Rechtsstreit um Vertrag geht vor das Arbeitsgericht

Max Kothny zum Fall Sararer: „Mussten juristische Schritte einleiten“

Türkgücü München und Sercan Sararer befinden sich derzeit im Rechtsstreit.
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Türkgücü München und Sercan Sararer befinden sich derzeit im Rechtsstreit.

Türkgücü München hat beim Hallerscher FC mit 1:4 verloren. Die Stimmen von Max Kothny, Petar Sliskovic und Andreas Pummer zur Niederlage und Sercan Sararer.

München - Türkgücü Münchens Co-Trainer Andreas Pummer, der den krankheitsbedingt fehlenden Serdar Dayat beim Auswärtsspiel im Halle an der Seitenlinie vertrat, erwartete von seiner Mannschaft nach der 0:2-Pleite gegen KFC Uerdingen am vergangenen Spieltag eine deutliche Reaktion. 

Doch daraus wurde nichts. Die Münchner präsentierten sich beim Hallescher FC erneut sehr schwach und verloren am Ende chancenlos mit 1:4. Und das obwohl Türkgücü mit einem Sieg vorzeitig den Klassenerhalt fixieren hätte können. Der Drittliga-Neuling fand allerdings über 90 Minuten eigentlich gar nicht statt und geriet bereits nach sieben Minuten in Rückstand. Aus dem Nichts glich Petar Sliskovic nach einer Ecke vor der Halbzeit aus. „Ich weiß gar nicht wie es 1:1 steht“, gab Geschäftsführer Max Kothny in der Pause gegenüber MagentaSport zu. 

Petar Sliskovic: „Jeder einzelne Spieler muss sich jetzt hinterfragen“

Doch auch nach der Pause liefen die Münchner nur hinterher und kassierten zwischen der 60. und 64. Minute zwei Gegentreffer. Terrence Boyd setzte mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel den Schlusspunkt. „Es war keine gute Leistung. Das frühe Gegentor hat uns natürlich kein Selbstvertrauen gegeben. Wir sind dann aber gut zurückgekommen mit dem 1:1. In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen und dann war es wie so oft ein Standart, der uns den Stecker gezogen hat. Dann haben wir fünf Minuten lang gar nicht in die Spur gekommen und haben promt das 1:3 bekommen. Es war ein gebrauchter Tag für uns“, fasste Andreas Pummer die Partie zusammen.

Auch Toptorjäger Petar Slisikovic zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht: „Wir haben keinen guten Lauf. Im Gegenteil, wir haben eine schwierige Phase. Wir haben die letzten Spiele kaum gepunktet. Jeder einzelne Spieler muss sich jetzt hinterfragen.“ Dabei fand Türkgücü vor und nach der Pause eigentlich besser ins Spiel, verlor das Spiel dann aber innerhalb kurzer Zeit: „Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, weiter Gas zu geben. Nach dem 1:2,1:3 war das Spiel dann gelaufen“, ergänzte Sliskovic und gab gleichzeitig die Marschroute für die nächsten Wochen vor: „Wir müssen die letzten drei Spiele alles raushauen und punkten. das wäre wichtig für den Verein.“

Max Kothny über Rechtsstreit mit Sercan Sararer: „Ich hoffe, dass er nochmal spielt“

Nach der Saison löst Petr Ruman Serdar Dayat als Cheftrainer des Drittligisten ab. Wie es mit Co-Trainer Pummer weitergeht, ist dabei noch nicht entschieden. „Das wird man sehen. Demnächst werden Gespräche geführt. Ich denke, dass wir dann einen Neustart machen werden“, gab der 38-Jährige Auskunft über seine Zukunft.

Ebenso unklar ist weiterhin wie es mit Topscorer Sercan Sararer und Türkgücü München ab Sommer weitergeht. Der 31-Jährige befindet sich derzeit im Rechtsstreit mit seinem Arbeitsgeber: „Wir werden uns vor Gericht treffen. Der Rechtsanwalt von Sercan Sararer hat uns im März konsultiert. Wir mussten dann ebenfalls juristische Schritte einleiten. Es wird so dargestellt, Türkgücü zerrt Spieler vor das Gericht. Aber wir reagieren in der aktuellen Situation einfach nur auf das Ganze was von der Seite von Sercan Sararer kommt. Dementsprechend müssen wir sehen, wie es weitergeht“, erläuterte Kothny die aktuelle Lage. Gleichzeitig machte der -Jährige aber klar, dass der Verein den Spieler weiterhin unbedingt halten möchte: „Die ganze Liga weiß wie gut er ist und wie wichtig er für unseren Klub ist. Jetzt müssen wir schauen, was die Gerichte und Anwälte entscheiden. Mitte Juni ist die erste Verhandlung vor dem Arbeitsgericht angesetzt.“

Ob Sararer überhaupt noch einmal für Türkgücü aufläuft, „das müssen die Ärzte entscheiden. Wenn sie grünes Licht geben, dann soll er spielen“, ergänzt Kothny. Seit Wochen fehlt der Topscorer mit Wadenproblemen. Die Hoffnung hat Kothny trotzdem noch nicht aufgegeben: „Wir brauchen ihn auf dem Platz. Ich hoffe, dass er nochmal spielt.“

(Alexander Nikel)

Quelle: Merkur.de

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