Stadt München sucht Platz für NLZ

Tükgücü will mehr Spiele im Olympiastadion - Vertrags-Details jetzt bekannt

Maximilian Kothny hätte das Olympiastadion gerne für mehr als acht Heimspiele in der kommenden Saison zur Verfügung.
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Maximilian Kothny hätte das Olympiastadion gerne für mehr als acht Heimspiele in der kommenden Saison zur Verfügung.

Türkgücü München will mehr Spiele im Olympiastadion. Die Option wurde gewährt. Ob es klappt, ist aber fraglich. Platz für ein NLZ fehlt außerdem.

München - Im Juni des Jahres 2020 kam die Entscheidung seitens der Stadt München: Dem Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München wurde es erlaubt, acht Heimspiele im altehrwürdigen Olympiastadion auszutragen. Bis zu diesem Zeitpunkt war es 15 Jahre her, dass dort in einer gewissen Regelmäßigkeit Profi-Fußball gespielt wurde. Die restlichen Heimspiele der Saison 2020/21 fanden im Grünwalder Stadion statt. Dort spielen auch der TSV 1860 München sowie die FC Bayern Amateure. Ob der FC Bayern II nach dem Abstieg in die Regionalliga seine Heimspiele wieder auf dem Campus-Gelände austragen wird, ist noch nicht bekannt.

Umbaumaßnahmen im Olympiastadion und Grünwalder erschweren Logistik zusätzlich

Durch die geplanten Renovierungsarbeiten erhält Türkgücü München nun die lang ersehnte Rasenheizung. Dies könnte das Bespielen im Winter deutlich erleichtern, doch die Umbaumaßnahmen sind zeitlich gesehen wieder ein Problem. Auch im Grünwalder Stadion wird es zu Renovierungen im Sommer kommen, die 3. Liga startet am 23. Juli 2021. Viel Zeit bleibt also kaum, die Stadien bis zum Start der Saison optimal vorbereiten zu können. Das Jonglieren mit Spielterminen sowie den Heimspielen wird die Verantwortlichen in den nächsten Monaten noch vor eine große Aufgabe stellen.

„Vertrag mit Türkgücü enthält eine Option auf mehr Heimspiele im Olympiastadion“ 

Nils Hoch, stellvertretender Geschäftsführer Olympiapark

Der stellvertretende Geschäftsführer des Olympiaparks Nils Hoch hat auf einige Fragen bezüglich des Wunsches von Türkgücü München geantwortet. Der Vertrag mit dem Verein ist bereits fertiggestellt, er enthält eine Option auf mehr Heimspiele als die zuvor besprochenen acht. Für die Verwaltung sind also mehr Spiele „grundsätzlich auch in Ordnung“, doch die zuvor erwähnten Baumaßnahmen vor Ort könnten dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung machen.

Laut Hoch können vor allem im Juli und August die Spieltermine im Olympiastadion nicht zu 100 Prozent gewährleistet werden. Zusätzlich bekommt das Olympiastadion im Rahmen der European Championships, die 2022 stattfindet, eine neue Laufbahn verpasst. Auch das kann zu weiteren Problemen führen, so Hoch.

Kothny hat zwei klare Ziele: Aufstieg und Nachwuchsleistungszentrum für Türkgcü

Im September 2020 ging es für Geschäftsführer Maximilian Kothny vor allem darum, sich infrastrukturell besser aufzustellen. „Bevor wir an einen Aufstieg denken, müssen wir uns erst infrastrukturell besser aufstellen. Wir trainieren aktuell noch auf einer Bezirkssportanlage, auf der auch andere Vereine und Schulen ihren Sport ausüben. Wir haben kein Nachwuchsleistungszentrum, dazu gibt es immer noch die alles beherrschende Stadionfrage, die nur um ein Jahr verschoben wurde.“

Türkgücü München: Wie geht es jetzt weiter - Stadt München klärt Regelung zur neuen Saison

„Es ist vereinbart, dass die Regelung der Vorsaison (FC Bayern II und TSV München von 1860 erhalten die Stadionverfügbarkeit im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße für alle Pflichtspiele, Türkgücü für bis zu 12 Pflichtspiele und benennt ergänzend das Olympiastadion als Ausweichstadion) auch für die Saison 2021/2022 gilt“, erklärt der stellvertretende Pressesprecher für den Bereich Sport, Thomas Groß, auf Vorort-Nachfrage.

Zudem gibt Groß Auskunft über den Austausch mit Türkgücü München* bezüglich der Bau-Frage: „Die Landeshauptstadt München ist hinsichtlich einer Fläche für ein mögliches Nachwuchsleistungszentrums im regen Austausch mit Türkgücü München. Da Flächenpotentiale in München sehr begrenzt sind, beinhaltet die Suche nach Grundstücken auch die Suche nach Belegzeiten auf vorhandenen und neu entstehenden Sportflächen. Flächen- und Belegzeiten sind in der gemeinsamen Prüfung. Pläne für ein Stadion sind der Landeshauptstadt München nicht bekannt.“

Endgültig geklärt ist also die Austragungsstätte der Heimspiele für die kommende Saison. Noch unklar ist allerdings die Zukunft eines eigenen Stadions beziehungsweise Nachwuchsleistungszentrums für Türkgücü. (Magdalena Schwaiger) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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