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Daschner schmeißt beim TSV Sauerlach hin: „Wegen der Entscheidungen einer verantwortlichen Person“

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Von: Umberto Savignano

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Trainer Arlind Daschner: „Schade, dass es vorbei ist. Wir haben vier Jahre lang alles gegeben.“
Trainer Arlind Daschner: „Schade, dass es vorbei ist. Wir haben vier Jahre lang alles gegeben.“ © brouczek

Mit einem 2:2 (2:1) beim SV Polling hat sich Kreisliga-Neuling TSV Sauerlach am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert.

Sauerlach – „Ich habe vorher gesagt: Ein Punkt wäre vergleichbar mit dem Gewinn der Champions League durch Greuther Fürth“, so Arlind Daschner. Der TSV-Coach räumte im selben Atemzug zwar ein: „Das ist natürlich ein bisschen übertrieben.“ Aber auf einer realen Basis, denn: „Alle unsere in der Öffentlichkeit gehypten Superspieler waren nicht da.“

Unter anderem fehlten Ex-Löwe Kodjovi Koussou und Kapitän Riccardo Basta, der mehrere Jahre in der Regionalliga beim FC Bayern II spielte. Dazu kam die grundsätzliche Personalnot: „Das war wirklich das allerletzte Aufgebot. Eine halbe Stunde vor Anpfiff waren wir noch nicht mal elf Mann. Es mussten dann Leute aushelfen, die vorher in der zweiten Mannschaft durchgespielt hatten.“ Unter anderem Mirnes Bajric, Spielertrainer der TSV-Reserve. Der 40-Jährige absolvierte in Polling tatsächlich seine zweite Partie über 90 Minuten an diesem sommerlichen Tag, bereitete sogar noch einen Sauerlacher Treffer vor.

Nach unglücklichem Beginn durch ein Eigentor des ansonsten ausgezeichneten jungen Torwarts Cesim Türkkalesi (18.) drehte der TSV das Spiel durch Meriton Alasani (36.) und Bejan Islami (40.). Der 2:2-Ausgleich (60.) war am Ende nur noch eine Randnotiz. Vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone vor der letzten Partie am Sonntag (15 Uhr) beim SV Ohlstadt bedeuten den Ligaverbleib, den die Sauerlacher noch in Polling mit einem Kasten Bier feierten.

Nun wird Daschner die Sauerlacher, die er in der A-Klasse erst vor dem Abstieg gerettet und dann auf direktem Weg in die Kreisliga geführt hatte, allerdings verlassen, „wegen der Entscheidungen einer verantwortlichen Person, deren Namen ich nicht nennen will, weil ich den Verein nicht in Mitleidenschaft ziehen will“. Mit dem TSV an sich gebe es kein Problem, betont er. „Beim zweiten Vorstand Rupert Feistbauer und bei Betreuer Manfred Bayerl will ich mich ausdrücklich bedanken, auch bei der Mannschaft und unseren Fans. Schade, dass es vorbei ist. Wir haben vier Jahre lang alles gegeben.“

Wir: Das bedeutet Daschner und Co-Trainer Bujar Selmani. Auch künftig wollen die beiden gemeinsam arbeiten: „Bujar ist mein bester Freund, und ohne ihn wären die Erfolge nicht möglich gewesen. Wir sind offen für neue Herausforderungen. Welche Spielklasse ist egal. Wichtig ist uns Kommunikation und Korrektheit.“

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