Stimmen zum Umzug von Türkgücü-Ataspor

Akkurt über Grünwalder Stadion: „Besser ist nur noch die Allianz Arena“

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In einem Jahr spielt der SV Türkgücü-Ataspor die restliche Rückrunde im Stadion an der Grünwalder Straße.

Der SV Türkgücü-Ataspor hat die Zusage für das Grünwalder Stadion bekommen. Ab März 2020 wird der Klub seine Heimspiele bis Saisonende in Giesing bestreiten. 

Bislang spielt der Spitzenreiter der Bayernliga auf der Heimstettener Sportanlage. Auch im ersten Halbjahr der kommenden Saison wird der designierte Regionalliga-Aufsteiger seine Partien dort austragen. Ab März 2020 geht es dann ins Grünwalder Stadion. Die Frauen-Mannschaft des FC Bayern wird dann die Heimspiele am Campus austragen und die frei gewordenen Kapazitäten bekommt der SV Türkgücü-Ataspor. 

Für den SV Pullach dagegen ist die Zusage ein herber Schlag. Der Verein fragt sich: Weshalb darf Türkgücü-Ataspor im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße spielen und der SV Pullach nicht. Hintergrund: Der SV Pullach stand sportlich als Aufsteiger in die Regionalliga Bayern fest, denn die Schmöller-Elf wurde in seiner Staffel Bayernliga-Meister der Saison 2016/2017. Doch um in Bayerns höchster Spielklasse antreten zu dürfen, benötigte der SV Pullach ein Stadion, dass den Sicherheitsbestimmungen des Bayerischen Fußballverbandes entspricht. Doch daraus wurde nichts. Die Stadt machte demSV Pullach einen Strich durch die Rechnung. Und verhinderte damit gleichzeitig den Aufstieg. 

Liedl und Schmöller enttäuscht - Akkurt und Segashi freuen sich

Resigniert gesteht Teammanager Theo Liedl: „Natürlich hätten wir gern im Grünwalder Stadion gespielt. Das Münchener Derby wäre für einen kleinen Verein wie dem SV Pullach eine riesen Sache gewesen. Aber was vorbei ist, ist vorbei.“ Weshalb die Stadt dem Antrag auf Spielgenehmigung im Grünwalder Stadion nicht zustimmte, kann sichLiedl nicht erklären: „Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass die Verweigerung auf Umzug ins Grünwalder Stadion der einzige Grund war, weshalb wir nicht aufsteigen durften.“ Alternativen gab es für den SVP indes nicht: „Wir haben versucht, im Sportpark in Heimstetten zu spielen. Doch beide Gemeinden konnten sich in den Gesprächen nicht auf eine Lösung für eine Genehmigung einigen.“ 

SVP-Coach Frank Schmöller nimmt die Entscheidung pro Genehmigung für denTürkgücü-Ataspor, ins Grünwalder Stadion ziehen zu dürfen, nach dem vor zwei Jahren gescheiterten Antrag der Pullacher sportlich, schlägt aber in dieselbe Kerbe: „Natürlich waren wir not amused über die Entscheidung, keine Genehmigung für das Grünwalder Stadion zu kriegen. Aber wir müssen das akzeptieren. Wenn ich Trainer vom SV Türkgücü-Ataspor wäre, würde ich mich auch über die Möglichkeit freuen, dort zu spielen “.

Völlig anders stellt sich dagegen die Stimmungslage beim Primus der Bayernliga dar. Lust statt Frust herrscht bei den Spielern von Türkgücü. Orhan Akkurt im Gespräch mit Fussball-Vorort: „Das ist eine geile Sache, da ich dort ja noch nie genetzt habe. Das Grünwalder ist ein geiles Stadion, mitten in München. Besser ist es nur noch in der Allianz Arena.“

Freudig äußerte sich auch Teamkollege Arbnor Segashi: „Es träumen viele Fußballer davon, in diesem Münchener Stadion zu spielen. Wir werden es nicht so voll kriegen wie 1860 München, aber natürlich ist das eine geile Sache.“

Quelle: Merkur.de

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