Feiert der Topscorer sein Comeback?

Türkgücü München: Kehrtwende im Fall Sararer - Pummer verteidigt Kivran

Sercan Sararer könnte in dieser Saison doch nochmal für Türkgücü München auflaufen.
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Sercan Sararer könnte in dieser Saison doch nochmal für Türkgücü München auflaufen.

Für Türkgücü München geht es am Sonntag gegen Tabellenführer Dynamo Dresden. Im Vorfeld der Partie äußerte sich Trainer Andi Pummer zur Unruhe um den Verein.

München - Nach der 1:2-Niederlage am vergangenen Freitag gegen den SC Verl wird es für Türkgücü München nicht leichter. Auswärts bei Tabellenführer und Heimmacht Dynamo Dresden steht den Münchnern eine Herkulesaufgabe bevor. Besonders besorgniserregend dürfte dabei die eklatante Formschwäche Türkgücüs sein. Nach drei Niederlagen in Folge steht die Mannschaft in der Kritik. Gegner Dresden hingegen kann mit einem Sieg den direkten Wiederaufstieg perfekt machen.

Türkgücü München: Wiedersehen mit Ex-Trainer Alexander Schmidt birgt Brisanz

Mit Spannung wird auch auf die Trainerbank beider Vereine geschaut. Seit nunmehr vier Spielen steht Alexander Schmidt bei Dynamo an der Seitenlinie. Brisant dabei: Der gebürtige Augsburger war bis Anfang Februar Trainer bei Türkgücü München, wurde jedoch völlig überraschend entlassen. Sein Co-Trainer seinerzeit war Andi Pummer, der nun die Mannschaft bis Saisonende betreut. „Vor ein paar Wochen hätte man mit Sicherheit nicht gedacht, dass es zu so einer Konstellation kommt“, sagte Pummer im Vorfeld der Partie. „Ich habe mit Alex gut zusammengearbeitet. Jeder weiß, wie der andere tickt, dementsprechend müssen wir gut vorbereitet sein."

Angesprochen auf die Trennung Türkgücüs von Alexander Schmidt im Februar blockt Pummer ab: „Es ist nicht mein Aufgabengebiet, Trainer einzustellen oder zu entlassen. Dementsprechend gibt es von meiner Seite dazu wenig zu sagen.“ 

Türkgücü München: Unruhe im Verein weiterhin groß - Grund für Dayat-Aus beschäftigt Pummer nicht

Die Unruhe rund um Türkgücü München ist in den letzten Wochen und Monaten nicht zum Erliegen gekommen. Neuester Streitpunkt ist das Aus von Ex-Trainer Serdar Dayat, der laut Verein aufgrund von Rückproblemen beurlaubt wurde. Dem widerspricht Dayats Berater nun, sein Schützling sei fit und habe „keinerlei Probleme – auch was seinen Rücken betrifft“.

Auch zu dieser Thematik weicht Trainer Andi Pummer aus: „"Ich kümmere mich um das Sportliche und nicht um die Rückenprobleme von Serdar Dayat.“ Weiter äußerte er sich, er sei mit dem Ex-Trainer „aus sportlichen Gründen in Kontakt, was der Grund für seine Abwesenheit war, war und ist im Endeffekt zweitrangig.“

Pummer kontert Kritik an Hasan Kivran - „Der Präsident spornt uns regelmäßig zu Höchstleistungen an“

Ein weiterer Brennpunkt ist Türkgücüs Präsident Hasan Kivran. Die Ex-Trainer Serdar Dayat, Alexander Schmidt und Reiner Maurer hatten zuvor öffentlich die Einflussnahme Kivrans in sportliche Belange kritisiert. Die Kritik seiner Vorgänger kann Pummer nicht nachvollziehen. „Der Präsident spornt uns regelmäßig zu Höchstleistungen an. Für mich war das nie ein Problem. Andere sehen sich dabei offenbar in ihrer Arbeit beeinflusst, das ist aber deren Sache", konterte er die Kritik. 

Doch auch in sportlicher Hinsicht gibt es bei Türkgücü einiges zu vermelden. Atakan Akkaynak, Sebastian Maier und Boubacar Barry werden für die Partie in Dresden verletzungsbedingt ausfallen. 

Türkgücü München: Kehrtwende im Fall Sararer - Einsatz nun doch wahrscheinlich

Eine überraschende Entwicklung gibt es hingegen im Fall Sercan Sararer. Der Topscorer Türkgücüs streitet sich mit dem Verein vor Gericht um seine Vertragslaufzeit. Durch den öffentlich ausgetragenen Konflikt zwischen Türkgücü und Sararers Berater schien ein Einsatz des Stars nahezu ausgeschlossen. Unter anderem widersprach dieser den Aussagen des Vereins in Bezug auf eine mögliche Verletzung seines Schützlings.

Türkgücüs Trainer Andi Pummer äußerte sich zur Personalie jedoch wie folgt: „Sercan ist auf einem guten Weg, wir müssen aber noch die letzten Trainingseinheiten abwarten.“ Sollte der Stürmer rechtzeitig fit werden, könnte er also bereits für das Spiel in Dresden eine Option sein. Spätestens beim Saisonabschluss gegen Viktoria Köln sollte Sararer dann zu seinem vielleicht letzten Einsatz für Türkgücü München* kommen.

Das ursprünglich für Samstag um 14:00 Uhr angesetzte Heimspiel von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München wurde kurzfristig wegen mehrerer geplanter Corona-Demos verschoben. Die örtliche Polizei äußerte im Vorfeld Bedenken, da Dresden-Fans durch einen möglichen Aufstieg Dynamos in die 2. Bundesliga* zeitgleich ihre Feierlichkeiten austragen würden. Die Partie findet daher erst am Sonntag um 14:00 Uhr statt. 

(Vinzent Fischer)

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Quelle: Merkur.de

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