Interview mit Karl-Heinz Lappe nach seiner Vertragsauflösung bei Türkgücü München

Ex-Profi Lappe: „Ich möchte immer auflaufen“

Karl-Heinz Lappe im Spiel gegen den SV Schalding-Heining
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Karl-Heinz Lappe im Spiel gegen den SV Schalding-Heining

Der Tabellenführer der Regionalliga, Türkgücü München hat den Vertrag mit seinem Stürmer Karl-Heinz Lappe aufgelöst. Jetzt spricht der Stürmer.

Nach nur einer halben Saison verlässt Ex-Profi Karl-Heinz Lappe Türkgücü München. Der Stürmer hat seinen bis Sommer 2021 gültigen Arbeitsvertrag mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Lappe spielte sieben Jahre für den FC Ingolstadt, unter anderem in der zweiten Liga, wo er auch den Aufstieg in die 1. Bundesliga miterlebte. Beim Tabellenführer der Regionalliga kam der Angreifer lediglich zu neun Einsätzen, in denen er einen Treffer verbuchen konnte.

Neuer Verein in München gesucht

Hast du schon Pläne, wie und vor allem wo die restliche Saison weiter verlaufen soll?

Konkrete Pläne habe ich noch nicht. Theoretisch gesehen sind es noch vier Tage, um einen neuen Verein zu finden. Es gibt schon Kontakt zu dem einen oder anderen Verein innerhalb von München. Ich möchte auf jeden Fall weiterkicken und nicht mehr wegziehen. Im Laufe des Jahres steht auch wieder meine Rückkehr zum alltäglichen Arbeitsleben als Fachinformatiker in Systemintegration an. Ich war jetzt zum zweiten Mal in Elternzeit.  Am liebsten würde ich dann die Arbeit mit dem Fußball kombinieren. 

Wie sehr hat dich die Zeit beim FC Ingolstadt 04 geprägt?

Rückblickend auf meine Laufbahn als Fußballer waren die Jahre bei den Schanzern die schönste Zeit. Ich habe dort den Aufstieg in die Regionalliga geschafft und somit den Sprung ins Profigeschehen. Das wurde am Ende meiner dortigen Zeit mit der Meisterschaft in der 2. Bundesliga perfekt verpackt. Dies waren überragende Jahre, die mich sehr geprägt haben. Ich durfte dort alle Facetten des Profisports durchleben. Die darauf folgenden Jahre bei Bayern und Mainz möchte ich natürlich auch nicht missen. 

Zurück zum Jugendverein FC Bayern München

Wie ist der Wechsel zum FC Bayern München zustande gekommen?

Nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga mit dem FC Ingolstadt wurde mein Vertrag nicht verlängert. Das lief über meinen damaligen Jugendtrainer Heiko Vogel. In meiner Zeit als Jugendlicher beim FCB war er mein Coach. Danach war er bei den Amateuren des deutschen Rekordmeisters und ich habe ihn dann kontaktiert und vollzog den Wechsel nach München an die Säbener Straße. 

Wieso bist du dann nach zwei Jahren wieder gewechselt, dann zur Zweitvertretung von Mainz 05?

Auch hier ist mein Vertrag bei den kleinen Bayern ausgelaufen. Ich war wieder auf der Suche nach einem neuen Verein und bin über meinen ehemaligen Ingolstädter Mitspieler Fabian Gerber mit dem Verein in Kontakt getreten. Als Familie haben wir dann gesagt, wir wagen nochmal den Schritt raus aus München und dann war das eine beschlossene Sache. 

Unzufrieden mit Einsatzzeiten: „Ich möchte immer auflaufen.“

Wenn du dich für einen neuen Verein bewerben müsstest, was wären deine Stärken?

Auf jeden Fall mein Torabschluss und mein Torinstinkt. Ich bin sehr ehrgeizig und möchte immer gewinnen. Ich gebe immer 200 Prozent und suche den Weg zum Tor. Ich bin schnelles Spielen gewöhnt durch meine Erfahrung in der 2. Bundesliga. Außerdem bin ich  auf harte Zweikämpfe und körperbetontes Kicken eingestellt. Als klassischer Strafraumstürmer bin ich immer gut dafür, ein Tor zu schießen. Wer so einen Stürmer sucht, der kann gerne auf mich zurückgreifen. 

Du hattest im Sommer 2019 einen Vertrag bis 2021 bei Türkgücü München unterschrieben. Wie kam es zum Wechsel und wieso hielt dieser nur für eine halbe Saison an?

Hintergrund war, dass mein Vertrag bei Mainz 05 II ausgelaufen ist und ich mit meiner Familie wieder zurück nach München wollte. Dies hing dann auch mit meiner Arbeitsstelle in der Landeshauptstadt Bayerns zusammen. Türkgücü München hat mir dann die Möglichkeit geboten, professionell Fußball spielen zu können. Die Ambitionen und die Ziele des Vereins haben sich dann auch mit meinen gedeckt. 

Ich habe meinen Vertrag dann aus rein sportlicher Natur aufgelöst. Wenn ich meine Statistik betrachte, waren meine Einsatzzeiten waren sehr gering. Ich bin ein Spieler, der immer auflaufen will, um Tore zu schießen. Im gemeinsamen Einverständnis haben wir uns dann geeinigt, dass der Vertrag aufgelöst wird. Ich wünsche dennoch der Mannschaft und dem Verein in der Zukunft alles gute. 

Text: Moritz Panzer

Quelle: Merkur.de

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