Sararer-Verbleib weiter ungeklärt

Türkgücü: Nächste Bruchlandung gegen KFC - Highlights im Video

Pssst: Ob Topscorer Sararer bleibt oder geht, weiß nicht mal er selbst. Foto: Imago

Türkgücü enttäuscht gegen Uerdingen. Vor allem Keeper Vollath ist nach der Pleite frustriert. Die Mannschaftssitzung der letzten Woche zeigte keinen Effekt.

München –Am meisten wurmte es René Vollath. Zweimal musste Türkgücüs Torwart hinter sich greifen. Ausgerechnet gegen den KFC Uerdingen, seinen Ex-Verein, der laut Vollath kein einziges Versprechen gehalten habe. Die 0:2-Pleite offenbarte für Türkgücü vor allem eins: Auf den ambitionierten Verein wartet in den nächsten Wochen viel Arbeit, um in der kommenden Saison nicht erneut den eigenen Ansprüchen hinterherzuhecheln.

Serdar Dayat hatte die Uerdinger vor dem Spiel als „geschlossenes Buch“ bezeichnet: „Sie können aufdrehen oder gar nicht auf dem Platz sein.“ Die Gäste waren nicht nur auf dem Platz, sondern belebten sogar die Partie: Nach einem schnellen Umschaltspiel schoss Fridolin Wagner den Ball in Richtung der leeren Ränge im Olympiastadion. In der 33. Minute parierte Vollath stark gegen Muhammed Kiprit.

Anfang der vergangenen Wochen hatte sich die Mannschaft von Türkgücü zusammengesetzt. Motivation für den Saisonendspurt stand auf der Agenda. Nicht zuletzt Geschäftsführer Max Kothny hatte einen deutlichen Leistungsabfall bemerkt. „Wir wollen einen geilen Saisonabschluss. Das sind wir uns als Mannschaft schuldig“, sagte Vollath. Aus dem aktuellen Kader haben nur elf Spieler einen Vertrag für die kommende Saison. Weitere Vertragsverlängerungen erscheinen derzeit unwahrscheinlich. Auch Kapitän Vollath ist sich sicher: „Es ist ganz klar, dass wir nächste Saison so nicht mehr zusammenspielen werden. Das ist ein normaler Umbruch.“

Als einziger Zugang steht bislang ein Konkurrent von Vollath fest. Der 20-jährige Michael Wagner – in dieser Saison drei Spiele für Bayern II – wechselt zum Verein von Präsident Hasan Kivran. Die Frage, ob es eine Absprache für die kommende Spielzeit gebe, welcher Torwart wie viel Einsatzzeit erhält, beantwortete Vollath in aller Deutlichkeit: „Ich bin kein Freund von solchen Geschichten. Letztendlich ist es so, dass der bessere Torhüter spielen wird. Und ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, gehe ich davon aus, dass ich auch nächste Saison spielen werde.“ Ansage.

Die nächste kam dann in der Halbzeit von Roman Plesche. „Wir sind zuversichtlich, dass er auch in der kommenden Saison unser Schlüsselspieler sein wird. Das Thema ist so gut wie erledigt“, sagte der sportliche Leiter über Topscorer Sercan Sararer. Auf Nachfrage unserer Zeitung beim Berater hieß es jedoch, es sei weiterhin „alles offen“.

Laut Plesche wolle man die „Mannschaft dementsprechend aufstellen, dass wir oben mitspielen.“ Dazu sollen vier bis fünf Stützen verpflichtet und der Kader anschließend mit Talenten aufgefüllt werden. Auf Plesche warten also anstrengende Wochen, das zeigte auch das Spiel am Samstag wieder. Gustav Marcussen (51.) und Kolja Pusch (68.) trafen für Uerdingen. Den Münchnern fiel wenig ein, daran änderte auch die Rückkehr von Petar Sliskovic nach seiner Verletzungspause nichts. Dayats klare Analyse: „Es war ein sehr schlechtes Spiel für uns. Ich habe alles vermisst. Gegen Haching haben wir uns präsentiert wie Götter im Himmel. Heute sind manche mit ihrem Kopf im Urlaub gewesen.“ NICO-MARIUS SCHMITZ

Quelle: Merkur.de

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