„Aufstellung hätte man besser machen können“

Türkgücü München: Max Kothny rechnet mit Ex-Trainer Alex Schmidt ab

Alexander Schmidt (li.) hat nach Ansicht von Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny zuletzt zum defensiv aufgestellt.
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Alexander Schmidt (li.) hat nach Ansicht von Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny zuletzt zu defensiv aufgestellt.

Max Kothny hat sich vor der Partie gegen den 1. FC Magdeburg zur Entlassung von Alexander Schmidt geäußert. Der Ex-Coach von Türkgücü München kommt dabei nicht gut weg.

  • In der Pressekonferenz vor dem Spiel am Montagabend gegen den 1. FC Magdeburg hat Max Kothny Fragen zum Aus von Alexander Schmidt beantwortet. 
  • Die Mannschaft sei berechenbar gewesen und hätte die Spielfreude verloren. 
  • Trotz der Aussagen des Ex-Trainers, intern sei längst der Aufstieg das neue Saisonziel, spricht der Türkgücü-Geschäftsführer weiterhin von einem einstelligen Tabellenplatz.

München - Eine Pressekonferenz mit Zündstoff gab es am Sonntag vor der Parte am Montagabend zwischen Türkgücü München und dem 1. FC Magdeburg. Max Kothny stellte sich den Fragen der Presse, nach dem Alexander Schmidt am Dienstag überraschend als Trainer entlassen wurde.

Und der Geschäftsführer fand klare Worte in Richtung des 52-Jährigen: „Ich glaube schon, dass man die Aufstellung im Wiesbaden-Spiel hätte besser machen können“, sagte der 24-Jährige über die Gründe für die Trennung. Das Spiel des Aufsteigers sei in den letzten Wochen „sehr leicht und schnell berechenbar“ geworden, es hätte einen „Negativtrend“ gegeben und die Spielfreude und der Spielfluss vom Beginn der Saison wäre „von einem Tag auf den anderen weg“ gewesen.

Max Kothny: Nachfolger von Alex Schmidt sollte „Spielart und Spielweise nicht einschränken“

„Da haben wir den Trainer mitverantwortlich gesehen“, so Kothny, Nach zwei Unentschieden und drei Niederlagen im Dezember habe man sich noch zu ihm bekannt und die Siege gegen Verl, Meppen und Dresden hätten dann für einen Aufwind gesorgt. „Wenn man dort aber einen Schlussstrich zieht und auf die darauffolgenden fünf Partien sieht, sehen wir halt sechs Spiele, ein Tor aus dem Spiel heraus.“ 

Türkgücü München habe „Spieler von herausragender Qualität, die man manchmal in ihrer Spielart und Spielweise nicht einschränken sollte“, sendete Kothny noch einen Seitenhieb an den Ex-Coach, ehe er auf die Suche nach einem Nachfolger einging: „Wollen wir einen Trainer, der die Saison mit dem bestmöglichen Ergebnis zu Ende spielt und wir im Sommer je nach sportliche und wirtschaftlicher Ausrichtung einen neuen Trainer suchen oder suchen wir jetzt schon einen Trainer für mindestens eineinhalb Jahre“, sei die Frage, die sich Hasan Kivran und sein Team hinter den Kulissen derzeit stellen. „Wir haben in beide Richtungen Gespräche geführt. Wir werden in den nächsten ein, zwei Wochen dann hoffentlich etwas vermelden können und müssen“, sagte Kothny. 

Türkgücü München: Kothny widerspricht Schmidts Aufstiegsthese - „Ziel einstelliger Tabellenplatz“

Interimstrainer Andi Pummer darf nur bis zum 2. März an der Seitenlinie stehen, danach muss ein Fußball-Lehrer oder UEFA-Pro-Coach übernehmen. Der neue Mann muss auf jeden Fall die Offensive wieder beleben: „Ich glaube, dass unsere Defensive steht und die Abstände zwischen Defensive und Offensive vielleicht wieder etwas größer werden müssen und sich nicht alle hinten reinstellen, damit wir vorne wieder Tore schießen.“

Trotz der klaren Forderungen für die nächsten Wochen wollte Kothny nicht bestätigen, dass hinter den Kulissen laut Alexander Schmidt seit Spätherbst längst der Aufstieg in die 2. Bundesliga angepeilt wird. „Das Ziel heißt Ankommen in Liga drei und soweit wie möglich oben stehen. Unser ausgesprochenes Ziel ist nicht der Aufstieg, sondern ist und bleibt einstelliger Tabellenplatz“. Die Teilnahme am Lizensierungverfahren zur 2. Liga sei vor allem „ein Learning-Effekt. Bekommen wir die Lizenz und wo müssen wir intern bei Infrastruktur und Co. noch nachbessern.“ 

(Jörg Bullinger)

Quelle: Merkur.de

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