Überlegene Unterföhringer unterlegen

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Hab ich sicher: Michael Beck läuft im Tor des FC Unterföhring zu großer Form auf.

FC Unterföhring - Es gibt Spiele, bei denen der Zuschauer abschließend zwei Euro Vergnügungssteuer auf das Eintrittsgeld zahlen sollte. Das Heimspiel des FC Unterföhring gegen Aichach war so eine Partie.

Nach einem munteren Scheibenschießen hatte der neutrale Fan seinen Spaß, aber dem FCU ist das nach einem tragischen 2:3 (2:1) kein Trost. Die erste Halbzeit war so ein bisschen das Duell Sebastian Kinzel gegen Michael Beck. Sechs Großchancen hatte der Stürmer der Aichacher und machte ein kümmerliches Abstaubertor zum 1:2-Pausenstand. Zuvor zeigte der Keeper riesige Paraden und hatte dann noch das Glück in Form eines Lattentreffers sowie einer Linienklärung.

Sensationell war vor allem wie der Neue im Tor einen Schuss von Suszko an den Pfosten lenkte, um dann auch noch den Nachschuss fantastisch zu entschärfen (32.). Die Unterföhringer glänzten mit ihrer konsequenten Chancenverwertung. Aichach hätte schon 0:2 führen können, als Andreas Faber in der 6. Minute einen tückischen Freistoß trat. Der Keeper konnte nur nach vorne abklatschen lassen und Michael Kain staubte ab. Das 2:0 war dann ein Cucic-Abstauber. nach einem starken Schuss von Ünal Tosun (27.). Bei der dritten Großchance hatte Cucic das halbe Tor offen, als er den Pfosten traf (43.).

Nach dem Seitenwechsel nahm das Drama seinen Lauf mit nun super spielenden Gastgebern. Unterföhring erarbeitete sich ein halbes Dutzend Großchancen, die mal zu lässig, mal unglücklich und mal kläglich vergeben wurden. Von Aichach kam nichts mehr und so war die Vorentscheidung nur eine Frage der Zeit. Mitte der zweiten Halbzeit hätte sich niemand bei einem 5:2 für den FCU beschweren können.

Eines der wichtigsten ungeschriebenen Gesetze des Fußballsportes ist nun einmal, dass zu großzügige Chancenverwertung nach Rache schreit. Und die kam gnadenlos. Den Ausgleich machte Marco Krammel nach einer Ecke (74.). Vier Minuten später drehte Kasim Rabihic die Partie komplett mit einem Distanzschuss, gegen den kein Kraut gewachsen war. Und nun war die Welt wieder rosarot für Volker Weingärtner, den Mäzen des BC Aichach. Er lief an der Bande vor der Haupttribüne etwa acht Kilometer unter dem Spiel und hatte einen Unterhaltungswert, der dem Riesenspiel in nichts nachstand.

Stimmen:

Helmut Funk (60) Nachtportier aus Unterföhring:

"„Wir sind spielerisch besser geworden als in der letzten Saison. Jetzt muss die Mannschaft nur noch zusammenfinden. Wenn wir dann am Saisonende unter die ersten fünf Mannschaften der Tabelle kämen, wäre ich sehr zufrieden. Ein Pluspunkt unserer Mannschaft ist die Kameradschaft. Langfristig

gesehen muss die Gemeinde mitspielen, wenn die Regionalliga in Unterföhring möglich werden sollte.“

Mike Schmid (43) Automatenbetreuer aus Ismaning:

"In den ersten Spielen war offensichtlich, dass wir defensiv schon einige Mängel haben. Die müssen wir abstellen. Nach vorne zeigt die Mannschaft einige sehr schöne Spielzüge. Und unser neuer Torwart Michael Beck ist ein Weltwunder. Der wandelt dauernd zwischen Genie und Wahnsinn. Mit einem gesicherten Mittelfeldplatz in dieser Saison wäre sicherlich jeder Fan des FC Unterföhring zufrieden.“

 

Quelle: fussball-vorort.de

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