Schromm im Interview:  „Unglaublich positive Energie“

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Voller Vorfreude auf seine erste Saison im Profi-Fußball: Hachings Cheftrainer Claus Schromm.

SpVgg Unterhaching – Die SpVgg Unterhaching startet an diesem Samstag mit dem Auswärtsspiel beim SV Darmstadt in die neue Drittliga-Saison. Trainer Claus Schromm sprach mit unserer Zeitung über seine Ziele.

-Sie sind vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) zur SpVgg Unterhaching gewechselt. Warum?

Ich habe schon immer den Geruch in der Kabine geliebt und das Flair mit den ganzen Spielern. Das ist das, was mir beim Verband ein bisschen abgegangen ist. Es war eine schöne Zeit dort. Ich bin dem BFV dankbar, dass er mir keine Steine in den Weg gelegt und mich aus meinem Vertrag herausgelassen hat. Jetzt genieße ich die Zeit hier und hoffe, dass sie möglichst lange andauert.

-Sie haben in Haching im Moment mit Sicherheit eine Menge zu tun?

Es gibt sehr viel Arbeit, aber ich habe jetzt auch 24 Stunden am Tag Zeit. Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich nur auf einer Hochzeit tanze. Es gibt nur Haching und keinen anderen Job mehr nebenbei. Ich kann mich voll darauf konzentrieren und merke schon, dass man da auch mehr Energie hat. Das tut mir sehr gut. Auch die Familie kommt nicht zu kurz, deswegen sind wir auch zu Hause wohl auf und glücklich.

-Liegt Ihnen das Unterhachinger Jugendkonzept?

Ich glaube, das liegt jetzt auch stark an der Grundausbildung des Vereins, dass wir (Schromm und Teamchef Manuel Baum, die Red.) hier unser Ding auch durchziehen können. Es gibt keinen über uns, der sagt, wie es zu laufen hat. Manfred Schwabl (Sportlicher Leiter und Präsident der SpVgg, die Red.) lässt uns da komplett freie Hand und hat Vertrauen in uns. Wir können unsere Ideen entwickeln und umsetzen. Das liegt uns schon.

-Was ist das Schöne an Ihrer Arbeit in Unterhaching?

Hier gibt es eine unglaublich positive Energie. Es herrscht eine positive Stimmung. Jeder ist mit Freude dabei. Wenn man in der Früh hereinkommt, dann gibt es erst einmal ein großes Hallo. Richtig herzlich, warm und schön. Jeder schaut auch über seinen Tellerrand hinaus und überlegt, was man zusätzlich noch verbessern könnte. So ergänzen wir uns gut. Das macht riesigen Spaß.

-Ist das Unterhachinger Jugendmodell konkurrenzfähig in der 3. Liga?

Wir haben eine unerfahrene Truppe. Aber am Ende des Tages zählt eigentlich nur, wer die Punkte hat und wie die Tabelle ausschaut. Ob wir konkurrenzfähig sind, werden wir sehen. Wir lassen dieses Konzept von Heiko Herrlich und Manuel Baum weiter leben. Wir werden versuchen, die Unerfahrenheit mit Teamgeist und einer guten Ausbildung zu kompensieren. Natürlich sind uns die anderen Vereine einen gehörigen Schritt voraus. Dementsprechend brauchen wir alle ein bisschen Zeit und Geduld.

-Wie beurteilen Sie das Auftaktprogramm?

Zu Beginn haben wir gleich vier große Brocken. Das finde ich ganz gut, da sind dann keine potenziellen Pflichtsiege dabei. Würden wir zu Beginn zu Hause gegen Babelsberg spielen, die ich in unserer Kategorie sehe, hätten wir schon einen größeren Druck und einen Pflicht-Dreier vor der Brust. So können wir ohne Belastung, aber großer Vorfreude in die Liga starten und mit den Aufgaben wachsen.

-Welche persönlichen Ziele haben Sie sich in Haching gesteckt?

Für mich ist es eine riesen Herausforderung. Es ist das, wovon ich schon immer geträumt habe. Nach meinem Kreuzbandriss habe ich in einer ruhigen Nacht im Krankenhaus mir darüber Gedanken gemacht, was aus mir wird. Da war die Zielsetzung, mit meinem Hobby Fußball Geld zu verdienen. Das war zu diesem Zeitpunkt eine relativ freche Zielsetzung. Aber seit zehn Jahren habe ich es geschafft, mit meinem Hobby Geld zu verdienen. Jetzt darf ich das im Profibereich und auch noch vor der eigenen Haustüre. Ich habe die Chance bekommen. Und diese will ich nutzen.

Das Gespräch führte Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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