Kothny: „Man spürt die Spielfreude“

2,2 Punkte in 69 Spielen - Pummer mit Mega-Bilanz als Türkgücü-Trainer

Andreas Pummer hat eine bärenstarke Punkte-Bilanz als Trainer von Türkgücü München.
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Andreas Pummer hat eine bärenstarke Punkte-Bilanz als Trainer von Türkgücü München.

Durch den Sieg gegen den 1. FC Magdeburg kehrt Türkgücü in die Erfolgsspur zurück. Interimstrainer Andreas Pummer hat nur wenig an der Leistung seines Teams auszusetzen.

München – Heißer Tanz auf Giesings Höhen. Im Montagabendspiel der 3. Liga bezwang Aufsteiger Türkgücü den 1. FC Magdeburg insbesondere dank Doppelpacker Lucas Röser mit 2:1 und beendete damit seine finstere Serie von fünf Spielen ohne Sieg. Alle Tore fielen bereits im ersten Abschnitt, zehn Minuten vor dem Abpfiff unterbrach Schiedsrichter Tom Bauer die Begegnung wegen starken Schneefalls für gut zehn Minuten. Wie schon am Mittwoch im Heimspiel der kleinen Bayern gegen den FSV Zwickau sorgte der Winter damit auch am Montag für eine Unterbrechung im Grünwalder Stadion. Während die Fortsetzung am Mittwoch an fehlender roter Farbe hakte, begnügte sich der Unparteiische am Montag damit, die verschneiten Linien freiräumen zu lassen.

Türkgücü München gegen 1. FC Magdeburg: Pummer schlägt Titz beim Debüt-Duell

Beide Teams waren erstmals mit neuem Trainer angetreten. Bei den Gästen beerbte Christian Titz, der auch bei Türkgücü im Gespräch war, den beurlaubten Thomas Hoßmang. Bei der Heimelf saß Interimstrainer Andreas Pummer auf der Bank. Ein Nachfolger für den geschassten Alexander Schmidt soll möglichst noch in dieser Woche präsentiert werden. Angesichts von Pummers Bilanz (2,2 Punkte pro Spiel in jetzt 69 Partien) ist es allerdings durchaus möglich, dass das Urgestein, das den Club einst schon von der Landesliga in die Regionalliga geführt hatte, auch am Samstag in Lübeck noch das Team betreut. In den Tagen, die ihm als Cheftrainer noch bleiben, möchte Pummer nun „vor allem an der Chancenverwertung arbeiten“, davon abgesehen war er „natürlich voll zufrieden“.

Auf dem schwer strapazierten, anfangs dennoch erstaunlich gut bespielbarem Rasen erwischten die Platzherren einen optimalen Start. Zunächst verwertete Lucas Röser per abgefälschtem Abschluss eine Vorlage von Kilian Jakob (6.). Beflügelt vom Führungstreffer legte Röser nur wenig später sehenswert nach: Per Hacke verlängerte er eine Flanke Kilian Fischers zum 2:0 ins lange Eck (13.). In dieser spektakulären Anfangsphase aber wollten auch die Gäste nicht nur als Statisten fungieren.

Max Kothny: „Man spürt die Spielfreude“

Gerade eine Viertelstunde war verstrichen, als Referee Bauer nach einem Foul von Türkgücü-Schlussmann René Vollath an Sören Bertram auf den Punkt zeigte und Jurgen Gjasula den Strafstoß sicher versenkte (16.). Anschließend war zwar beiden Teams die freigesetzte Energie nach dem Trainerwechsel deutlich anzumerken, die Gäste aber fanden keinen Weg mehr zurück in der Partie.

Schon in der Halbzeitpause hatte Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny bemerkt: „Man spürt die Spielfreude.“ Die ambitionierten Münchner konnten damit den Rückstand in der Tabelle zum Relegationsrang auf drei Zähler verkürzen.

(MATTHIAS HORNER)

Quelle: Merkur.de

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