Unterföhring vor Ausverkauf? Arkadas spricht Klartext

Tayfun Arkadas verlässt den FC Unterföhring. Foto: Michalek

Tayfun Arkadas verlässt den FC Unterföhring und wird ab kommender Saison für den SV Türkgücü-Ataspor auflaufen. Landesliga statt Regionalliga heißt es dann für den 25-Jährigen. Auf den ersten Blick ein Rückschritt. Im Vorort-Interview spricht Arkadas über seinen Wechsel und warum der FC Unterföhring mitverantwortlich ist.

Tayfun, du wechselst nach einer für dich sehr erfolgreichen Saison in Unterföhring, in der ihr den Aufstieg in die Regionalliga gepackt habt, zum SV Türkgücü Ataspor in die Landesliga.

 Ja, stimmt. Es war ein sehr erfolgreiches Jahr für mich und vor allem für den Verein, der ja in der Vereinsgeschichte das erste Mal in die Regionalliga aufsteigt. Bei dem jetzigen Aufstiegsteam, damit meine ich jeden, der dazu gehört hat, würde ich definitiv nicht den Verein wechseln. Ich würde mit dieser Mannschaft sehr gerne in die Regionalliga gehen. Aber bei so vielen Abgängen muss ich auch dem Verein eine Schuld dafür geben. Es ist viel zu spät mit den Spielern gesprochen worden. Deshalb ist die Regionalliga mit dem FCU für mich leider auch nicht mehr möglich.

Zunächst möchte möchte ich dem FCU meinen Dank aussprechen für dieses super Jahr, auch wenn sich die Wege jetzt trennen. Der Verein bemüht sich um die Spieler, was in der Öffentlichkeit oft viel zu kurz kommt. Das beste Beispiel ist Yasin Yilmaz, der sich in einer erstklassigen Physiotherapie-Praxis in der Innenstadt behandeln ließ und in der Rückrunde kaum verletzt war. Ich lasse mich dort momentan auch in Form bringen.

 Du kickst seit der Jugend durchgehend auf hohem Niveau. Die Bayernliga war bisher die tiefste Liga, in der du gespielt hast. Es ist bekannt, dass Türkgücü finanziell einiges zu bieten hat. Was sind deine Gründe für den Schritt zurück in die Landesliga?

 Einer der Gründe für meinen Wechsel ist die Situation, in der sich Türkgücü befindet. Sehr viele gute Spieler, die schon höherklassig gespielt haben, wechseln auch dorthin. Mit den meisten habe ich sogar schon zusammengespielt Der Verein handelt sehr professionell. Das hat mich sehr beeindruckt. Mein Vater ist seit der Kindheit mit Präsident Kivran befreundet und der Verein ist nur fünf Minuten Fußweg von mir zuhause entfernt. 

Ein weiterer Grund ist Trainer Andreas Pummer, mit dem ich innerhalb eines Jahres ein sehr gutes Verhältnis entwickelt habe. Das Projekt, das die Türken aufbauen wollen, gefällt mir und ich habe beschlossen, dabei mitzuhelfen, die hohen Ziele des Vereins zu erreichen. Ich möchte wieder um die Meisterschaft spielen. Trotzdem wünsche ich dem FCU natürlich viel Glück für die neue Saison.

 Für den TSV Rain/Lech bist du schon in der Regionalliga aufgelaufen. Hat es dich nicht gejuckt, nochmal im Grünwalder Stadion aufzulaufen?

 Um ehrlich zu sein, reizt es mich gar nicht, im Grünwalder Stadion zu spielen.  Obwohl die Regionalliga mit der richtigen Mannschaft natürlich schon geil wäre.

 Franz Faber hat kürzlich harte Kritik an den aggressiven Abwerbeversuchen von Kadir Alkan geübt. Wie stehst du zu seiner Aussage?

 Ich weiß, dass Kadir im Winter persönlich mit Franz telefoniert und ihm mitgeteilt hat, dass er mit einigen Spieler verhandeln wird. Das ist auch sein Job als Teammanager. Mehr kann und will ich dazu nicht sagen. Jeder Punkt, den ich aufgezählt habe, auch wenn das nicht alle waren, haben meine Entscheidung reifen lassen.

Das Gespräch führte Christoph Englmann

Quelle: fussball-vorort.de

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