Vertragsverlängerung durch Verein „ist unwirksam“

Türkgücü München: Mega-Zoff droht - Sercan Sararer kündigt Abgang an

Sercan Sararer will Türkgücü München nach dieser Saison verlassen, obwohl der Verein die Option gezogen und den Vertrag verlängert hat.
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Sercan Sararer will Türkgücü München nach dieser Saison verlassen, obwohl der Verein die Option gezogen und den Vertrag verlängert hat.

Türkgücü München droht eine Schlammschlacht. Topscorer Sercan Sararer will weg, obwohl der Klub den Vertrag des Offensivspielers per Option um ein Jahr verlängert hat.

München - Jetzt geht es zur Sache zwischen Türkgücü München und Sercan Sararer. Präsident Hasan Kivran und sein Klub können sich nach der gerichtlichen Auseinandersetzung im vergangenen Jahr mit dem Bayerischer Fußball-Verband (BFV) um die Teilnahme am DFB-Pokal 2020 auf den nächsten Rechtsstreit einstellen. 

Der Klub hatte am Dienstag verkündet, dass der Vertrag per einseitiger Option bereits Ende März um eine Saison verlängert wurde. Dem hat Sararers Berater Michael Ruhnau am Freitag in einer Pressemitteilung widersprochen: „Sercan Sararer wird in der nächsten Saison nicht für Türkgücü München spielen“, heißt es in dem Schreiben. „Sein Vertrag läuft aus und er wird Türkgücü zum 30.06.2021 ablösefrei verlassen.“ Die vom Aufsteiger gezogene Option sei „unwirksam“, was auch der BFV laut Ruhrau bestätigt und dem Klub mitgeteilt hat.

Türkgücü München: Sercan Sararer kündigt Abgang an - geht Hasan Kivran wieder vor Gericht? 

Dass Kivran den Topscorer freiwillig ziehen lässt, darf bezweifelt werden. Im vergangenen Jahr legte sich der Türkgücü-Boss mehr oder weniger erfolgreich mit dem BFV an und wollte sich in den DFB-Pokal klagen. „Uns geht's nicht ums Geld. Mittlerweile hat sich das Ganze so verhärtet, es geht im Grunde ums Prinzip“, sagte Kivran, der damals auch keinen Einbußen im Ansehen des Vereins ausmachte: „Seit wann kratzt es am Image, wenn man auf juristischem Wege in Deutschland sein Recht sucht?“

Roman Plesche, sportlicher Leiter von Türkgücü München*, verbreitete Mitte März noch Zuversicht, dass der türkische Ex-Nationalspieler an der Isar bleibt: „Er fühlt sich wohl, blüht richtig auf“, sagte der 34-Jährige, als Sararer im Kader gegen den MSV Duisburg fehlte. Offiziell hieß es, der gebürtige Nürnberger habe eine Pause erhalten. Nach Informationen der SZ und des Münchner Merkur war Sararer aber suspendiert, weil er damals bereits seinen Wechselwunsch hinterlegt hatte. 

Die Pressemitteilung von Sercan Sararers Management im Wortlaut

„Sercan Sararer wird in der nächsten Saison nicht für Türkgücü München spielen. Sein Vertrag läuft aus und er wird Türkgücü zum 30.06.2021 ablösefrei verlassen. Zwar hat Türkgücü eine Option gezogen, die Optionsklausel in Sercans Arbeitsvertrag ist jedoch unwirksam. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) sieht das  genauso und hat die Registrierung von Sercan für die nächste Saison abgelehnt. Das liegt Türkgücü vom Bayerischen Fußball-Verband auch schriftlich vor.“ (Jörg Bullinger)

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Quelle: Merkur.de

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