Stimmen von Türkgücü München zum Derbysieg im Totopkal

Max Kothny: „Wir haben mit dem DFB-Pokal noch eine Rechnung offen“

Max Kothny und Türkgücü München sind nur noch drei Siege vom Einzug in den DFB-Pokal entfernt. 
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Max Kothny und Türkgücü München sind nur noch drei Siege vom Einzug in den DFB-Pokal entfernt. 

Türkgücü München hat den TSV 1860 München im Totopokal besiegt. Die Stimmen von Siegtorschütze Philipp Erhardt und Geschäftsführer Max Kothny.

Nach starken Saisonstart hat Türkgücü München in den vergangenen Wochen den Anschluss an die Spitzenplätze und damit auch den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpasst. Aus den vergangenen elf Spielen sammelte der Aufsteiger nur zehn Punkte. Bloß zwei Spiele konnten währenddessen gewonnen werden. Neu-Trainer Serdar Dayat wartet sogar noch auf seinen ersten Liga-Sieg mit Türkgücü.

Im Totopokal läuft es unterdes deutlich besser. Nach dem 1:0-Sieg im Derby gegen den TSV 1860 München steht der Tabellenneunte der 3. Liga im Viertelfinale. Der Pokalsieg, gleichbedeutend mit dem Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals, im Duell gegen unterklassigere Teams dürfte eigentlich nur noch Formsache sein. Philipp Erhardt, Siegtorschütze gegen die Löwen, unterstrich die Ambitionen nach dem Spiel gegenüber Sport1: „Jetzt kann es nur noch ein Ziel geben. Wir wollen unbedingt in den DFB-Pokal. Wir wollten schon diese Saison spielen, waren kurz davor, durften dann doch nicht. Der ganze Verein brennt darauf.“ Der 27-Jährige erzielte am Dienstagabend nach 15. Minuten den einzigen Treffer im Grünwalder Stadion: „Ich gewinne in der eigenen Hälfte dann Ball, spiele den weiter und dann kommt eine unglaublich gute Flanke vom Fischer Kili und ich muss nur noch den Kopf hinhalten“, beschreibt der Österreicher seinen goldenen Treffer. 

Türkgücü München gewinnt Kampfspiel: „Es war echt ein hartes Stück Arbeit“

Trotz der frühen Führung und guten Gelegenheiten musste Türkgücü München bis zum Schluss zittern:  „Es war Wahnsinn, es war so intensiv. 1860 hat dann richtig Druck gemacht. Wir mussten richtig viel laufen. Es war echt ein hartes Stück Arbeit“, sagte Erhardt zur umkämpften zweiten Hälfte mit dem glücklicheren Ende für Türkgücü München

Nach dem wahrscheinlichen Verpassen der Qualifikation für den DFB-Pokal über die Liga, dafür müsste Türkgücü am Saisonende unter den vier besten Mannschaften der 3. Liga landen, betonte Geschäftsführer Max Kothny bereits vor der Partie die Wichtigkeit des Totopokals: „Der DFB-Pokal ist ganz klar unser Ziel. Wir haben mit dem DFB-Pokal bekanntermaßen noch eine Rechnung offen“, spielte der -Jährige auf die Posse zwischen Türkgücü, Schweinfurt und dem BFV an. Nach wochenlangem Hin-und-Her durfte Schweinfurt schlussendlich im DFB-Pokal 2020/21 starten. 

Max Kothny: „Wir entwickeln hier etwas Großartiges“

Die sportliche Qualifikation für 2021/22 ist für Türkgücü nun in greifbarer Nähe. Auch für die nächsten Jahre hat sich der Klub bereits große Ziele gesetzt, wie Kothny erneut erläuterte: „Nächstes Jahr schauen wir auch mal, dass wir in der 3. Liga bleiben. Aber wir haben ganz klar geäußert, 2023 die 2. Bundesliga unser Ziel ist. Wir schauen, dass der Klub soweit wie möglich hoch kommt. Und wir entwickeln hier etwas Großartiges“. 

Der Drittliga-Neuling ist aktuell einer der umstrittensten, aber auch interessantesten Vereine in Deutschland, wie Kothny erklärt: „Wir sind der erste von Migranten gegründete Verein im Profifußball. Wir sind in den letzten drei Jahren dreimal aufgestiegen. Wir haben einen Weg hingelegt, mit Bedingungen wie mit einer Bezirkssportanlage und eigentlich keinem Stadion, den es so gar nicht gibt in Deutschland. Dazu das Potenzial was dahinter steckt mit einer deutschlandweiten und vielleicht auch über die Landesgrenzen hinausgehenden Fanbasis. Deswegen würde ich sagen ist es eines der spannendsten Projekte im Profifußball.“

(Alexander Nikel)

Quelle: Merkur.de

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