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Türkgücü München: Herafs dritter Anlauf - Mannschaft gleich unter Druck

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Von: Jacob Alschner

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Da ist er wieder: Nach seinem Kurzgastspiel als Co-Trainer beim 1. FC Saarbrücken (2001/02) feiert Andreas Heraf sein Comeback im deutschen Fußball. In Freiburg nimmt der Wiener erstmals auf der Trainerbank von Türkgücü Platz.
Da ist er wieder: Nach seinem Kurzgastspiel als Co-Trainer beim 1. FC Saarbrücken (2001/02) feiert Andreas Heraf sein Comeback im deutschen Fußball. In Freiburg nimmt der Wiener erstmals auf der Trainerbank von Türkgücü Platz. © Stefan Matzke

Türkgücü München tritt heute Abend beim SC Freiburg II an. Gleich beim Debüt von Andreas Heraf steht die Mannschaft unter Druck.

München – Die vergangen Wochen hatte sich Andreas Heraf sicherlich anders vorgestellt. Als der 54-jährige Österreicher am 27. Dezember letzten Jahres als neuer Cheftrainer an der Heinrich-Wieland-Straße vorgestellt wurde, konnte er getrost davon ausgehen, schon Anfang Januar im Spiel gegen den Halleschen FC erstmals an der Seitenlinie bei Türkgücü zu stehen.

Doch die Partie wurde coronabedingt verlegt, und weil eine Woche später auch das Stadtduell gegen den TSV 1860 kurzfristig ausfiel, wird Heraf erst an diesem Dienstabend als Drittliga-Trainer debütieren.

Türkgücü München: Pause hat nicht nur Nachteile

Das Gastspiel beim SC Freiburg II (19 Uhr) werde sicher kein einfaches, so der neue Übungsleiter. „Wir freuen uns aber, dass es endlich losgeht. Deswegen ist es völlig egal, gegen wen wir spielen.“ Und weiter: „Wir hätten unbedingt spielen wollen, wir waren sehr, sehr gut vorbereitet auf unsere Gegner.“ Aber es waren eben andere Umstände und das habe man akzeptieren müssen. „Deswegen geht es erst jetzt los.“

Dabei birgt der verspätete Einstieg in das Fußballjahr 2022 für Türkgücü nicht nur Nachteile. „Es ist noch immer unser erstes Spiel und somit haben wir den kleinen Vorteil, dass unser Gegner nicht weiß, was wir vorhaben“, prophezeite Heraf am Montagnachmittag.

Türkgücü: finanziele Unruhen stören Mannschaft nicht

Das Vorhaben, so dürfte allen Beteiligten klar sein, sollte lauten: punkten. So schnell wie möglich. Durch Türkgücüs ungewollte Aussetzer in den letzten Wochen und die Performance der direkten Rivalen im Kampf gegen den Abstieg geht die Heraf-Elf nun von einem direkten Abstiegsplatz in die Rückserie – man steht auf Rang 17.

Eine Tatsache, die auch den handelnden Personen in der Führungsriege des Clubs nicht gefallen dürfte. Noch immer halten sich Gerüchte über die fehlende Liquidität Türkgücüs; im Laufe dieser Woche dürfte Klarheit herrschen, wie groß die Finanzlücke ist, die der DFB bemängelt, und wie teuer sie den Verein von Investor Kivran zu stehen kommen wird.

Heraf jedoch versichert, die Unruhe störe ihn nicht in seiner Arbeit mit der Mannschaft, auf die das sicher keinen negativen Effekt haben werde. (Jacob Alschner)

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