Fußball

TSV Tutzing der „Chancentod der Liga“

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Zu viele Torgelegenheiten ließ der TSV Tutzing (l. Jonas Weber, r. Tobias Löhr) in der Hinrunde ungenutzt. 

Die Halbzeitbilanz von Christian Mandlmeier, Trainer des Fußball-A-Klassisten TSV Tutzing, fällt zwiespältig aus.

Tutzing – Trainer Christian Mandlmeier ist nicht ganz sicher, wie er die Hinrunde seines TSV Tutzing in der A-Klasse 5 einschätzen soll. Der Nachfolger von Thomas Kalt sah in einigen Partien der Hinrunde das Potenzial seines Teams, das tabellarisch bisher aber kaum zur Geltung kommt. Der Tabellenneunte überraschte Topteams wie Haunshofen, Wielenbach, Erling-Andechs oder Berg II, belohnte sich dafür aber deutlich zu selten. Gegen jedes dieser Teams agierte Tutzing auf Augenhöhe, holte aber nur einen Punkt in Andechs. So steht am Ende der Hinserie ein neunter Platz mit neun Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Den Grund für den „besten Tabellenplatz seit einigen Jahren“ sieht Mandlmeier in einer guten Trainingsbeteiligung und der Einstellung seiner Kicker. „Das ist ein eingeschworener Haufen“, meint er. Und obwohl der Coach selbst das Ziel „einstelliger Tabellenplatz“ vor der Saison angab, war deutlich mehr drin. „Im Resümee der Hinrunde war mir zum Heulen zumute“, sagt der Übungsleiter. „Wenn wir nicht der Chancentod der Liga wären, hätten wir locker fünf Punkte mehr.“ So jedoch stehen lediglich 14 Punkte aus den bisherigen 14 Partien zu Buche. Was Mandlmeier allerdings Mut macht: In den letzten fünf Spielen der Hinrunde blieb sein Team mit zwei Siegen und drei Unentschieden ungeschlagen und rückte somit ins Mittelfeld der Liga vor. „Das war sehr wichtig und zeigt auch die Entwicklung der Mannschaft“, sagt der Trainer . „Ich habe viele Rückmeldungen vom Verein und den Zuschauern erhalten, dass unser Fußball deutlich ansehnlicher wird.“

Der Tutzinger Trainer sieht dennoch in der spielerischen Konstanz und im Körpereinsatz eine Menge Luft nach oben. Dabei nennt er das Spiel gegen die Reserve des MTV Berg als positives Beispiel: „Wir haben in Berg ein hervorragendes Spiel gemacht, hatten gegen die spielstärkste Mannschaft der Liga viel Ballbesitz und waren gut in den Zweikämpfen.“ Allerdings gab es deutlich zu viele schwache Leistungen in der Hinserie. „Die erste Halbzeit in Seeshaupt war grausam“, blickt Mandlmeier zurück. „Aber auch da konnten wir uns noch zurückkämpfen und am Ende punkten.“

Für die Rückrunde hat der Coach das Ziel, weiterhin auf einem einstelligen Tabellenplatz zu bleiben und die spielerisch ohnehin schon kleine Lücke zu den Topteams weiter zu verkürzen. „Wir wissen, was wir können, und wollen uns an den Teams, die oben stehen, orientieren. Und gleichzeitig wollen wir körperlich einen Schritt nach vorne machen. Denn das ist es, was der jungen Truppe am meisten fehlt.“

Thomas Okon

Quelle: Merkur.de

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