1. tz
  2. Sport
  3. Amateure

Turbulentes Ende eines Achterbahn-Derbys: ESV Penzberg feiert Sieg gegen Antdorf/Iffeldorf

Erstellt:

Von: Roland Halmel

Kommentare

Bloß weg damit: Gleich drei Penzberger (in weiß) wollen in dieser Szene gegen Antdorf den Ball klären.
Bloß weg damit: Gleich drei Penzberger (in weiß) wollen in dieser Szene gegen Antdorf den Ball klären. Foto: Halmel © Halmel

Überraschende Comebacks, haarsträubende Fehler und eine turbulente Nachspielzeit: Im Kreisklasse-Derby zwischen der SG Antdorf/Iffeldorf und dem ESV Penzberg war einiges geboten.

Antdorf/Penzberg – Nach einer Partie, die angesichts vieler Aufs und Abs einer Achterbahnfahrt ähnelte, schlichen die Fußballer der gastgebenden Spielgemeinschaft schließlich mit hängenden Köpfen vom Platz. Ein Eckball kurz vor dem Abpfiff hatte die Begegnung zugunsten der Eisenbahner entschieden. Sie endete 3:2 für Penzberg.

„In engen Spielen haben wir in dieser Saison offensichtlich das nötige Glück“, sagte ESV-Coach Klaus Fahrner strahlend, nachdem seiner Elf auch beim dritten Saisonsieg nur ein Tor Vorsprung reichte. SG-Trainer Aleks Simic zeigte sich hingegen konsterniert: „Ich kann mir nicht erklären, wie wir dieses Spiel verlieren konnten, wir waren das bessere Team und hätten in der ersten Hälfte alles entscheiden müssen.“

Seine Mannen dominierten vor der Pause das Geschehen nach Belieben. Nur übertrafen sich die Hausherren im Auslassen von Großchancen. Valadis Palioginnis (7.) und Nicola Spasic (9.) liefen in der Anfangsphase zweimal alleine auf ESV-Keeper Julian Staszek zu, ohne ihn zu überwinden. Auch ein gefährlicher Distanzschuss (13.) fand nicht den Weg ins Tor. Besser machte es erst Deniz Coban (14.), der aus kurzer Entfernung zum 1:0 traf. Im Anschluss bestimmte die SG weiter das Geschehen. Nur wusste sie die vielen Räume, die ihnen der ESV anbot, nicht zu nutzen.

Kurz danach hatte Michael Reicheicher genug. Der ESV-Routinier, der aufgrund großer Personalsorgen bei den Gästen sein Comeback gab, stauchte seine Mitspieler lautstark zusammen. „Die SG hat verpasst, den Sack zuzumachen“, atmete ESV-Coach Fahrner zur Halbzeit auf.

Seine Umstellungen in der zweiten Hälfte zeigten Wirkung. „Wir spielten besser“, urteilte er. Wobei die Gäste auch davon profitierten, dass Antdorf/Iffeldorf die Zügel schleifen ließen. „Da haben wir uns auf den Lorbeeren ausgeruht“, sagte Simic. Der Distanzschuss von Benedikt Schott (50.) verfehlte noch den SG-Kasten. Der nächste Versuch war drin. Nach einem kapitalen Bock von SG-Torwart Michael Kölbl traf Reicheicher zum 1:1 (56.). Knapp zehn Minuten später übersah der Unparteiische ein klares Halten von ESV-Mittelfeldmann Tobias Szekeli – mit Folgen. Kölbl ging beim folgenden ESV-Angriff nicht konsequent zu Werke, sodass Valentin Lenk (65.) zum 2:1 einnetzte.. Nach Diskussionen, ob es davor Abseits war, erkannte der Referee das Tor an.

Die erst dominanten und dann fahrlässigen Hausherren drängten im Anschluss vergeblich auf den Ausgleich. Der eingewechselte SG-Oldie Sanel Beganovic (90.) scheiterte freistehend an Staszek. Kurz danach brachte Ludwig Brock ohne Not Alex Michl im Strafraum zu Fall. Den Elfmeter versenkte Wiedenhofer (90+2.) zum 2:2. Auf der Gegenseite pflückte Kölbl einen Fernschuss von Brock (90+4.) aus dem Winkel. Die anschließende Ecke beförderte Lukas Wagner (90+4.) irgendwie per Kopf zum 3:2 für Penzberg in die Maschen. Danach war noch nicht Schluss. Die SG warf alles nach vorne. Fast wäre auch noch der Ausgleich geglückt. In der zehnten Minute der Nachspielzeit vergab Wiedenhofer aber die letzte Möglichkeit. (Roland Halmel)

Statistik

SG Antdorf/Iffeldorf 2

ESV Penzberg 3

Tore: 1:0 (13.) Coban, 1:1 (56.) Reicheicher, 1:2 (65.) Lenk, 2:2 (90.+2) Wiedenhofer (Elfmeter), 2:3 (90.+4) Wagner. Gelbe Karten: Antdorf/Iffeldorf 3, Penzberg 1. Schiedsrichter: Philipp Frohmüller. Zuschauer: 50.

Auch interessant

Kommentare