Tyce nimmt letzte Saison in Angriff

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Wird es die letzte Saison von Roman Tyce im Trikot der SpVgg Unterhaching? Der Tscheche will nach diesem Jahr aufhören.

Unterhaching - Es ist seine 16. Saison als Fußball-Profi und es wird wohl seine letzte. Roman Tyce, Kapitän der SpVgg Unterhaching, will seine Karriere 2011 beenden. Grund sind die anhaltenden gesundheitlichen Probleme.

Fehlen wird der Tscheche im Hachinger Team, das ist schon jetzt klar. Die geballte Erfahrung, die die junge Mannschaft so dringend nötig hat, bringt er auf den Platz, ebenso aber jede Menge Spaß ins Training. Das ist oft erstaunlich, denn zahlreiche Verletzungen rauben ihm langsam aber sicher die Freude am Fußball.

„Wenn der Körper okay wäre, würde ich noch fünf bis acht Jahre weiterspielen“, sagt der 33-Jährige, „Fußball zu spielen ist mein Traum und mit den anderen Jungs täglich zusammen zu sein, macht immer noch viel Spaß.“ Wenn da nicht der geschundene und vor allem durch drei Kreuzbandrisse geschädigte Körper wäre. „Das macht inzwischen immer weniger Spaß“, gibt Tyce zu, „es gibt immer wieder hier und da Probleme, dann musst du wieder in die Reha, nimmst ständig Schmerztabletten.“ Davon hat er nun genug: „Ich habe noch ein Jahr Vertrag, dann glaube ich, es ist besser, nach Hause zu gehen und mich anders zu orientieren.“

Auch aktuell steht der 29-fache tschechische Nationalspieler, der 2007 vom Nachbarn TSV 1860 München in den Sportpark kam und seitdem 66 Spiele in der Regional- und Dritten Liga absolvierte, auf der Absenzenliste.

Nach der Vorbereitung zwickt die Wadenmuskulatur

Auch Trainer Klaus Augenthaler weiß, dass er seinen Routinier nicht die komplette Saison zur Verfügung haben wird: „Roman ist eben nicht mehr so strapazierfähig. Er wird seine Pausen brauchen, gerade in Englischen Wochen. Aber das ist nach so einer Krankengeschichte normal.“

Vergangene Saison ereilte Tyce das Verletzungspech erneut – wenn auch angesichts der zurückliegenden Kreuzbandrisse in überschaubarem Rahmen. Im Februar machte ihm eine Knochenabsplitterung im Sprunggelenk zu schaffen, das hieß: vorzeitiges Saisonende, drei Monate Pause.

Zu Beginn der Vorbereitung kam er langsam wieder auf Touren, nun ist erneut eine Auszeit angesagt. „Aber ich möchte so schnell wie möglich wieder fit werden und mich auch durchbeißen.“ Denn die letzte Saison seiner Karriere soll nicht zwischen Reha-Zentrum und Ersatzbank stattfinden. Dazu macht es doch noch zu viel Spaß. Und – wer weiß: „Dass ich aufhöre, ist mein aktueller Plan. Im Fußball ist aber nie etwas sicher. Vielleicht denke ich anders, wenn das harte Vorbereitungsprogramm endlich vorbei ist...“

von Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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