Die üblichen Fragezeichen bei Haching II

+
Harry Deutinger feiert am Sonntag in Heimstetten sein Punktspiel-Comeback als Trainer.

Unterhaching – Prognosen für die SpVgg Unterhaching II abzugeben, gestaltet sich jedes Jahr aufs Neue schwierig. Die Mannschaft begleiten ja stets die gleichen Fragezeichen.

Wie machen sich die aus dem eigenen Nachwuchs hochgezogenen Talente? Welche Verstärkungen aus dem Profilager werden dem Team zugeteilt? Vor der anstehenden Bayernligasaison, die für die Hachinger am Sonntag um 17 Uhr mit dem Derby beim Aufsteiger SV Heimstetten beginnt, scheinen sich aber noch weniger Voraussagen treffen zu lassen als sonst. Schließlich sind aus dem Aufgebot, das in der vergangenen Spielzeit einen so hervorragenden dritten Platz belegen konnte, nur noch fünf Spieler dabei.

Der neue Kader rekrutiert sich vor allem aus der letztjährigen U19. Wohl noch nie ging die SpVgg II mit einer so jungen Truppe an den Start. Der neue Trainer hingegen ist ein alter Hase: Harry Deutinger, Nachfolger von Alfred Ruthe, der ihn wiederum vor 15 Jahren, damals noch in der Bezirksliga, beerbt hatte, verfügt nicht nur über Erfahrungen als Hachinger Cheftrainer in der Zweiten Liga, er könnte mit seinen 63 Jahren der Großvater seiner Spieler sein. Vielleicht bringt er so die in einigen Phasen sicher nötige Nachsicht mit.

Aufstellung

SpVgg Unterhaching II

 Birner – Angermeier, Hummels, Hefele, Schneider, Thee, Pasiciel, Yilmaz, Alschinger, Hasenbeck, Schuster

„Wir müssen vor allem Geduld haben“, betont Deutinger selbst und gibt als zunächst wichtigstes Ziel „die Anpassung an den Seniorenfußball“ aus: „Der jugendliche Elan, der ja eigentlich eine gute Charaktereigenschaft ist, muss manchmal gebremst und in die richtigen Bahnen gelenkt werden.“ Rückschläge kalkuliert Deutinger dabei ein: „Wir werden in der Vorrunde ab und zu Lehrgeld zahlen müssen.“Das ist in der Tat zu erwarten von einer Mannschaft, in der der älteste Spieler am zweiten Weihnachtsfeiertag dieses Jahres seinen 22. Geburtstag feiern wird. Lennart Hasenbeck heißt er, er kommt vom TSV Neuried und ist neben Innenverteidiger Aldin Medara vom Landesligisten FC Pipinsried der einzige externe Neuzugang. Hasenbeck, der zuletzt beim 5:1 gegen seinen Ex-Verein dreimal traf, hat nicht die schlechtesten Karten im Kampf um einen Stammplatz im Angriff. „Er kommt zwar aus der Kreisliga, aber er ist gut ausgebildet und hat seine Torgefährlichkeit bewiesen. Er ist auf einem guten Weg“, lobt Deutinger.

"Die Chancenverwertung ist das größte Übel"

Von den fünf Akteuren, die schon in der vergangenen Saison zum Stamm gehörten, setzt Deutinger vor allem auf die Defensivkräfte Jonas Hummels und Michael Hefele sowie Yasin Yilmaz. „Er ist der Kopf“, sagt der Trainer über den 21-Jährigen. Übriggeblieben sind zudem Alexander Schmidbauer, der wegen eines Kreuzbandrisses noch lange ausfällt, und Robert Adler , der im Sturm aber derzeit nicht erste Wahl ist. Zudem könnte Jungprofi Marco Pasiciel Dauergast im Bayernliga-Team werden. Wer in Heimstetten sonst aus dem Drittliga-Kader aushilft, wird sich noch erweisen.

von Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Basketballer des TV Miesbach kommen mit vollem Einsatz zum ersten Sieg
Basketballer des TV Miesbach kommen mit vollem Einsatz zum ersten Sieg
Natalie Geisenberger macht Babypause
Natalie Geisenberger macht Babypause
Sieg ohne etatmäßige Torfrau: Eching besteht auch in Scheyern
Sieg ohne etatmäßige Torfrau: Eching besteht auch in Scheyern
Nulnummer zwischen SV Ascholding/Thanning und SV Wackersberg-Arzbach
Nulnummer zwischen SV Ascholding/Thanning und SV Wackersberg-Arzbach

Kommentare