Serdar Dayat neuer Coach von Türkgücü München 

Kothny über Türkgücü-Ziele: „Wer sich mit Mittelmaß zufrieden gibt...“

Die Trennung von Trainer Alexander Schmidt war laut Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny keine Bauch-Entscheidung.
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Die Trennung von Trainer Alexander Schmidt war laut Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny keine Bauch-Entscheidung.

Serdar Dayat ist neuer Trainer bei Türkgücü München. Geschäftsführer  Max Kothny verteidigt nochmal das Aus von Alexander Schmidt und unterstreicht Andi Pummers Rolle.

München – Türkgücü München setzt auf Stallgeruch. Serdar Dayat, der in der Jugend für die Münchner spielte, wird zunächst bis Saisonende das Traineramt übernehmen. Man habe einen „Coach gefunden, der unser seit Jahren harmonisierendes Trainergespann bestmöglich leiten kann“, sagte Geschäftsführer Max Kothny. Dayat fungierte zuletzt als Nachwuchskoordinator in Istanbul bei Fenerbahce, davor trainierte der 51-Jährige Türkspor Augsburg in der Landesliga. Dayat lobte die Balance aus erfahrenen Spielern und Talenten bei Türkgücü: „Jetzt geht es darum, das Potenzial der Mannschaft bestmöglich auf den Platz zu bringen.“

Zurück in der Heimat: Der 51-Jährige Serdar Dayat spielte in der Jugend für Türkgücü München.

Türkgücü München hofft auf schelle Fußballehrerlizenz von Andreas Pummer

Interimstrainer Andreas Pummer, der zwei Siege gegen Magdeburg (2:1) und Lübeck (2:0) holte, kehrt wieder in die Rolle des Co-Trainers zurück. Der 38-Jährige genießt ein hohes Ansehen bei der Mannschaft. Spielmacher Sercan Sararer sagte zuletzt in einem Interview bei „MagentaSport“, Pummer solle doch schnellstmöglich seine Fußballerlehrerlizenz absolvieren. Auch die Verantwortlichen überzeugte Pummer während seiner zweiwöchigen Amtszeit. Von einem „hervorragenden Job“ sprach Präsident Hasan Kivran. „Andi Pummer hat direkt für Lockerheit gesorgt. Die Stimmung in der Mannschaft ist wieder extrem gut, das haben auch die zwei Tage in Hamburg gezeigt“, sagt Kothny. 

Pummer wird in der Trainingsgestaltung weiterhin eine wichtige Rolle spielen und soll mit seiner Erfahrung im Verein Dayat den Einstieg erleichtern. Gegenüber unserer Zeitung verteidigte Kothny indes noch mal die Freistellung von Alexander Schmidt: „Von Außen versteht man vieles nicht, was in einem Fußballclub passiert.“ Es sei jedoch keine Entscheidung gewesen, die man mal eben aus dem Bauch heraus getroffen habe. Die Aussagen von Schmidt („Es hieß nur noch Aufstieg, Aufstieg“) kann Kothny nicht nachvollziehen. „Wenn man versucht, Leute zu motivieren und zu sagen, dass man oben mitspielen möchte, sollte es doch eher einen positiven Effekt haben. Wer sich mit Mittelmaß zufrieden gibt, wird es bei uns immer schwer haben, das ist jedem bekannt.“

Türkgücü München: Max Kothny dementiert Kivran-Abgang bei Nichtaufstieg

Die Münchner haben aktuell drei Punkte Rückstand auf den Tabellendritten Hansa Rostock, aber auch zwei Spiele mehr. Dass Mäzen Kivran Türkgücü den Rücken kehrt, sollte der Aufstieg in die 2. Bundesliga in dieser Saison nicht gelingen, dementierte Kothny auf Nachfrage. Das Projekt sei noch lange nicht beendet, sollte man zunächst in der 3. Liga bleiben.

Ein Schlüsselspieler für die Zukunft ist sicherlich der Topscorer Sararer. „Es ist natürlich im vollen Interesse des Vereins, einen Spieler wie Sercan zu halten“, sagt Kothny. Der Vertrag des 31-Jährigen lauft zum Saisonende aus, nach Informationen unserer Zeitung kann der Verein jedoch die Option auf eine Verlängerung ziehen.

(NICO-MARIUS SCHMITZ)

Quelle: Merkur.de

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