Ein Fehler ist schon einer zu viel

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Wolfratshauser Pechvogel: Ausgerechnet der sonst so zuverlässige Onur Misiroglu (3. v. li.) verursachte den Foulelfmeter, der zur 0:1-Niederlage des BCF in Sonthofen führte.

BCF Wolfratshausen - Ein Punkt war für die Farcheter zum Greifen nahe. Mit einem späten Elfmetertor drängte der 1. FC Sonthofen den BCF Wolfratshausen aber noch auf die Verliererstraße ab.

Eigentlich hätte kein Treffer fallen dürfen. „Das war ein 0:0-Spiel“, meinte Reiner Leitl nach dem Match. Die Begegnung war arm an knackigen Szenen. Sonthofen war um die Spielgestaltung bemüht, konnte aber keine gefährlichen Chancen in Nähe des Wolfratshauser Gehäuses kreieren. Das lag mitunter daran, dass Leitl Michael Rauch auf FC-Spielmacher Andreas Maier angesetzt hatte. Und mit Ausnahme der Anfangsviertelstunde erfüllte der Farchanter in Farcheter Diensten den Auftrag des Trainers mit Bravour.

Die Gäste kamen ihrerseits aus einem anderen Grund kaum zu Tormöglichkeiten: Sie mussten in ihrer Defensivzone viel laufen und arbeiten. Die Wege nach vorne waren weit und wurden irgendwann auch beschwerlich. Werner Schuhmann hing total in der Luft, wartete vergeblich auf Anspiele. Der BCF-Frontmann hatte genügend Zeit, um die Landschaft rund um das Illerstadion zu begutachten. Einzig Basti Pummer und Kristian Cabraja sorgten für Gefahrenmomente. Die Kopfbälle des Routiniers Pummer verfehlten beide ihr Ziel. Cabraja dagegen hätte aus schrägem Winkel und kurzer Distanz zur Erheiterung der Wolfratshauser Delegation sorgen können. Doch legte der pfeilschnelle Linksfuß den Ball uneigennützig zur Mitte. Sein Motiv war unklar.

Die Bescheidenheit der Flößerstädter im Angriffsspiel hatte noch andere Gründe. Einige seiner Kicker „bauen formmäßig ab“, klagte Leitl. Exemplarisch nannte der BCF-Trainer Christoph Hüttl. Der frühere Geretsrieder sei wie einige andere „am Limit“. Das Fehlen von Lamine Guèye, Marco Höferth und Mitch Rödl sind für Leitl „Baustellen, die nicht geschlossen werden können. Uns fehlt etwas die Qualität im Spiel nach vorne.“

In solch schwierigen Phasen ist eine fehlerlose Abwehrarbeit umso wichtiger. Die stabile Defensive ist ein Qualitätsmerkmal der Wolfratshauser, ein Gegentreffer pro Spiel ein richtig guter Wert. Allerdings kamen die Gäste auch im Oberallgäu nicht ohne einen schwachen Moment aus: Ein Patzer, und weg war das Match. Die Schuld lastete auf einem der zuverlässigsten BCF-Verteidiger. In einer undurchsichtigen Strafraumszene packte Onur Misiroglu zu. Seine nachträgliche Erklärung, Gegenspieler Kevin Hailer hätte eingehakt, ließ Leitl nicht gelten. „Da darf Onur nicht so hingehen.“ Michael Kögels Elfmeterpfiff war gerechtfertigt. Gleichwohl hätte sich Leitl vom Referee eine ähnliche Umsicht gewünscht, als ein Handspiel im Sonthofener Strafraum die Gemüter erregte. Kögl aber verlegte den Tatort weiter zurück, entschied zu Leitls Unmut auf Freistoß. „Er hat nichts Gravierendes falsch gemacht, aber Sonthofen öfters bevorteilt“, klagte der Cheftrainer. So entschied Andreas Maier acht Minuten vor Spielende die Partie vom Punkt aus.

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Quelle: fussball-vorort.de

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