A-Klassist plant Zukunft

TV Stockdorf: Korbinian Halmich hält Heimatverein die Treue

Trainerschein auf Eis: Corona durchkreuzte die Fortbildungspläne von Stockdorfs Coach Korbinian Halmich.
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Trainerschein auf Eis: Corona durchkreuzte die Fortbildungspläne von Stockdorfs Coach Korbinian Halmich.

Konkrete Gespräche wurden noch nicht geführt. Dennoch wird Korbinian Halmich die A-Klasse-Fußballer des TV Stockdorf auch in der kommenden Saison trainieren.

Stockdorf – „Wir haben unser Wort gegeben, und dazu stehen wir“, sagt Korbinian Halmich, Trainer von Fußball-A-Klassist TV Stockdorf. Während der Saison 2019/21 hatten er und der Sportliche Leiter Marco Gühl angekündigt, unabhängig von der Platzierung am Saisonende ein weiteres Jahr beim TVS bleiben zu wollen. Die monatelange Saisonunterbrechung und der nun bevorstehende Abbruch der laufenden Spielzeit habe daran nichts geändert, so Halmich.

Auch Robert Frank, derzeit noch in Personalunion Fußballabteilungsleiter und Vorsitzender des Gesamtvereins, sieht keine großen Hürden: „Wir müssen im Mai noch Gespräche führen. Aber Stand jetzt gehe ich nicht davon aus, dass sich etwas ändern wird.“ Er selbst möchte das Thema klären, bevor im Juni eine neue Abteilungsleitung gewählt wird.

TV Stockdorf: Kein Aufstieg bei Quotienten-Regelung

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Halmich den Verein in der kommenden Saison erneut in der A-Klasse trainieren. Als aktueller Tabellenzweiter ginge man bei einem Abbruch und einer Wertung der Saison nach Quotienten-Regelung leer aus. „Das ist natürlich bitter, aber du wirst es nie jedem recht machen können“, sagt Halmich. Sein „Wunschgedanke“ wäre eine Annullierung der Saison und ein kompletter Neustart für alle, er gibt jedoch zu, dass das gerade für die Teams aus den höheren Ligen schwierig zu akzeptieren sei und man auch nicht für jeden Einzelfall anders entscheiden könne.

Halmlich: „Man kann erst mal froh sein, wenn man überhaupt wieder kicken darf“

Ohnehin sind Tabellen und Platzierungen nicht das, was die meisten Amateurfußballer im Moment bewegt. „Man kann erst mal froh sein, wenn man überhaupt wieder kicken darf“, findet Halmich und spricht damit wohl vielen aus der Seele. Trotz der langen Pause sei der Kontakt zur Mannschaft aber nicht abgerissen. „Wir treffen uns einmal pro Woche online zum Fitnesstraining. Das ist gut besucht, obwohl wir den Spielern die Teilnahme freistellen“, berichtet Halmich. Als eine Saisonfortsetzung noch möglich erschien, galt zudem die Vorgabe, zweimal pro Woche laufen zu gehen. Diese wurde zwar inzwischen einkassiert, aber „viele machen das trotzdem weiterhin“, erzählt der Coach.

TV Stockdorf: Sorgen vor Abgängen im Jugendbereich

Die Gefahr, dass viele Spieler aufgrund der Corona-Pandemie die Schuhe an den Nagel hängen, erachtet Halmich als eher gering. „Ich habe noch von niemandem gehört, dass er aufhört. Aber natürlich ist es ein bisschen eine Wundertüte, wer dann zum ersten Training da ist, wenn es irgendwann wieder losgeht.“ Auch Frank sieht die Gefahr von Abgängen eher im Juniorenbereich, zudem sei man bei den Herren von der Anzahl der Spieler „relativ üppig besetzt.“ Die hohe Identifikation vieler Spieler mit dem Verein sei nicht zu unterschätzen. Halmich und Gühl sind bemüht, diese Bindung auch in der aktuell schwierigen Phase zu erhalten. Der Trainer erklärt: „Wir versuchen trotz allem, nah an der Mannschaft zu sein.“

Auch die persönlichen Pläne des 31-Jährigen wurden durch Corona gestoppt. Bei seinem Heimatverein agierte der langjährige Torhüter in der Rückrunde der Saison 2017/18 gemeinsam mit Ilker Özdemir übergangsweise als Spielertrainer, anschließend wechselte er komplett auf die Trainerbank. Einen Trainerschein hat er bisher aber noch nicht. „Ich wollte ihn eigentlich letztes Jahr machen“, sagt Halmich. Aber: „Aktuell ist es schwierig.“ Sobald sich die Möglichkeit biete, wolle er sich an den Erwerb der B-Lizenz machen.

(Tobias Empl)

Quelle: Merkur.de

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