1:1 gegen den FC Ingolstadt

Türkgücü: Sliskovic kontert Traumfreistoß - Remis gegen FC Ingolstadt

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Petar Sliskovic von Türkgücü München.

Türkgücü München holt in der 3. Liga nur ein Unentschieden gegen den FC Ingolstadt. Der FC I lag durch ein traumhaftes Freistoßtor kurzfristig in Führung.

München – Die Wahrheit lag für Türkgücü München endlich mal wieder auf dem Platz. Der Streit um die Teilnahme am DFB-Pokal war zumindest für 90 Minuten vergessen. Geschäftsführer Max Kothny hatte unter der Woche im Gespräch mit unserer Zeitung gesagt, dass man „durch das Sportliche wieder für Schlagzeilen sorgen“ wolle. Das erste Ausrufezeichen setzte am Sonntag im Grünwalder Stadion dann aber der FC Ingolstadt – durch einen Traumfreistoß. Thomas Keller zauberte den Ball aus rund 30 Metern zur 1:0-Führung in den Winkel (14.), Torwart René Vollath konnte der Kugel nur verdutzt hinterher schauen. Den Münchner gelang erst in der 18. Minute eine erste zaghafte Annäherung an das Tor der Schanzer, der Kopfball von Benedikt Kirsch war jedoch zu harmlos. 

Coach Schmidt rotiert in der Startelf

Coach Alexander Schmidt rotierte im Vergleich zum 4:3 gegen Lübeck Neuzugang Filip Kusic und Stefan Stangl in die Startelf, Nico Gorzel ersetzte zudem den gesperrten Sercan Sararer. Der kreative Anker Sararer, der das Kunststück vollbrachte, an den ersten sechs Spieltagen fünf gelbe Karten zu erhalten, fehlte zunächst merklich als Verbindungsposition zwischen Mittelfeld und Angriff. Die erste richtige Torchance gab es für Türkgücü folglich nach einer Ecke: Den druckvollen Kopfball vom aufgerückten Alexander Sorge wehrte der Torwart der Ingolstädter, Fabijan Buntic, stark ab (24.). Jener Sorge setzte zehn Minuten später jedoch auf der rechten Außenbahn Tom Boere in Szene, der nur noch auf Dauerknipser Petar Sliskovic (6. Saisontor) ablegen musste – 1:1 (34.) . 

„Wir hätten einen Sieg verdient gehabt.“

Die Hausherren bestimmten fortgehend das Spielgeschehen, Vollath musste kurz vor der Halbzeit nur noch einmal gegen Fatih Kaya entschärfen. Auch in der zweiten Hälfte sorgte Türkgücü für mehr Torgefahr. Nach einem schönen Spielzug über Gorzel und Kirsch knallte Sliskovic den Ball jedoch nur an die Latte (55.). Beiden Mannschaften fehlte es jedoch an der nötigen Präzision im letzten Drittel, meist kam es nur nach Freistößen zu Torabschlüssen. Der eingewechselte Ünal Tosun versuchte es fünf Minuten vor Schluss noch mal mit einem platzierten Schuss, Buntic verhinderte die Münchner Führung jedoch mit einer schönen Flugeinlage. „Wir hätten einen Sieg verdient gehabt. Die Mannschaft hat alles abgerufen“, sagte Schmidt. Am Mittwoch reisen die Münchner zum Nachholspiel nach Zwickau.

Text: Nico Marius Schmitz

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