Umstrittener Elfer entscheidet Derby

- Emmering - Nur eine Szene im Landkreis-Derby zwischen dem FC Emmering und SC Oberweikertshofen erhitzte am Samstagnachmittag die Gemüter und sorgte noch lange nach dem Schlusspfiff für viel Gesprächsstoff - in erster Linie beim SCO: In einer hektischen Schlussphase verhängte der Unparteiische einen verwunderlichen Strafstoß gegen Oberweikertshofen, der Emmering den Sieg brachte.

<P><P>Der FCE verkürzte mit diesem Erfolg den Abstand zum Tabellenzweiten vom MTV Berg wieder auf fünf Punkte, da Berg daheim nicht über ein 1:1 gegen Pasing hinauskam. Dagegen steckt der SCO nach dieser Niederlage mitten drin im Abstiegskampf. Mit einer Mordswut im Bauch stampften die Gäste nach dem Schlusspfiff vom Platz, fühlten sie sich doch von Schiedsrichter Marc Elstner hintergangen.<P>"Die Begegnung hat keinen Sieger verdient", gab Michael Weindl enttäuscht von sich. Der in Vertretung für seinen Nachfolger Andreas Steiner nochmals auf der Bank sitzende SCO-Fußballboss sah sich um das gesteckte Minimalziel, einen Punkt aus dem Hölzlstadion zu entführen, betrogen. "Es ist bitter, auf diese Art und Weise zu verlieren", kritisierte Weindl die Leistung des Schiedsrichtergespanns. "Bis auf den Schluss hat der Referee ordentlich gepfiffen. Allerdings hätte er nach dem Elfmeter gegen uns einen Strafstoß für uns geben müssen. Ein Emmeringer hat ein klares Handspiel begangen. Die unerfahrenen Assistenten des Schiris waren total überfordert."<P>Für Oberweikertshofens Spielertrainer Carsten Teschke hätte die Begegnung allerdings auch schon im ersten Spielabschnitt beendet sein können. Doch beim groben Foul an Bastian Hassloch ließ der Unparteiische Gnade vor Recht ergehen und zeigte Teschke nur die Gelbe Karte. Ebenso hätte auch Christian Wiesmeier vorzeitig zum Duschen geschickt werden müssen. Nachdem Torhüter Robert Brauer den Ball sicher unter sich begraben hatte, versuchte der heranstürmende Sebastian Jakob noch an das Leder zu kommen. Der Unparteiische pfiff und in diesem Moment schubste Wiesmeier den Emmeringer um.<P>Mit der Entscheidung, die der Schiedsrichter dann allerdings traf, verblüffte er alle im Hölzlstadion: Wiesmeier sah Gelb und Emmering erhielt einen Strafstoß. Der zur Halbzeit eingewechselte Heinz Tochtermann ließ sich die Chance nicht entgehen. Er zeigte keine Nerven und verwandelte den Strafstoß sicher zum spielentscheidenden Treffer.<P>Der Sieg täuscht allerdings nicht über die schwache Vorstellung hinweg, die die FCE-Kicker erneut boten. Wie schon vor einer Woche in Olching lief der Ball im ersten Spielabschnitt überhaupt nicht durch die Emmeringer Reihen. Der nach Ablauf seiner Rot-Sperre erstmals wieder spielende Martin Lankes erfüllte die in ihn gesteckten Erwartungen noch nicht. Er gab dem Mittelfeld längst noch nicht die Impulse, die man von ihm aus der Vergangenheit gewohnt ist.<P>"In den zweiten 45 Minuten haben wir uns wenigstens ein bisschen gefunden", versuchte FCE-Trainer Sebastian Hartl der Begegnung zumindest etwas Positives abzugewinnen. "Insgesamt haben wir aber viel zu ängstlich agiert."<P></P>

Quelle: Merkur.de

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