Insgesamt 15 Jahre lang hat Heller nahezu ununterbrochen verschiedene Teams trainiert, zuletzt führte er gemeinsam mit Josip Hrgovic die Damenmannschaft in die Bezirksoberliga (wir berichteten). Doch nun ist erst einmal Schluss. „Nach 15 Jahren ist ein bisschen mehr Freizeit auch mal ganz schön“, sagt Heller, der in Neuried aufgewachsen ist, aber inzwischen in der Münchner Innenstadt wohnt.

In der vergangenen Saison war er dennoch bis zu sieben Tage am Stück im Sportpark anzutreffen, ob als Trainer der Damen, Spieler der dritten Mannschaft oder auch als emotionaler Zuschauer bei den Auftritten der Ersten. Den Trainerjob lässt er vorerst ruhen, das Kicken in der dritten Mannschaft macht Heller aber weiterhin großen Spaß. Für einen zusätzlichen Motivationsschub sorgte der Aufstieg in die B-Klasse, an dem er selbst mit dem entscheidenden Treffer zum 3:2-Sieg im vorletzten Saisonspiel bei Sentilo Blumenau II maßgeblichen Anteil hatte.

Dabei schien die Liebe zum Fußball zwischenzeitlich erkaltet. Heller begann bereits mit fünf Jahren, im Verein zu spielen, mit 13 hatte er jedoch keine Lust mehr. Hätte damals niemand mehr mit ihm gesprochen, hätte der Jugendliche dem Fußball womöglich für immer den Rücken gekehrt. Doch Peter Gleixner, jahrelang Leiter der Neurieder Fußball-Abteilung, bot Heller an, gemeinsam mit ihm eine Mannschaft zu trainieren. Er nahm das Angebot an und entdeckte, zunächst als G-Jugendtrainer, seine Leidenschaft für den Sport neu. Vier Jahre später begann er auch wieder, selbst aktiv zu spielen. Noch immer ist er seinem Förderer Gleixner dankbar: „Peter hat damals den Startschuss gegeben“, meint Heller rückblickend. Auch wenn es heutzutage immer schwieriger wird, jemanden fürs Ehrenamt zu begeistern, ist das Erfolgsrezept laut Heller weiterhin das gleiche wie damals: „Du musst im richtigen Moment die richtigen Leute ansprechen.“

Die schönste Zeit als Trainer war für ihn die Zusammenarbeit mit Christopher Utz, dem ehemaligen Neurieder Geschäftsführer, der in der vergangenen Saison zwischenzeitlich als Cheftrainer der ersten Mannschaft zurückgekehrt war. Beide waren insgesamt vier Jahre lang gemeinsam für den 2000er-Jahrgang verantwortlich, von dem viele Spieler in dieser Saison in den Herrenbereich aufgerückt sind. Besonders freut es Heller, wenn er von Zeit zu Zeit mit ehemals von ihm trainierten Jugendspielern gemeinsam zu einem gemütlichen Spiel in der dritten Mannschaft aufläuft.

Insgesamt sieht er seinen Herzensverein auf einem guten Weg. Er findet: „Wo wir angefangen haben und wo wir jetzt stehen – das ist eine unfassbare Entwicklung.“ Über die Veränderungen des Vereins und die immer professionelleren Strukturen sagt er: „So lange der Neurieder Kern gehalten wird, ist das alles positiv. Wichtig ist, dass der TSV Neuried weiterhin ein Verein für Neurieder ist – und für jeden, der sich so fühlt.“

Quelle: Merkur.de

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