Schlussmann zum fünften Mal in Folge ohne Gegentor

Türkgücü-Rückhalt Vollath: „Mannschaftlich arbeiten wir aktuell stark“

Türkgücü-Keeper Rene Vollath zeigte gegen den FCK eine starke Leistung und hielt seinen Kasten zum fünften Mal in Serie sauber.
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Türkgücü-Keeper Rene Vollath zeigte gegen den FCK eine starke Leistung und hielt seinen Kasten zum fünften Mal in Serie sauber.

Die Ladehemmung bei Türkgücü München hält an. Auch beim 1. FC Kaiserslautern trifft der Aufsteiger nicht. Die Partie wurde überschattet von rechtsextremen Hetzparolen.

  • Türkgücü München hat in der Tabelle den Sprung auf die Aufstiegsplätze zur 2. Bundesliga am Dienstagabend nach dem dritten 0:0 in Folge verpasst. 
  • Auch beim 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg konnte die Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt die Ladehemmung nicht beheben.
  • Am Rande der Partie machten Rechtsextremisten erneut Stimmung gegen den Aufsteiger aus München.

Kaiserslautern/München – Die erste Überraschung gab es bereits vor Anpfiff. Petar Sliskovic fehlte erstmals in dieser Saison in der Startaufstellung von Türkgücü München. Nach dem Aufwärmen stand dann fest, dass der 29-Jährige aufgrund von Rückenproblemen beim 0:0 in Kaiserslautern am Dienstag gar nicht eingreifen konnte.

Durch den Ausfall des Torschützens vom Dienst stürmten Atakan Akkaynak und Lucas Röser beim Gastspiel auf dem Betzenberg. Röser war ja erst vor wenigen Tagen auf Leihbasis vom 1. FC Kaiserslautern nach München gewechselt: „Da kann sich jeder vorstellen, wie er psychologisch brennen wird“, sagte Schmidt vor dem Duell. Der 52-Jährige verriet zudem, dass er sich bei Röser Tipps über den Gegner geholt hat: „Natürlich habe ich meine Hausaufgaben gemacht und ihn gefragt, worauf Kaiserslautern Wert legt.“

1. FC Kaiserslautern gegen Türkgücü München: Max Kothny reagiert auf rechte Hetze im Vorfeld der Partie

Im Vorfeld der Partie posierten Anhänger der rechtsextremen Partei „Der III. Weg“ mit einem Plakat – Aufschrift: „Türkgücü NICHT Willkommen“ – unweit des Fritz-Walter-Stadions. Die Kleinpartei hetzt nun schon seit Monaten öffentlich gegen die Münchner. Der 1. FCK bezog in einem offenen Brief Stellung und verurteilte die Aktion: „Ihr habt hier gar nichts zu sagen! Nazis und Rechtsextreme wie ihr sind diejenigen, die auf dem Betze nicht wilkommen sind.“ Türkgücüs-Geschäftsführer Max Kothny äußerte sich via Instagram: „Die Solidarität der Liga und der anderen Clubs zeigt mir eher, dass eine solche Politik in ganz Deutschland NICHT WILLKOMMEN ist“.

Auf dem Platz sorgte Kaiserslautern für die ersten sportlichen Ausrufezeichen. Die bittere 3:4-Niederlage nach zweimaliger Führung in Dresden schien bei den Pfälzern keine Nachwirkung hinterlassen zu haben. Das Team von Jeff Saibene agierte ballsicher und stand hinten kompakt. Auch die erste Großchance ging aufs Konto der Hausherren: Der Ex-Hachinger Kenny Redondo kam nur wenige Meter vor dem Tor zum Abschluss, René Vollath parierte jedoch reaktionsschnell. Die Gäste forderten Lauterns Keeper Avdo Spahic erstmals in der 16. Minute, der Schuss von Akkaynak war jedoch nicht platziert genug. Türkgücü fand lange keinen Zugriff auf die Partie, die Pfälzer blieben das bestimmende Team und hatten die riesige Chance zur Führung: Nach einem Konter bediente Marvin Pourié mustergültig Jean Zimmer, der aber an Vollath scheiterte (33.).

3. Liga: Türkgücü München verpasst Sprung auf Aufstiegsplätze zur 2. Bundesliga

In der zweiten Halbzeit verteidigten die Münchner wieder konsequenter, die offensiven Aktionen waren jedoch deutlich zu zaghaft. Nach drei Unentschieden (alle 0:0) in Folge lässt Türkgücü im Aufstiegskampf etwas Federn und verpasste den – zumindest vorübergehenden – Sprung auf Tabellenplatz zwei. „Mannschaftlich arbeiten wir aktuell stark“, sagte der Mann des Spiels Vollath nach der Partie.

(NICO-MARIUS SCHMITZ)

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