Schmidt-Nachfolger voraussichtlich nächste Woche

Türkgücü München rechnet mit Lizenz für 2. Liga: „Könnten Aufstieg stemmen“

Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny spricht von einer „positiven Grundstimmung“ in den Gesprächen mit der Stadt. 
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Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny spricht von einer „positiven Grundstimmung“ in den Gesprächen mit der Stadt. 

Während Fußball-Größen ihr Unverständnis über die Entlassung von Alexander Schmidt äußern, sucht Türkgücü einen Nachfolger und kämpft um die Auflagen für die 2. Liga.

  • Türkgücü München möchte nach der Entlassung von Alexander Schmidt in der kommenden Woche einen neuen Trainer präsentieren. 
  • Der neue Mann soll zunächst bis Saisonende an der Seitenlinie stehen. 
  • Max Kothny ist zuversichtlich, dass der Klub die Lizenz für die 2. Bundesliga bekommen würde und berichtet von einer „positiven Grundstimmung bei Gesprächen mit der Statt für ein NLZ-Gelände.

München– Selbst Giesings Fußballgott meldete sich zu Wort. „Du hast super Arbeit geleistet. Alles Gute für die Zukunft“, kommentierte Sascha Mölders unter den neuesten Beitrag von Alexander Schmidt auf Instagram. Neben vielen Türkgücü-Profis äußerten sich auch Promis wie Markus Babbel („Super Job gemacht“) oder Moritz Leitner („Muss man das verstehen?“) zur Entlassung von Schmidt.

Max Kothny über Einfluss auf Mannschaftsaufstellung: „Ein Trainer ist kein Alleinentscheider“

Der 52-Jährige genoss in der Mannschaft hohes Ansehen, bei Türkgücü München zählt aber nun mal in erster Linie der Fortschritt. Den sahen die Verantwortlichen zuletzt nicht mehr. Von einem „Negativtrend“ war die Rede: „Der Hintergrund, dass wir in sechs Spielen nur ein Tor aus dem Spiel erzielt haben, hat uns dazu bewegt eine Veränderung herzustellen“, sagt Geschäftsführer Max Kothny unserer Zeitung.

Doch fehlt Trainern bei Türkgücü vielleicht auch die nötige Freiheit, um in Ruhe arbeiten zu können? Reiner Maurer, der die Münchner souverän in die 3. Liga geführt hatte, berichtete davon, dass Präsident Hasan Kivran aktiv Einfluss auf die Mannschaftsaufstellung genommen habe. Daran soll sich dem Vernehmen nach auch bis heute nicht viel geändert haben. „Ein Trainer ist in keinem Club Alleinentscheider“, sagt Kothny auf Nachfrage: „In wöchentlichen Meetings wird über die sportliche Situation gesprochen und verschiedene Meinung eingeholt.“ Der 24-Jährige betont aber: „Am Ende ist jedoch der Trainer derjenige, der die Aufstellung finalisiert und freigibt. Er ist ja auch derjenige, der die Konsequenzen zu verantworten hat.“

Türkgücü München rechnet mit Erteilung der Lizenz für die 2. Bundesliga

Klar ist: Der bisherige Co-Trainer Andreas Pummer ist – alleine aufgrund der fehlenden Trainerlizenz – nur eine Interimslösung. Voraussichtlich soll schon nächste Woche ein erfahrener Übungsleiter präsentiert werden, mit dem zunächst mal die „Saison beendet“ werden kann.

Die Suche nach einem neuen Coach ist nicht die einzige Baustelle. Bis zum 1. März müssen die Lizenzierungsunterlagen für die 2. Bundesliga eingereicht werden, eine konkrete Fläche für den Bau eine Nachwuchsleistungszentrum fehlt bislang. Man sei jedoch in vertraulichen Gesprächen mit der Stadt, Kothny spricht von einer „positiven Grundstimmung“: „Die Stadtspitze und das Referat Bildung und Sport setzen sich konkret mit uns auseinander.“ In der Tabelle hinkt Türkgücü dem Zweitligatraum hinterher, auf der formalen Ebene gibt es dafür positive Entwicklungen: „Lizenztechnisch bin ich zuversichtlich, dass wir einen Aufstieg stemmen könnten.“ 

(NICO-MARIUS SCHMITZ)

Quelle: Merkur.de

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