Roman Plesche spricht im Interview über das Ziel Aufstieg

Ticker zum Nachlesen: 1:4! Türkgücü München wird von Halle auseinander genommen

Türkgücü München unterliegt Halle mit 1:4.
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Türkgücü München unterliegt Halle mit 1:4.

Türkgücü München muss am 35. Spieltag beim Hallescher FC antreten. Trainer Serdar Dayat fehlt wegen eines Bandscheibenvorfalls. Wir berichten im Live-Ticker.

  • Am 35. Spieltag trat Türkgücü München am Dienstagabend zum Auswärtsspiel beim Hallescher FC an. 
  • Die Gäste aus München präsentierten sich chancenlos und verloren mit 1:4.
  • Torjäger Petar Sliskovic traf zum zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer.

München – Jetzt hat es bei Türkgücü München sogar den Trainer erwischt. Serdar Dayat leidet an einem Bandscheibenvorfall, daher wird Andi Pummer heute im Spiel beim Halleschen FC (19 Uhr) an der Seitenlinie stehen. Doch die aktuelle Saison plätschert bei dem ambitionierten Verein eh nur noch vor sich hin. Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen hingegen auf Hochtouren. Ein Gespräch mit Kaderplaner Roman Plesche.

Herr Plesche, die Anwälte von Sercan Sararer bezweifeln die Wirksamkeit der Option auf Vertragsverlängerung. Wie schwer wird es für Sie, ihren Topscorer zu ersetzen?

Ehrlich gesagt ist das aktuell kein Thema für mich. Nachdem von Sercans Beraterseite bereits vor Optionsziehung juristische Schritte eingeleitet wurden, müssen das die Juristen klären. Wie ich bereits betont hatte, ist es selbstverständlich, dass wir Sercan nach seiner Ausnahmesaison halten wollen.

Türkgücü München: Petr Ruman „war schnell unser Favorit“ auf den Trainerposten

Klarheit gibt es hingegen in der Trainerfrage. War Petr Ruman die erste Wahl oder haben Sie Ihren Wunschtrainer nicht bekommen?

Es gab auch Gespräche mit zwei, drei anderen Trainern, aber Petr war schnell unser Favorit. Er hat unfassbar viel Erfahrung bei den Junioren, war aber auch lange Profi und Co-Trainer bei den Herren. Er wird also auch mit erfahrenen Spielern zurecht kommen. Petr ist ein akribischer Arbeiter.

Die ehemaligen Trainer Rainer Maurer und Alexander Schmidt haben sich nach Ihren Abgängen bitter über Türkgücü München* beklagt. Darf Herr Ruman nun in Ruhe arbeiten?

Der Club polarisiert. Das muss man vermutlich keinem mehr erklären. Als neuer Trainer weißt du, worauf du dich einlässt. Wir sind kein etablierter Profiverein, müssen teilweise noch auf amateurhafte Infrastruktur zurückgreifen. Bei uns steht der Erfolg immer an erster Stelle. Wenn ein Trainer erfolgreich ist, gibt es auch nichts an ihm zu rütteln.

Also hat der Verein etwa nichts falsch gemacht?

Es ist klar, dass wir konstanter werden wollen. In der aktuellen Saison gab es viele Auf und Ab’s, unter dem Strich sind wir aber zufrieden. Für einen Aufsteiger ist unsere Platzierung aktuell in Ordnung. Wir werden auch die kommende Saison mit derselben Leidenschaft angehen. Wir wachsen aber auch mit unseren Aufgaben und versuchen stetig mehr Ruhe in den Verein zu bringen.

Türkgücü München will in die 2. Bundesliga aufsteigen

Es haben aktuell nur zwölf Spieler einen Vertrag für die neue Saison. Es steht wieder mal ein Umbruch bevor. Nach Ruhe klingt das nicht...

Zum ersten Mal haben wir ein Grundgerüst, auf das wir in der kommenden Saison zurückgreifen können. Es wird keinen kompletten Neustart geben. Wir wollen vier bis fünf Spieler verpflichten, die unsere Ambitionen weiter untermauern. Aktuell laufen bereits erste Gespräche, in den nächsten zwei bis drei Wochen wollen wir die ersten Neuzugänge vermelden. Es ist uns wichtig, dass wir die Mischung finden aus Talenten und Routiniers. Jeder Spieler, der zu uns kommt, muss sich mit dem Verein identifizieren und absolut hungrig auf Erfolg sein.

Führt der Aufstieg in der kommenden Saison also nur über Türkgücü?

Wir wollen mit attraktiven Fußball wieder oben angreifen. Innerhalb der nächsten Jahre wollen wir den Aufstieg in die 2. Bundesliga* realisieren. Die 3. Liga ist aber brutal eng und hat in der Spitze Teams mit einem sehr hohen Etat. Aber: mit uns wird wieder zu rechnen sein.

(Interview: Nico-Marius Schmitz)

Quelle: Merkur.de

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