Trainerwechsel bei Zorneding 

TSV Zorneding: Nächster Kreisliga-Anflug auf neuen Besen

Ralph Pöpperling: Der Trainer des TSV Zornedinghört im Sommer auf.
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Ralph Pöpperling: Der Trainer des TSV Zornedinghört im Sommer auf.

Für den TSV Zorneding sind Zeiten des Wandels gekommen. Trainer Pöpperling hört auf, für ihn übernimmt das Trainergespann bestehend aus Bergmann und Heppert. 

Zorneding – Diese Ergebnismeldung aus dem „Haus des Fußballs“ dürfte den Kreisklasse-Kickern desTSV Zorneding gestern zur Mittagszeit den Appetit verdorben haben: 71,14 Prozent der Abstimmungsteilnehmer haben sich für die ursprüngliche Abbruchmodalität der Mammutsaison 2019/21 entschieden, wie der Bayerische Fußball-Verband (BFV) mitteilte. Bis zu dieser Mittagsmeldung hatten die Zornedinger noch gehofft, mithilfe des Alternativmodells und ihrem Relegationsplatz zwei, Meister VfB Forstinning II in den Kreisliga-Aufzug folgen zu können. So aber wurde der direkte Wiederaufstieg amtlich ad acta gelegt.

Pöpperling: „Es ist Zeit für einen neuen Impuls“ 

Der neue Anlauf ab Sommer, auch das steht beim TSV nun fest, wird nicht mehr von Trainer Ralph Pöpperling angeleitet werden. Wie der Klub bereits über seine Social-Media-Kanäle bekanntgab, wird der 28-Jährige seinen Kontrakt im Sommer auslaufen lassen. Als seine Nachfolger stehen die ehemaligen Waldtruderinger Sascha Bergmann und Florian Heppert ab 1. Juli bereit.

„Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt und eine gute Zeit verbracht. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass in Zorneding nach dem Abstieg wieder etwas vorwärtsgeht und die Mannschaft sich spielerisch gut weiterentwickelt“, erklärt Pöpperling gegenüber der Ebersberger Zeitung, „dass es nach zwei intensiven Jahren jetzt Zeit für einen neuen Impuls für den Verein ist.“

Aus dem Zornedinger Torraum heraus, wechselte Pöpperling nach dem Abstieg 2019 in die Coachingzone und führte eine überdurchschnittlich junge Truppe in seiner Premierensaison als Cheftrainer sogleich wieder an die Kreisliga-Schwelle. „Auf diesen gemeinsamen Verdienst mit den Leuten im Hintergrund bin ich sehr stolz und zuversichtlich, was die Zukunft dieser Mannschaft angeht, die mir sehr am Herzen liegt und sich den Aufstieg für ihre gute Arbeit verdient gehabt hätte“, so der scheidende TSV-Coach.

Trainergespann soll Zukunft mitgestalten 

Diese Zukunft wird demnächst ein Trainergespann mitgestalten, dass genauso wie Pöpperling Erfahrung als Assistenztrainer im Nachwuchsbereich der Münchner Löwen vorweisen kann. Der neue Chefcoach Sascha Bergmann, 35, wohnt in Poing und ist ein Kommilitone von Zornedings AbteilungsleiterJakob Bouacha. „Sascha war fünf Jahre lang Herrentrainer beim TSV Waldtrudering und zuletzt vier Jahre Co-Trainer in Sechzigs U16 und U17, das wurde ihm jetzt aber zu zeitintensiv.“

Bouacha nutzte die Gunst der Stunde auf dem kurzen Dienstweg und versucht nun, Bergmanns erste Personalwünsche zu erfüllen. In Florian Heppert, 33, hat bereits die gewünschte Vertrautheit (TSV Waldtrudering) und Führungserfahrung (Jugendleiter, Reserve- und A-Jugendtrainer) auf Bergmanns Trainerbank in Zorneding unterschrieben. Mit zwei Wunschspielern steht Bouacha derzeit in Kontakt. Sie könnten die vakanten Kaderplätze von Stefan Mittrach, Christian Frühling oder Markus Weth einnehmen, die aus Altersgründen, respektive aufgrund ihres Studiums nicht mehr für die Erste zur Verfügung stehen.

Per Videokonferenz hat sich das neue TSVZ-Trainergespann bereits den Herren-, sowie A-Jugendspielern vorgestellt; auf demselben Weg hat sich Ralph Pöpperling vorläufig verabschiedet. „Dafür gäbe es natürlich einen schöneren Rahmen und ich hoffe, dass man sich nochmal persönlich sieht“, so Pöpperling. Sollte es die Möglichkeit geben, werde er bis Vertragsende selbstverständlich mit seinem Team auf den Trainingsplatz zurückkehren. „Ich wohne ja nur ein paar Minuten vom Platz entfernt und werde mich auch danach sicherlich mal wieder blicken lassen.“ 

 JULIAN BETZL

Quelle: Merkur.de

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