Englbrecht verletzt sich

Uffinger Herbstdepression: SVU verliert auch gegen Real Kreuth

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Hadert mit der Situation: Uffings Trainer Thomas Neumeier rät seinen Spielern, nicht auf die Tabelle zu schauen.

Es läuft nicht beim SV Uffing. Gegen den FC Real Kreuth kassiert das Team von Coach Thomas Neumeier die nächste Pleite. Zudem verletzt sich ein wichtiger Spieler.

Uffing – Am liebsten hätte Thomas Neumeier den Punkt nie erreicht. Aber er hat vor zwei Monaten selbst spekuliert, dass es bei all den Verletzten im schlimmsten Fall im Herbst zu dieser Situation kommen könnte. Die Euphorie ist aufgebraucht, die Winterdepression im Anmarsch. Neumeiers Gegenmittel: Seit Samstag schaut der SV Uffing nicht mehr auf die Tabelle. Das hat der Coach seinen Fußballern vorgeschlagen. Zu bedrückend lesen sich die Zahlen. Zehn Partien, sieben Punkte, Platz zwölf. „Je länger wir da unten stehen, desto schwieriger wird es.“ Dringend gesucht ist ein Flämmchen Hoffnung, das die Leidenschaft zurückbringt.

Bei der 1:2-Niederlage gegen Kreuth beobachtete Neumeier viele Spieler, die „weit weg von ihrer Form sind und ihre Leistungsgrenze nicht erreichen“. Namen nennt er nicht. Der Trainer hat sich schon immer schützend wie eine Mutterkuh vor seine Mannschaft gestellt. Auf Vorwürfe verzichtet er. Mehr lassen „Köpfe und Beine“ derzeit nicht zu. Alles weitere möchte er intern klären. Jedenfalls stellt der Uffinger das Team für den letzten Monat dieses Jahres auf einen Abnutzungskampf ein. Mit „Biegen und Brechen“ sollen es seine Kicker versuchen. „Wir werden uns nicht kampflos ergeben.“ Die jüngsten drei Niederlagen, alle mit einem Treffer Differenz, reduziert er nicht auf fehlendes Glück. „Wäre Quatsch“, findet er. Seine Mannschaft sei jeweils „den Tick schlechter gewesen“ als der Gegner. Pech hat sich nur dazu gemischt. Gegen Kreuth etwa verletzte sich Christian Englbrecht. Er landete zu Beginn der Zweiten Halbzeit auf seinem Ellbogen. „Schaut nicht gut aus“, sagt der Trainer. Womöglich ist der Arm sogar gebrochen.

Der Ausfall eines solchen Kämpfers „hat uns nicht gut getan“, klagt Neumeier. Die Schockstarre der Uffinger drückte sich in Form von langen Bällen aus. Kreuth beteiligte sich an diesem Spielchen – und schoss dadurch das Siegtor. Ein abgeblockter Schlag flog Kilian Kölbl am Strafraum zu, der per Flachschuss zum 2:1 traf. Bereits das 0:1 von Tobias Frank war ähnlich entstanden. Torwart Sebastian Obermüller hatte einen Schuss nicht festgehalten. Der zweite Versuch landete bei den Gästen, obwohl genug Uffinger Verteidiger in der Nähe standen. „Wir schauen nur zu.“

Die Uffinger Spielzeit lässt sich mit etwas Zahlenjonglage auf ein Grundproblem herunterbrechen: Kassiert der SVU das 0:1, verliert er. Passiert in sieben von acht Fällen. Geht er in Führung, gewinnt das Team. „Vielleicht schwirrt das in den Köpfen umher.“ Für kurze Zeit schien das Defizit behoben. Martin Flöß glich nach einer Vorlage von Stefan Resch aus. Majed Al-Khafaji vergab bis zur 25. Minute noch zwei weitere Chancen. Danach regierte wieder die Unsicherheit, die jegliches Selbstvertrauen des Aufsteigers aufgefressen hat.

Quelle: Merkur.de

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