Ex-Löwe nach 45 Minuten ausgewechselt

“Zu viele Durchbrüche“ - Jakob hat bei Türkgücü-Debüt Luft nach oben

Kilian Jakob (li.) konnte bei seinem Debüt im Trikot von Türkgücü München noch nicht überzeugen.
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Kilian Jakob (li.) konnte bei seinem Debüt im Trikot von Türkgücü München noch nicht überzeugen.

Türkgücü München wartet seit fünf Spielen auf einen Sieg und verliert die Aufstiegsplätze aus den Augen. Bei der Pleite in Wiesbaden feierte Ex-Löwe Kilian Jakob sein Debüt.

  • Türkgücü München hat am 23. Spieltag mit 1:3 beim SV Wehen Wiesbaden verloren und verliert in der Tabelle weiter an Boden. 
  • Gegen die Hessen feierte Kilian Jakob sein Debüt für den Aufsteiger. 
  • Nach fünf Spielen ohne Sieg wächst der Rückstand zu den Aufstiegsplätzen zur 2. Bundesliga auf fünf Zähler an.

München/Wiesbaden – Alexander Schmidt hatte viel zum Meckern. „Wir waren in den Zweikämpfen nicht so griffig, haben vor der Abwehr die Positionen nicht gehalten“, sagte der Trainer von Türkgücü nach der 1:3-Pleite bei Wehen Wiesbaden. Die Münchner warten nun seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Türkgücü München: Neuzugang Kilian Jakob fehlt der Rhythmus beim Spiel gegen Wehen Wiesbaden

Wiesbaden erwischte am Sonntag den besseren Start und spielte schnörkellosen Angriffsfußball. In der 13. Minute bediente Marvin Ajani Stürmer Phillip Tietz, der jedoch nur den Pfosten traf – Glück für Türkgücü. Und Wehen vergab auch in der Folge munter Chancen zur Führung: Dominik Prokop tänzelte im Strafraum der Münchner, zog an Torwart René Vollath vorbei und vollbrachte dann das Kunststück, nicht das leere Tor, sondern die Latte zu treffen (21.).

Die Gäste kamen nicht in die Partie und fanden keine Mittel gegen den hohen Druck von Wehen. Angesichts von zuletzt vier Partien ohne Sieg hatte Coach Alexander Schmidt unter der Woche gesagt, dass „das Glas nicht halb leer, sondern halb voll“ sei: „Man kann nicht erwarten, dass wir auf Anhieb um die Meisterschaft mitspielen.“ Die erneute Transferoffensive im Winter mit fünf Neuzugängen untermauerte aber, dass man bis zum Schluss um die Aufstiegsplätze zur 2. Bundesliga mitkämpfen möchte. Der Ex-Löwe Kilian Jakob gab sein Debüt für Türkgücü, wurde allerdings zur Halbzeit wieder ausgewechselt. Schmidt: „Man hat gesehen, dass ihm noch die Spielpraxis fehlt, es gab zu viele Durchbrüche.“ Zudem rückte Boubacar Barry für den verletzten Aaron Berzel in die Startelf.

Türkgücü München: Sliskovic verschießt Strafstoß - Sararer macht es besser

Für das erste Ausrufezeichen sorgte aber Wiesbadens Tietz unmittelbar vor dem Pausenpfiff: Mit einem Traumtor überlistete der 23-Jährige aus rund 30 Metern Vollath. Spielerisch lief auch in der zweiten Halbzeit nicht viel für Türkgücü zusammen. Nach einem Foul an Petar Sliskovic im Strafraum trat der Stürmer selbst zum Elfmeter an – Torwart Tim Boss parierte (60.). Besser machte es dann Sercan Sararer, der den nächsten Strafstoß in der 81. Minute – nach Handspiel von Ajani – verwandelte.

Aber die Hausherren aus Wiesbaden schlugen doppelt zurück und belohnten sich durch die Treffer von Moritz Kuhn (87.) und Gustaf Nilsson (90.+2) für ein starkes Spiel.

(NICO-MARIUS SCHMITZ)

Quelle: Merkur.de

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