Aufsteiger vor größtem Erfolg der Vereinsgeschichte?

DFB-Pokal „würde das Interesse an Türkgücü noch mal steigern“

Die Löwen ausgecoacht: Serdar Dayat, Interimstrainer von Türkgücü, erkannte die Schwächen der Sechziger.
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Die Löwen ausgecoacht: Serdar Dayat, Interimstrainer von Türkgücü, erkannte die Schwächen der Sechziger. 

Türkgücü München steht nach dem 1:0-Derbysieg über den TSV 1860 München im Viertelfinale des Totopokals. Nur noch drei Siege fehlen zum Einzug in den DFB-Pokal.

München– „Derbysieger, Derbysieger“, hallte es durchs leere Grünwalder Stadion. Während sich die Spieler des TSV 1860 mehr oder minder wutentbrannt Richtung Umkleide verzogen, feierte Türkgücü München hüpfend und singend den größten Erfolg seit dem Aufstieg in die 3. Liga. „Da waren ganz viele Emotionen dabei, das tut richtig gut“, sagte der Torschütze des Abends, Philipp Erhardt, strahlend bei Sport1. „Es kann jetzt nur noch ein Ziel geben. Wir wollen unbedingt in den DFB-Pokal, der ganze Verein brennt darauf.“

Maximal drei Spiele gegen Amateurclubs trennen Türkgücü noch von der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal und rund 150 000 Euro Antrittsprämie. Übergangstrainer Serdar Dayat, unter dem Türkgücü in den vergangenen Wochen die letzten Aufstiegschancen verspielte, hat nach dem 2:0 gegen Haching und dem 1:0 gegen Sechzig zumindest im Totopokal eine makellose Bilanz: „Ich muss meinen Jungs ein Kompliment machen, dass sie in zwei Derbys zwei Siege eingefahren haben und so im DFB-Pokal stehen – hoffentlich.“

Youngster Maxim Gresler und Niklas Lang als Schwachpunkte

Das Weiterkommen war nicht zuletzt auch Dayats Verdienst. Schnell hatte Türkgücü die linke Abwehrseite der Löwen mit dem 17-jährigen Maxim Gresler (spielte für den geschonten Phillipp Steinhart) und dem 18-jährigen Niklas Lang als aussichtsreiches Einfallstor ausgemacht. Immer wieder konnte der auf rechts gestellte Spielmacher Sercan Sararer die Blauen in Konfusion stürzen, auch der siegbringende Treffer war bedingt durch zwei Fehler der Youngster. Erst schüttelte Kilian Fischer mittels einer Kombination aus Rempler und fixer Tempoverschärfung Gresler ab, die Flanke konnte Erhardt am ersten Pfosten unbehelligt vom hinter ihm postierten Lang einnicken. „Schade, dass wir die Situation schlecht verteidigt haben“, sagte 1860-Trainer Michael Köllner. „Die Chance haben sie eiskalt reingeräumt.“

Derbysieg „gibt das dem ganzen Verein noch mal einen Push“

Entsprechend gelöst war die Stimmung gestern an der Heinrich-Wieland-Straße. „Wenn du so ein wichtiges Spiel mit Kampfgeist und Zusammenhalt gewinnst, dann gibt das dem ganzen Verein noch mal einen Push“, sagte Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny. Ob eine Teilnahme am DFB-Pokal in der Club-Chronik als größter Erfolg gekennzeichnet würde? Kothny meint: „Für das Prestige des Vereins wäre es sehr bedeutsam. Es würde das deutschlandweite Interesse an Türkgücü noch mal steigern.“  

(lk, nms)

Quelle: Merkur.de

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