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Türkgücü holt spätes Remis gegen Zwickau - bei Trainersuche „noch gar nicht weit“

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Von: Nico-Marius Schmitz

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Und, wer hat hier getroffen? Nach der Hereingabe von Eric Hottmann (l.) bugsierte Max Reinthaler (3. v. l.) den Ball ins eigene Tor.
Und, wer hat hier getroffen? Nach der Hereingabe von Eric Hottmann (l.) bugsierte Max Reinthaler (3. v. l.) den Ball ins eigene Tor. © Imago

Am Ende war es ein versöhnliches Wiegenfest. Seinen 36. Geburtstag verbrachte Alper Kayabunar bei frostigen Temperaturen in einem nahezu leeren Olympiastadion.

München – Türkgücüs Interimstrainer sah ein 2:2 seiner Mannschaft gegen den FSV Zwickau. „Die Tore kriegen wir zu billig. Aber die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft“, sagte Kayabunar. Das Duell der Co-Trainer – Zwickaus Chefcoach Joe Enochs musste aufgrund eines positiven Coronatests in Quarantäne bleiben, Assistent Robin Lenk übernahm – begann verhalten. Kayabunar vertraute im zentralen Mittelfeld Andy Irving und Paterson Chato, die offensive Reihe bestand aus Sercan Sararer, Albion Vrenezi und Petar Sliskovic.

Nach einer Flanke von Vrenezi köpfte Boubacar Barry völlig freistehend neben das Tor – die erste gute Chance im Spiel (18.). In der ersten halben Stunde hatten die Münchner alles im Griff, der Ball lief sicher durch die eigenen Reihen, hinten standen die Hausherren kompakt. Doch es brauchte nur eine Flanke, um für den nächsten Rückschlag der Münchner zu sorgen. Torwart René Vollath faustete den Ball nur halbherzig weg, Johan Gomez bedankte sich herzlich und schob sicher zur Zwickauer Führung ein (31.).

Sararer besorgt Ausgleich nach Traumpass von Ivring

Für die Münchner war das Spiel die erste Standortbestimmung nach dem Rauswurf von Peter Hyballa. „Du hast dich gerade an den Trainer gewöhnt, an seine Art, an den Spielstil, da musst du dich schon wieder mit dem nächsten anfreunden. Das bringt nicht viel Selbstvertrauen“, sagte Unterhachings Markus Schwabl, der für „MangetaSport“ als Experte im Einsatz war. Schwabl betonte aber auch, dass ein neuer Trainer immer eine Initialzündung sein kann.

Und zwei Spieler Türkgücüs zündeten tatsächlich noch vor der Halbzeit den Turbo. Ivring bediente mit einem traumhaften Pass Sararer, der den Ball über Zwickaus Torwart Matti Kamenz zum 1:1 schlenzte (43.).

Sorge patzt - Eigentor beschert Ausgleich

In der Pause verriet Geschäftsführer Max Kothny, dass er beim Thema Trainersuche „noch gar nicht weit“ sei, immerhin erste Gespräche wurden aber schon mal geführt. Der neue Coach soll einer mit Erfahrung sein, besonders in 3. Liga, so Kothny: „Jetzt suche ich einen, der Punkte holt.“

Nicht nur der Start in die zweite Hälfte offenbarte, dass auf den neuen Übungsleiter in München in jedem Fall viel Arbeit zukommen wird. Nach einem langen Ball setzte sich erneut Gomez durch –dieses Mal sah Alex Sorge sehr unglücklich aus – und schnürte den Doppelpack (53.). Aber Türkgücü zeigte Moral – nach einer schönen Aktion von Eric Hottmann bugsierte Max Reinthaler den Ball ins eigene Tor (88.).

„Zwei individuelle Fehler, das war ein bisschen scheiße. Aber wir sind zurückgekommen. Alper hat uns allen Rückenwind gegeben“, sagte Sararer. (Nico-Marius Schmitz)

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