Aufsteiger verliert bei Hansa Rostock

Türkgücü München: Kothny kritisiert „ideenlosen Lustlos-Fußball“

Aaron Berzel erwischte gegen Hansa Rostock einen rabenschwarzen Tag.
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Aaron Berzel erwischte gegen Hansa Rostock einen rabenschwarzen Tag.

Die Serie von Türkgücü München in der 3. Liga ist gerissen. Der Aufsteiger kassiert im Nachholspiel bei Hansa Rostock die erste Pleite seit Mitte Oktober.

  • Die Serie von Türkgücü München ist im Nachholspiel des 9. Spieltages beim F.C. Hansa Rostock gerissen. 
  • Das Team von Alexander Schmidt verlor nach zwei Blackouts von Verteidiger Aaron Berzel zum ersten Mal seit Mitte Oktober und steht auf Platz neun der Tabelle.
  • Geschäftsführer Max Kothny findet in der Halbzeit klare Worte für die Leistung des Aufsteigers an der Ostsee.

Rostock – Das Spiel begann gleich doppelt bitter für Türkgücü München. Erst übersah Schiedsrichter Patrick Schwengers ein klares Foul an Sercan Sararer und verweigerte den Elfmeter (4.). Nur drei Minuten später brachte Aaron Berzel mit einem ungeschickten Zweikampfverhalten den Rostocker Bentley Baxter Bahn zu Fall – Strafstoß und das 1:0 für die Hausherren durch Bahn.

Türkgücü München bei Hansa Rostock: Max Kothny kritisiert Mannschaft in der Halbzeit scharf

Nach dem guten Derby-Auftritt wirkten die Münchner im Osten von Beginn an unkonzentriert. Es war meist ein Ballgeschiebe im Mittelfeld, für die gefährlichen Situationen sorgte Rostock. In der 28. Minute dann der nächste Auftritt vom Pechvogel des Abends: Nach einer Ecke versuchte Berzel die Situation zu klären, der Ball prallte vom Rücken des Abwehrchefs ins eigene Tor.

Der Ostseewind tut uns bislang nicht gut. Das ist ein ideenloser Lustlos-Fußball. Damit kann ich natürlich gar nicht zufrieden sein“, sagte Geschäftsführer Max Kothny in der Halbzeit. Trainer Alexander Schmidt reagierte, brachte für die zweite Hälfte Ünal Tosun und Boubacar Barry. Einen wirklichen Effekt konnte Schmidt mit den Wechseln aber nicht erzielen. Türkgücü spielte lange zu einfallslos, die sonst so wuchtige Offensive um die kongenialen Topscorer Sararer und Petar Sliskovic verpuffte meist in der stabilen Rostock-Abwehr. Den ersten Torschuss verzeichneten die Gäste in der 70. Minute durch Tosun – zu unplatziert, genau in die Arme von Torwart Markus Kolke.

Türkgücü München: Kapitän Sercan Sararer bemängelt Körpersprache gegen Hansa Rostock

Die Hanseaten konzentrierten sich in der zweiten Halbzeit ausschließlich auf das Kontern und hatten sogar die große Chance auf das 3:0. Yi-Young Park blockte den Abschluss von Erik Engelhardt gerade so am Tor vorbei (78.).

Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen“ sagte Sararer nach Abpfiff. Der 31-Jährige bemängelte die Körpersprache, insgesamt habe „der letzte Punch hat gefehlt.“  

(NICO-MARIUS SCHMITZ)

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