Türkgücü-Geschafsführer feiert einjähriges Jubiläum

Max Kothny: „Ich werde im deutschen Fußball ernst genommen“

Max Kothny feiert sein einjähriges Jubiläum bei Türkgücü München als Geschaftsführer.
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Max Kothny feiert sein einjähriges Jubiläum bei Türkgücü München als Geschaftsführer.

Max Kothny ist seit einem Jahr Geschäftsführer bei Türkgücu. Nach anfänglichen Schwierigkeiten scheint es, als ob er sich im deutschen Profifußball etabliert hat.

München - Vor wenigen Tagen feierte Max Kothny sein Einjähriges als Geschäftsführer bei Türkgücü München. In dieser kurzen Zeit hat der 24-Jährige viel erlebt. Der Aufstieg in die 3. Liga, der Streit um den DFB-Pokal und zwei Trainerentlassungen sind nur einige Beispiele für die turbulente Zeit. 

Kothny selbst begleitet den Weg von Türkgücü bereits seit Landesliga-Zeiten. Zunächst gestaltete er nur die Website und bediente die Social-Media-Kanäle, danach kümmerte er sich zudem um die Bereiche Spielbetrieb, Ticketing und Merchandising. Im vergangenen Jahr folgte dann die Beförderung zum Geschäftsführer. 

Mit gerade einmal 24 Jahren ist Kothny der mit Abstand jüngste Manager eines Profi-Klubs in Deutschland. Für ihn bedeutete das aber nur eins: „Extraschichten einlegen, denn du willst ja insbesondere bei deinen ersten Entscheidungen nichts falsch machen“. 

Kothny: Streit um DFB-Pokal-Teilnahme als Profilierungsakt

Am Anfang gehe es laut ihm vor allem darum, sich ein „Standing aufzubauen“. Gerade ein Thema kam Kothny da in der Vergangenheit gerade recht: „Spätestens seit dem Pokal-Streit mit dem DFB, wo es ja viel Gegenwind für uns gab, werde ich im deutschen Fußball sehr wohl ernst genommen“. 

Zur Erinnerung: Türkgücü München hatte lange gegen die Entscheidung des BFV, Schweinfurt im DFB-Pokal antreten zu lassen, geklagt. Am Ende ohne Erfolg. Trotzdem bewies Kothny bei dieser Angelegenheit Ausdauer und machte sich deutschlandweit einen Namen.

Wurde der Manager zuvor noch als „hochmütiger Geschäftsführer“ vom BFV oder „Handlanger von Hasan Kivran“ von Ex-Trainer Reiner Maurer bezeichnet, sind solche Aussagen tatsächlich in letzter Zeit nicht mehr zu lesen.

Kothny: Volle Konzentration auf Türkgücü München

Sein Studium habe ihn als Quereinsteiger bei seiner neuen Aufgabe geholfen. Der Türkgücü-Geschäftsführer studiert nebenher noch „Fußball-Management“ an der FHAM Ismaning: „Dafür bleibt mir aktuell natürlich kaum Zeit, aber jetzt muss ich eh nur noch meine Bachelor-Arbeit schreiben“.

Dass neben einem der aufwändigsten Jobs im deutschen Profifußball und einem Vollzeit-Studium nicht viel Zeit für Freizeit bleibt, scheint klar. Der Freundeskreis von Kothny nimmt da Rücksicht. Mit seiner langjährigen Freundin musste er dagegen „das Beziehungsthema erstmal auf Eis legen, denn im Moment ebne ich mir mit Türkgücü meine und unsere Zukunft“. Volle Konzentration auf Türkgücu München

Türkgücü München: Im Sommer steht der nächste Umbruch an

Und diese braucht der Geschäftsführer des Drittligisten auch. Nach der 0:3-Niederlage gegen Hansa Rostock kann Kothny für die nächste Drittligasaison planen. 

„Wir werden im Sommer wieder viele Spieler verpflichten müssen“, kündigt der Manager bereits an. Zudem muss noch geklärt werden wie es mit den Leihspielern von Türkgücü weiter geht. Mit Maxime Awoudja, Lucas Röser, Noel Niemann, Yi-Young Park und Kilian Fischer enden gleich fünf Leihverträge von wichtigen Spielern im Sommer. 

Aushängeschild des Kaders soll weiterhin das Top-Stürmer-Duo von Türkgücü München bleiben. Nachdem der Berater von Petar Sliskovic angekündigt hat, dass der Kroate seinen Vertrag bis 2022 erfüllen möchte, gilt es nun auch, den Vertrag von Kapitän Sercan Sararer zu verlängern. Kothny bleibt aber ruhig: „Bereits als wir im Sommer den Vertrag mit Sercan verlängert haben, wurden die Konditionen für ein weiteres Vertragsjahr vereinbart. Die Option gilt es noch zu ziehen, da sind wir aber im Zeitfenster“.

Eins scheint aber klar: Die Arbeit für Max Kothny wird nicht weniger werden.

(Korbinian Kothny)

Quelle: Merkur.de

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