„Keine Zusage“ für NLZ an Türkgücü

Heimsieg überschattet - Stadt widerspricht Türkgücü und Hasan Kivran

War im Stadion, Investor Hasan Kivran. 
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War im Stadion, Investor Hasan Kivran. 

Sportlich und finanziell scheint alles wieder gut zu sein. Doch die Stadt bereitet Kothny gewisse Schwierigkeiten. Demnach gibt es noch kein Einverständnis über die Forderungen des Vereins. 

  • Sportlich läuft es gut für Türkgücü München nach dem Heimsieg gegen Dynamo Dresden am vergangenen Montag (1:0). 
  • Und auch finanziell kann GeschäftsführerMax Kothny zunächst wieder aufatmen, Hasan Kivran bleibt doch beim Verein. 
  • Der Investor will ein Nachwuchsleistungszentrum (NLZ), doch die Stadt München erteilt noch „keine Zusage“.
  • München – Natürlich, der Sport stand nicht sofort im Vordergrund. Dafür hat die wundersame Kehrtwende des Investors Hasan Kivran für zu viele Fragezeichen gesorgt. So musste Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny auch vor dem 1:0-Sieg gegen Dresden Rede und Antwort zu den jüngsten Ereignissen stehen.

    Den Verdacht, dass Kivrans Rücktrittsgedanken letztlich nur ein strategisches Schauspiel waren, wollte Kothny dann auch sogleich entkräften: „Wenn es ein Bluff gewesen wäre, wären meine letzten Wochen extrem entspannter gewesen. Es gab kein Silvester, es gab kein Weihnachten. Es wurde daran gearbeitet, dass wir den Verein aufrechterhalten.“

    Zwischenzeitlich bangte Türkgücü um die Zukunft. Ohne neuen Geldgeber hätte die Saison vermutlich nicht zu Ende gespielt werden können. „Es war für alle Beteiligten natürlich nicht schön. Die Nachricht hat uns vor Weihnachten berührt“, sagte Coach Alexander Schmidt vor der Partie imGrünwalder Stadion.

    Stadt München widerspricht Türkgücü - NLZ soll her für Kivran 

    Nun, da der Präsident doch bleibt, kann der Spielbetrieb fortgesetzt werden. Die siebenstellige Liquiditätslücke soll „in den nächsten Tagen“ (Kothny) von Kivran geschlossen werden. Der Geschäftsmann hatte die „Aussicht auf ein Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) im Südosten von München“ als einen Grund für seinen Stimmungswandel angegeben. DieStadt München widerspricht solchen Plänen jedoch auf Nachfrage unserer Zeitung. Es sei „keine Zusage einer Fläche an München ergangen“, in Frage kommende städtische Areale seien nämlich sehr rar.

    Zurück zum Sport: Schmidt sagte, dass die positiven Nachrichten die Mannschaft „beflügelt“ habe. Doch gestern bestimmte zunächst der formstarke Spitzenreiter aus Dresden die Partie.

    Trotz Investorbeben: Türkgücü besiegt Dresden im Grünwalder Stadion

    Den Münchnern reichen in dieser Saison aber oft schon kleine Fehler des Gegners, um für Torgefahr zu sorgen: Einen katastrophalen Fehlpass des Dresdners Robin Becker leitete Furkan Kircicek direkt zu Sercan Sararer weiter. Der Ausnahmespieler zog mit Wucht zum Strafraum und versenkte zum 1:0 (32.).

    Gemeinsam mit Petar Sliskovic bildet Sararer das torgefährlichste Duo in der 3. Liga. „Sie sind das Erscheinungsbild von diesem Verein“, sagt Kothny über die beiden Offensivspieler: „Wenn ein unmoralisches Angebot von irgendwo herkäme, müsste man sich konkret damit befassen.“ Gegen Dresden überzeugte auch die Defensive der Münchner. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, kamen jedoch nur selten zu gefährlichen Abschlüssen.

    Türkgücü: Platz sechs und dennoch eng an den Löwen dran

    „Wir haben große Ziele und wollen am Freitag wieder nachlegen“, sagte Matchwinner Sararer nach dem Sieg. Die Münchner liegen nun auf Rang sechs und haben bei einem Spiel weniger drei Punkte Rückstand auf die Löwen.

    (Nico-Marius Schmitz)

    Quelle: Merkur.de

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