Vorschauen A-Klasse 6 

Oberammergau forsch vor Partie gegen SVU II – FCM fast ohne Ausfälle

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Tiefenentspannt sieht Eschenlohes Trainer Thomas Hesse (l.) dem Derby gegen Ohlstadt/Grafenaschau entgegen. Kein Wunder, nach zweiwöchigem Kroatien-Urlaub.  

In der Rolle des Spitzenreiters gefällt sich die SG Oberau/Farchant gut. Um dieses Bild zu wahren, muss die neu gegründete Spielgemeinschaft ihrem Anspruch bei der Antdorfer Reserve gerecht werden.

Landkreis – Die Derbys in der Fußball-A-Klasse 6 finden jedoch im Tabellenkeller statt. Der TSV Oberammergau hofft gegen Uffings zweite Garnitur auf den ersten Dreier nach dem Aufstieg. Ein brisantes Nachbarschaftsduell gibt es zwischen Eschenlohe und der SG Ohlstadt II/Grafenaschau.

TSV Oberammergau – SV Uffing II

Der bisher sieglose TSV Oberammergau empfängt den SV Uffing II. Markus Mayer, Trainer der Ammertaler, ist nach dem ersten Punktgewinn in Habach voller Zuversicht. „Wir wollen den Dreier holen. Der Knoten muss jetzt platzen.“ Sein Gegenüber Florian Neuner will trotz der angespannten Personalsituation beim SVU mit seiner Mannschaft keinesfalls leer ausgehen. „Gegen einen Aufsteiger muss schon ein Punkt her.“ Mayers Euphorie speist sich aus dem forschen Auftritt seines Teams in Habach. Dort hielt der TSV wie schon zuvor bei der SG Oberau/Farchant zwar gut mit, der Ertrag mit nur einem Punkt aus den ersten drei Partien ist aber zu wenig, um in der Klasse zu bestehen. Der Aufsteiger will unbedingt den ersten Sieg. „Wir haben uns nicht mit dem Gegner befasst, denn wir machen unser Spiel“, sagt Mayer selbstbewusst. Verzichten muss er weiterhin auf Moritz Korntheuer, der im Urlaub ist. Drei seiner Stammkräfte gehen angeschlagen in die Partie. Stefan Drewing und Aron Wilhelm fingen sich zuletzt leichte Blessuren ein. Und Keeper David Rutz ist noch nicht zu 100 Prozent fit, will es aber ebenso wie die beiden anderen probieren. Kann Rutz nicht ins Tor, springt Albert Huber ein. Kein Problem für den Coach: „Der Albert ist auch eine Macht.“

Akute Personalprobleme plagen indes den Gast vom Staffelsee. Aufgrund der vielen Verletzten in der Ersten Mannschaft rutschen Fabian Pflüger, Ulrich Dürr und Dominik Mayr nach oben. „Mit einem Punkt wäre ich daher zufrieden“, sagt Neuner, der mit Leo Lebhard (35) einen AH-Kicker ins Ammertal mitnimmt. Dazu füllen zwei bis drei Akteure der Dritten den Kader auf. Sollte sich die personelle Situation weiter verschärfen, will der 36-jährige Neuner selbst eingreifen. „Dann spiele halt ich.“ akr

SV Eschenlohe – SG Ohlstadt II/G’aschau

In einem zweiwöchigen Aufenthalt in Kroatien hat Thomas Hesse frische Kräfte getankt. Viel zu hadern gab es in der neuen Saison noch nicht, absolvierte der SVE doch erst eine Begegnung. Die aber ist für Hesse Indikator für das Leistungsvermögens seines Teams. „Das Remis in Oberau scheint inzwischen mehr wert zu sein als anfangs gedacht“, sagt Eschenlohes Übungsleiter mit Blick auf den starken Saisonstart der SG Oberau/Farchant. Der suboptimale Tabellenplatz ist daher kein Problem. „Noch ist alles im Plan“, versichert Hesse. Als maßgeblichen Faktor für Sonntag sieht er die „körperliche und geistige Frische“ beider Teams. In der Urlaubszeit gibt es in jeder Mannschaft diverse Spieler, die wenig Trainingseinheiten vorzuweisen haben. „Die Ausdauer wird ein großer Aspekt sein“, glaubt Hesse, der Michael Schleicher und Severin Führler ersetzen muss.

Ähnlich unaufgeregt sieht man die Lage bei der SG Ohlstadt/Grafenaschau. Ein Spiel gegen Grainau zu verlieren, sei kein Drama, stellt Tobias Fischbach klar. „Wir haben halt kein Tor gemacht.“ Der Mangel beim Abschluss ist bereits in der Vorbereitung offenkundig geworden. Aber: „Die Mannschaft ist jung und darf Fehler machen.“ Keinerlei Abstriche lässt Fischbach indes in Sachen Engagement zu. „Wohin ich laufe, sollte ich schon wissen“, ebenso, dass „unsere Stürmer nach hinten arbeiten müssen“. Personal steht indes ausreichend zur Verfügung. Patrick Lanz wird wegen einer Blessur passen müssen, und Felix Jochner weilt für vier Wochen in Übersee. Dafür kann Fischbach auf einen Einsatz der Kreisliga-Kicker Maximilian Baumann und Tobias Reißl hoffen.  or

FC Mittenwald – SV Eberfing

Im vergangenen Halbjahr sprach Helmut Schug ausnahmslos mit gedämpfter Stimme über die schwierige Personalsituation, zählte der Coach meist ein halbes Dutzend an Ausfällen auf. Nicht so an diesem Wochenende. Mit weichem Timbre verkündet der 63-Jährige zum eigenen Erstaunen, dass der FCM „so gut wie lange nicht“ aufgestellt sei. Klar, einigen Rückkehrern fehlt es gewaltig an Training. Doch alleine die Zahl der einsatzfähigen Kicker ist für den Coach absolutes Neuland. „So lange ich jetzt Trainer bin, waren noch nie so viele Spieler da“, unterstreicht er nochmals. Einzig auf Mike Savcak und Neuzugang Ivan Novacic muss Schug noch länger warten. Ein üppiger Kader kann gegen ein vermeintliches Spitzenteam nicht schaden. Vor der Saison hat Schug die Eberfinger neben Krün und Oberau als einen von drei Favoriten genannt. Bei dieser Prognose bleibt der Coach, wenngleich die Eberfinger erst einen Sieg eingefahren haben. „Sie sind spielerisch gut und haben Leute für den Torabschluss.“ Schug hofft auf einen guten Tag seiner Elf. Denn an einem solchen kann das Team laut Meinung ihres Übungsleiter „jeden in dieser Liga“ schlagen.  or

ASV Antdorf II – SG Oberau/Farchant

Kein Videostudium, kaum belastbare Statistiken im Internet. In der A-Klasse einen Gegner auf akribische Weise zu beurteilen, ist schlicht nicht möglich. Meist reicht ja die Info, dass sich beim jeweiligen Team wenig zum Vorjahr verändert hat. Kommt dann doch mal ein Kracher, spricht sich das schnell herum. Im Fall des ASV Antdorf II tut sich Sebastian Schmölzl allerdings schwer, eine Einschätzung über dessen Spielstärke abzugeben. Die Erste Mannschaft des ASV musste den Weg in die Kreisklasse antreten, und auch bei der Reserve finden sich einige neue Namen. „Vergangenes Jahr hatten sie eine gute Mischung“, erinnert sich der Oberauer Coach. Doch zu sehr möchte sich Schmölzl gar nicht mit dem Kontrahenten vom Sonntag beschäftigen. „Wir haben genügend eigene Baustellen.“ Das Spiel gegen Oberammergau hätte man früher entscheiden müssen, das Gegentor war nach Trainermeinung vermeidbar, überdies fehle dem Spiel nach vorne die Effektivität. Erst wenn Lösungen für diese Bereiche gefunden sind, wäre man bei der SG Oberau/Farchant bereit, eines Spitzenreiter entsprechende Ambitionen zu formulieren. John Keen kommt im Tor der SG zu seinem ersten Einsatz in der Ersten, auch andere Spieler, die zuletzt in der B-Klasse aufliefen, sind eine Option für Antdorf. „Wir sind weit weg, um jammern zu müssen“, kann Schmölzl ob der verschmolzenen Kader aus Oberau und Farchant gelassen auf jede Art von Ausfällen reagieren.  or

Quelle: Merkur.de

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