Unbezwingbarer Wiedemann

- VON ANDREAS KÖGL Weilheim - Als sich der 1. FC Garmisch-Partenkirchen und der TSV Weilheim das letzte Mal in einem offiziellen Punktspiel gegenüberstanden, hatte wohl keiner gedacht, dass es elf Jahre dauern würde, bis sich die Wege der beiden Rivalen wieder kreuzen würden. Am vergangenen Samstag war es dann so weit. Der Aufsteiger aus Weilheim gastierte im Ritter-von-Halt-Stadion, spielte recht gut mit, war aber in der Offensive zu harmlos und fand immer wieder in der gut gestaffelten Garmischer Hintermannschaft seinen Meister. Dennoch gelang es den Gästen mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg, alle drei Punkte aus dem Werdenfelser Land zu entführen. "In der ersten Halbzeit waren wir noch etwas zu vorsichtig, doch in Abschnitt zwei haben wir recht gefällig agiert", war TSV-Spielertrainer Martin Kindermann - der verletzungsbedingt jedoch nicht BEZIRKSLIGA ins Geschehen eingreifen konnte - durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge. "Auch wenn es zum Schluss nur noch eine Abwehrschlacht war."<BR>

Dabei tat sich vor allem Weilheims Torhüter Christoph Wiedemann hervor, der die Chancen der Gastgeber ein ums andere Mal vereitelte und damit die gegnerischen Spieler schier zur Verzweiflung brachte. War er dann doch einmal geschlagen, wie etwa in der 45. Minute nach einem platzierten Kopfball von Korbinian Heinzeller, dann war Mannschaftskollege Steffen Thiel zur Stelle und schlug das Leder noch von der Torlinie. <P>Doch vor allem in der Schlussphase der Partie entpuppte sich Wiedemann immer wieder als Fels in der Brandung. Fünf Minuten vor Ende der Partie brachte er es fertig, vier, fünf Garmischer Großchancen fast im Sekundentakt zu vereiteln - immer wieder warf er seinen Körper in die Schüsse und verhinderte somit den Ausgleich. <P>Das goldene Tor für Weilheim ging auf das Konto von Nusmir Velic. Als ein Angriff des TSV eigentlich schon geklärt war, ließ sich Garmischs Christoph Saller zu einer Unbeherrschtheit hinreißen und reklamierte eine angebliche Abseitsstellung eines Gästespielers. Daraufhin erhielt er die gelbe Karte und Weilheim einen indirekten Freistoß im Strafraum. Dieser landete bei Weilheims Neuzugang vom FC Seeshaupt, der nicht lange fackelte und aus der Drehung zum 1:0 traf (52.). <P>Zu diesem Zeitpunkt durften die Gäste bereits froh sein, dass es überhaupt noch 0:0 stand. Eine Vielzahl an - zum Teil hochkarätigen - Möglichkeiten hatten die Platzherren bereits vor dem Seitenwechsel, doch sie brachten die Kugel einfach nicht im Weilheimer Gehäuse unter. "Es war schon Extraklasse, was der Christoph heute gehalten hat", zollte auch TSV-Coach Kindermann seinem Torhüter höchsten Respekt. "Er war heute sicherlich der Vater des Erfolges." <P></P>

Quelle: Merkur.de

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