Tunjic ist vorerst gesetzt

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Marc Nygaard und Mijo Tunjic bilden derzeit den Angriff der SpVgg Unterhaching.

Unterhaching - Der 22-Jährige sticht Gardar Gunnlaugsson aus und stürmt neben Marc Nygaard.

Mijo Tunjic war nach dem Trainingsstart lange der einzige echte Stürmer im Kader der SpVgg Unterhaching. Doch der Focus verlagerte sich schon bald weg vom Neuzugang aus der vierten Liga. Zunächst hin zum Isländer Gardar Gunnlaugsson, der im Probetraining überzeugte und verpflichtet wurde. Wochen nach dem verpatzten Saisonstart mit null Toren in vier Liga-Spielen schließlich hin zum Dänen Marc Nygaard, der auch gleich bei seinem Debüt endlich das erste Saisontor erzielte.

Der erfolgreichste Torschütze der letzten Wochen allerdings ist Mijo Tunjic. Spätestens seit dem Test am Freitag gegen den FC Augsburg (2:2) ist der gebürtige Bosnier mit dem holländischen Pass wieder in aller Munde.

Es war für den 22-Jährigen der zweite Doppelpack zu Hause in Folge, insgesamt traf er in den letzten vier Partien inklusive Tests fünfmal. Auch weil Gunnlaugsson immer wieder durch Verletzung und Krankheit passen musste. Zwischendurch hatte Tunjic schon vernommen, dass er nur noch Stürmer Nummer drei sein sollte. „Aber ich glaube, dass ich die richtige Reaktion gezeigt habe“, blickt er zurück, „ich habe noch einmal eine letzte Chance bekommen und die auch genutzt.“

Weil der isländische Kollege auch weiterhin nur als Rekonvaleszent durchgeht, bleibt der junge Stürmer, der als Torschützenkönig der Regionalliga Süd von den Stuttgarter Kickers gekommen war, erste Wahl. Er selbst sagt angriffslustig: „Und meinen Platz will auch nicht mehr hergeben.“ Dabei räumt er Startschwierigkeiten durchaus ein: „Ich wollte einen Stammplatz, hatte mir das alles aber nicht so schwer vorgestellt. Aber inzwischen hat sich alles zum Guten gewendet.“ Was mittlerweile auch Trainer Klaus Augenthaler unterstreicht: „Mijos Entwicklung ist sehr, sehr positiv, und das nicht nur wegen seiner Tore.“

Vorerst bleibt er neben Nygaard im Sturm gesetzt, betont der Coach: „Für Gunnlaugsson ist das jetzt problematisch. Wir haben gesehen, was er kann, aber er konnte es noch nicht oft unter Beweis stellen. Jetzt ist er derjenige, der sich erst wieder beweisen muss.“

Tunjic hat derweil Blut geleckt, will auch nach Genesung des Isländers seinen Platz nicht räumen - und hat sich hohe Ziele vorgenommen: „Einsätze bekommen, Tore machen. 15 Stück sollen es diese Saison in dieser Liga schon sein.“ Nach einigen Anfangsschwierigkeiten hat er den richtigen Weg dazu eingeschlagen.

Quelle: fussball-vorort.de

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