Saarbrücken sieglos in München

Türkgücü: Flutlicht-Könige auch vom Tabellenführer nicht zu schlagen

Dreh- und Angelpunkt: Türkgücü-Kapitän Sarare (re.).
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Dreh- und Angelpunkt: Türkgücü-Kapitän Sarare (re.).

Ob im Grünwalder Stadion oder im Olympiastadion - Türkgücü München bleibt daheim ungeschlagen. Türkgücü holt vor dem Münchner Stadtderby einen Punkt gegen den Tabellenführer.

  • Türkgücü München holt erneut einen Punkt in der 3. Liga.
  • Das Team von Alexander Schmidt kam beim Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Saarbrücken auf ein 1:1 (1:0). 
  • Der Aufsteiger steht nun auf dem 7. Tabellenplatz und ist zu Hause noch ungeschlagen und sammelt Selbs vertrauen vor dem Stadtderby gegen den TSV 1860 München.

München – Aufsteiger Türkgücü mischt weiter munter in der Spitzengruppe der 3. Liga mit. Zwar kamen die Münchner im ersten Flutlichtspiel der Saison im Olympiastadion nicht über ein 1:1 (1:0) gegen Tabellenführer Saarbrücken hinaus, blieben dadurch aber zum fünften Mal in Serie unbesiegt. Auch in Heimspielen, egal ob im Grünwalder Stadion oder im Olympiastadion, ist Alexander Schmidts Mannschaft damit weiter ohne Niederlage.

Schnell waren die Münchner unter dem Zeltdach in Führung gegangen, nachdem Mounir Bouziane eine Vorlage Sercan Sararers aus kurzer Distanz versenkt hatte (9.). Während Sararer damit im neunten Einsatz bereits seinen achten Assist verbuchte (dazu kommen noch drei Tore, was ihn zum Topscorer der Liga macht), brauchte Bouziane in seinem ersten Spiel für Türkgücü keine zehn Minuten für sein erstes Tor. Erst Mitte Oktober war der zuvor vereinslose 29-jährige Franzose verpflichtet worden. Obwohl er seinen Fitnessrückstand mittlerweile aufgeholt hat, wurde Bouziane, der anstelle von Tom Boere an der Seite von Torjäger Petar Sliskovic stürmte, von Schmidt, ohne dass eine Verletzung erkennbar gewesen wäre, noch im ersten Durchgang vom Platz genommen (44.). Er habe damit „den Saarbrücker Spielfluss rausnehmen“ wollen, erklärte der Türkgücü-Coach später. 

Türkgücü holt wichtigen Punkt vor Derby gegen TSV 1860 München

Demonstrierten die Gäste doch von Beginn an ihr enormes, aus der Tabellenführung resultierendes Selbstvertrauen, hatten aber Pech, dass Sebastian Jacob aus 18 Metern nur den Pfosten traf (36.) und Maurice Deville wenig später an einer glänzenden Parade von Türkgücü-Schlussmann René Vollath scheiterte (40.). Die Platzherren hatten zwar auch ihre Chancen, die Halbzeitführung war dennoch etwas glücklich.

Dieses Glück war nach dem Wiederanpfiff irgendwann aufgebraucht. Saarbrücken spielte weiter gefällig, im Unterschied zum ersten Abschnitt aber fanden die Gäste nun auch den Weg ins Tor: Markus Mendler köpfte eine Flanke Nicklas Shipnoskis zum Ausgleich ein (61.). „Das Tor lag in der Luft“, räumte auch Schmidt ein. So legte Türkgücü danach den Fokus vornehmlich auf die Defensive, was vor dem Lokalduell am Samstag beim TSV 1860 immerhin einen Zähler einbrachte. 

(MATTHIAS HORNER)

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