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Schmankerl zum Hinrundenausklang: Eintracht Karlsfeld muss beim TV Aiglsbach bestehen

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Will die erfolgreiche Hinrunde erfolgreich abschließen: Der TSV Eintracht Karlsfeld.
Will die erfolgreiche Hinrunde erfolgreich abschließen: Der TSV Eintracht Karlsfeld. © Bernhard Schmöller

Letzter Vorrundenspieltag in der Landesliga Südost und ein Schmankerl für den TSV Eintracht Karlsfeld: Der Tabellenzweite gastiert am Samstag beim TV Aiglsbach.

Aiglsbach - Die Heimspiele des TVA sind immer gut besucht, auch, weil dort einer der Superstars der Liga spielt: Manfred Gröber. Aiglsbachs Stürmer schießt seit Jahren Tore am Fließband.

Die Beobachter der bayerischen Amateurfußball-Szene können sich auf eines verlassen: Wenn sie Aiglsbachs Knipser in der Torschützenliste suchen, reicht meistens der Blick in Zeile eins. Gröber spielt seit 2014 und gewann bis heute viermal die Torjägerkanone – in Kreisliga, der Bezirksliga und zweimal in der Landesliga. Kurios: 2018 stieg Aiglsbach als Letzter aus der Landesliga ab – Gröber wurde dennoch bester Torjäger. Der 28-Jährige erzielte in den vergangenen drei Spielzeiten 102 Tore – mehr als die Hälfte der insgesamt 196 Treffer seiner Mannschaft.

Auch in dieser Saison trumpft der Goalgetter: Zehn Tore bedeuten ligaweit Platz fünf. Aiglsbach ist seit drei Spielen ungeschlagen und holte sieben Punkte. Fünf der sechs Tore während dieser Serie schoss Gröber. Doch was zeichnet den TVA-Star aus? Jochen Jaschke, der Trainer des TSV Eintracht Karlsfeld, kennt Gröber aus zwei Freundschaftsspielen. „Das ist ein Topmann. Der hat einen unglaublichen Torinstinkt und uns auch schon zwei Tore eingeschenkt“, sagt Jaschke. Dieser Instinkt kombiniert mit einer exzellenten Schusstechnik sowie der Fähigkeit, den direktesten Weg zum Tor zu finden, machen den Stürmer zur Tormaschine.

Gröber spielte im Nachwuchs für den FC Ingolstadt, der Sprung in den Profibereich ist ihm damals allerdings nicht gelungen. In den vergangenen Jahren erhielt er zwar immer wieder Angebote von höherklassigen Amateurclubs, er hat bei seinem Heimatverein Aiglsbach aber alles, was er braucht. Die vorläufige Krönung: 2019 wurde Gröber als Ostbayerns Amateurfußballer des Jahres ausgezeichnet.

Auf der Preisverleihung soll ihn sogar Marco Grüttner, ehemaliger Kapitän und Torjäger des SSV Jahn Regensburg, erkannt haben. „Bist Du der, der uns damals noch das Tor eingeschenkt hat?“ Er war es. Gröber hatte sein Team im bayerischen Landespokal gegen den Zweitligisten Regensburg mit einem Last-Minute-Tor ins Elfmeterschießen gerettet, auch dort getroffen und einen großen Teil zur Pokalsensation beigesteuert.

Auch bei den Karlsfeldern ist Gröber im Gedächtnis geblieben. Nervös macht Jaschke die Qualität des Torschützen aber nicht. Die lange Ausfallliste schon. „Wir haben in dieser Woche viele kranke Spieler gehabt“, sagt Jaschke. Leon Ritter, Jonas Eicher und Abdul Bangura und weitere Spieler drohen auszufallen. Thomas Ettenberger wird wegen einer Zerrung fehlen. Angreifer Michael Dietl ist angeschlagen und konnte nur dosiert trainieren. „Wer spielen kann, wird sich kurzfristig entscheiden“, so Karlsfelds Trainer.

Nach dem 2:1-Sieg im Spitzenspiel gegen Holzkirchen muss Jaschke die Mannschaft umstellen. „Wir werden auf jeden Fall rotieren. Das ist eine Chance für diejenigen, die reinkommen“, so Jaschke. Er erwartet eine „andere Partie“ als die spielstarken Holzkirchner. „Ich denke, gegen Aiglsbach wird es so wie unsere Spiele in Kirchheim und in Bruckmühl. Wir müssen aggressiv sein. Nur spielerisch wird es nicht laufen“, sagt Jaschke. (stm)

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