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TSV Ottobrunn blickt nach oben

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Von: Umberto Savignano

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Für Trainer Florian Darchinger geht mit Fortuna Unterhaching im Frühjahr der Abstiegskampf weiter.
Für Trainer Florian Darchinger geht mit Fortuna Unterhaching im Frühjahr der Abstiegskampf weiter. © brouczek

Mit ihren Zielen fest vor Augen haben sich die Fußball-Kreisligisten TSV Ottobrunn und Fortuna Unterhaching in die Winterpause verabschiedet.

Ottobrunn/Unterhaching – Für den TSV Ottobrunn ist die Richtung klar: Es soll nach oben in die Bezirksliga gehen, zumindest über die Aufstiegsrunde. Und das Team vom Haidgraben hält Kurs. „Insgesamt bin ich superzufrieden, wie es gelaufen ist. Wir haben in 15 Spielen 31 Punkte geholt, das ist ein guter Zwei-Punkte-Schnitt, und der hat in den letzten Jahren gereicht. Derzeit wären wir auch in der Relegation, weil wir der beste Tabellendritte der Münchner Kreisligen sind. Wir sind also voll im Soll“, sagt Spielertrainer Tim Müllmaier.

Und das, obwohl im Spätherbst nicht alles rund lief. Der TSV kassierte Ende Oktober eine 1:4-Niederlage gegen den derzeit fünf Punkte vorausliegenden Zweiten SC Grüne Heide Ismaning und gleich anschließend eine 0:4-Klatsche beim TSV Ebersberg. „Da hatten wir einen kleinen Durchhänger. Gegen Grüne Heide konnten wir unsere Leistung nicht auf den Platz bringen. Gegen Ebersberg war es ähnlich, aber da hatte der Gegner auch einen richtig guten Tag“, räumt Müllmaier ein. „Wichtig war aber, dass wir danach wieder zwei Spiele gewonnen haben. Das Unentschieden gegen Phönix zum Abschluss war dann in Ordnung, obwohl wir eigentlich gewinnen müssen. Wir führen 2:0, sind auch nach dem 2:2 am Drücker.“

Von solch kleinen Rückschlägen lassen sich die Ottobrunner aber nicht beirren, zumal Müllmaier nach der jüngsten 3:4-Heimniederlage von Spitzenreiter SC Baldham gegen Grüne Heide dem eigenen Remis eine positive Seite abgewinnt: „Wir schauen auch noch auf den ersten Platz und da haben wir am Wochenende einen Punkt gutgemacht.“ Schon im zweiten Spiel 2023 empfängt der TSV die nun noch sechs Zähler vorausliegenden Baldhamer. „Dann wollen wir ihnen drei Punkte abnehmen. Nach der Winterpause ist es immer wie so ein kleiner Neustart. Und dann sind bei uns einige Jungs, die zuletzt aus beruflichen Gründen gefehlt haben, auch wieder dabei.“

Müllmaiers zuversichtlicher Ausblick: „Wir haben alles selber in der Hand, und auf Platz vier haben wir mit acht Punkten schon einen richtig guten Abstand.“

Der für Florian Darchinger maßgebliche Abstand ist der Vorsprung von vier Zählern auf die Abstiegsrelegationsplätze. „Für mich ist die Situation wie von Anfang an beschrieben: Wir müssen vier finden, die hinter uns sind“, betont der Trainer des Tabellensiebten Fortuna Unterhaching, dass sich seine Zielsetzungen auch durch einige positive Überraschungen im Lauf der Saison nicht verändert haben. „Im zweiten Kreisligajahr stehen wir genau da, wo wir hingehören. Mit dem ersten Spiel im Frühjahr geht für uns der Abstiegskampf weiter.“

Dass er sich ein dickeres Polster gewünscht hätte, gibt Darchinger durchaus zu. Nur einen Punkt holte sein Team in den jüngsten vier Partien. Besonders das 2:4 zum Abschluss gegen die MSV Bajuwaren ärgerte ihn. „Das war einfach schlecht. Der Gegner war auch keine Weltmacht. Die Stimmung ist deshalb gerade ein bisschen getrübt“, so der Coach, der zudem über Personalprobleme klagte. „Insofern kommt die Winterpause gerade recht, wenn nicht sogar zwei, drei Wochen zu spät.“ Für die Zeit danach ist auch Darchinger optimistisch: „Wenn alle da sind und alle mitziehen, mache ich mir keine Sorgen.“

Neuzugänge sind weder in der Grünau noch am Haidgraben ein vordringliches Thema. Falls sich etwas ergeben sollte, sei man zwar offen, doch die Ziele ließen sich mit dem aktuellen Kader verwirklichen, heißt es aus beiden Lagern. Am Sonntag, 19. März, starten die Fortuna (in Zorneding) und der TSV (in Oberpframmern) in den Kreisligaendspurt.

Es läuft: Der TSV Ottobrunn überwintert als Tabellendritter und hat im Frühjahr die Bezirksliga im Auge.
Es läuft: Der TSV Ottobrunn überwintert als Tabellendritter und hat im Frühjahr die Bezirksliga im Auge. © brouczek

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